Aus dem Kofferraum zur nachhaltigen Rucksackmarke | Ucon Acrobatics
Shownotes
⧓ 7 Erkenntnisse aus dem Ucon-Interview im Blog: https://7pxl.de/p-vav18-blog/
Jochen Smuda und Martin Fussenegger kennen sich seit der Schulzeit – und gründen seit 2001 gemeinsam. Erst als Bekleidungslabel aus der Inline-Skate-Szene, heute als Berliner Rucksackmarke, die aus Textilabfällen der eigenen Branche neue Produkte entwickelt.
Ich kenne die beiden seit über 25 Jahren und habe gesehen, wie sie ihre ersten T-Shirts aus dem Kofferraum verkauft haben. Jetzt saßen wir zum ersten Mal gemeinsam im Podcast-Studio – und haben über die ganze Reise gesprochen.
Über die Gäste: Jochen Smuda (Marketing & Vertrieb) und Martin Fussenegger (Produktdesign & Produktion) sind die Gründer von Ucon Acrobatics. Die Marke ist seit 2022 B Corp zertifiziert und entwickelt Rucksäcke aus recycelten Textilien – mit dem Ziel geschlossener Kreisläufe in der Modeindustrie.
Host: Ben Harmanus
Kapitel in Episode 18:
(0:00:00) Intro
(0:01:22) Verkäufe aus dem Kofferraum
(0:07:55) Vom T-Shirt-Label zum Unternehmen
(0:11:21) Der Umzug nach Berlin
(0:14:04) Werbung: Abonniere jetzt die Values & Ventures Show
(0:20:04) Aufgabenverteilung der Gründer
(0:25:43) Der Wandel zur Rucksackfirma
(0:33:52) Fokus auf Materialinnovationen
(0:43:18) Was ist recyceltes PET?
(0:44:13) Wie die Kreislaufwirtschaft funktioniert
(0:52:50) Die Supplier finden
(0:57:36) Verstehen Kunden den Mehrwert?
(1:02:31) Ucons B Corp-Zertifizierung
(1:09:12) Ucons Marketing
(1:13:22) Diese Kennzahlen zählen
(1:17:42) B2B Marketing
(1:20:26) Reise in die Vergangenheit
(1:27:09) Reise in die Zukunft
(1:31:22) Werbung: Abonniere jetzt den Values & Ventures Newsletter
Links zu dieser Episode:
https://de.ucon-acrobatics.com
Jochen Smuda (LinkedIn): https://www.linkedin.com/in/jochen-smuda-11b23a13a/
Martin Fussenegger (LinkedIn): https://www.linkedin.com/in/martin-fussenegger/
Ucons B Corp-Zertifizierung: https://www.bcorporation.net/en-us/find-a-b-corp/company/ucon-acrobatics/
Ucon Instagram: https://www.instagram.com/ucon_acrobatics
Eine kleine Bitte: Damit ich für dich die inspirierendsten und smartesten Menschen interviewen kann, gib der Show im Plattform-Algorithmus mit deinem Abo, 5 Sternen oder einem Like einen Boost! Danke!
Values & Ventures:
⧓ Values & Ventures Blog: https://7pxl.de/y-values-and-ventures/
⧓ Values & Ventures Newsletter: https://7pxl.de/vav-newsletter/
⧓ Meine Liste mit Alternativen zu US-Tools: https://7pxl.de/y-vav-meine-tools/
⧓ Folge Ben auf LinkedIn: https://7pxl.de/y-vav-ben-harmanus-linkedin/
⧓ Das Content Design Buch von Ben Harmanus: https://7pxl.de/y-vav-content-design-buch/
Values & Ventures mit Ben Harmanus wird produziert von Spreedia: https://7pxl.de/y-vav-spreedia/
Transkript anzeigen
00:00:00: Deshalb verdrehten wir den Grundsatz, dass jede Industrie für ein eigener Müll verantwortlich sein muss.
00:00:04: Die Getränkeindustrie für ihre Plastikflaschen und die Textilindustrie für ihren Faschenmüll.
00:00:08: was mich besonders stolz macht das inzwischen unsere Tier eins und tier zwei Supplier.
00:00:13: die schlagen inzwischen des Textile Recycling wiederum ihren Kunden auch vor.
00:00:18: Auch unser Website schreiben wir auch andere Brand bitte kopiert uns.
00:00:21: Wir wollen, dass sich das Verfahren etabliert so dass die Modeindustrie von diesem riesigen Müllwerk runterkommt.
00:00:27: gibt
00:00:27: halt dieses wahnsinnige Probleme mit Müllbergen, die verbrannt werden.
00:00:30: und ja das ist unser Müll.
00:00:32: Und wir müssen halt eine Lösung finden.
00:00:34: jede Produktion war nachhaltiger.
00:00:35: Jede war noch nachhaltig.
00:00:37: Wir sind halt rein in so ne Phase so stark Marketing getrieben.
00:00:40: jeder ist quasi auch so ein bisschen veräppelt worden und Greenwashing hier da.
00:00:43: Und natürlich ist es jetzt umso schwieriger durchzukommen dass der bewusste Entscheidung Wir wollen unabhängig sein.
00:00:50: Wenn wir Investoren drin gehabt hätten, wären wahrscheinlich einige Entscheidungen anders getroffen worden aber auch Entscheidungen oder Themen die wir halt leidenschaftlich vorangebracht haben.
00:01:00: Es wäre natürlich schön zu sehen dass in Rucksack tatsächlich nach der Nutzung mal auch ein Rücknahmesystem geht und die Kreislaufwirtschaft wahr wird.
00:01:08: In Europa sind wir noch nicht so weit.
00:01:09: Wir haben diese Rücknahmessysteme noch nicht Die Sortieranlagen noch nicht Und die Recycleranlagen haben wir auch nicht.
00:01:15: Das ist auf jeden Fall was wo Europa sich noch bewegen
00:01:18: muss.
00:01:22: Hi Jochen Smuder, hi Martin Fusenegger.
00:01:24: Schön dass ihr heute in der Values Adventures Show seid!
00:01:26: Hallo vielen Dank für
00:01:28: die Einladung!
00:01:30: Jochen und Martin Ihr seid die Co-Founder von Yukon Acrobatics Und wir alle kennen uns ja schon seit ca.
00:01:36: twenty fünf Jahren und damit meine ich nicht nur wir drei hier am Tisch sondern wir haben noch unseren Filmer und Kater Alexander Schneider und dann haben wir auch noch von euch jetzt aus dem Team Mike Bayer hinten auf der Couch sitzen, der uns hier gut achtet und auch über den Bildschirm-Monitor mitverfolgt.
00:01:53: Wir alle drei kommen aus der Skaterszene.
00:01:56: Wir haben entweder professionell geskated, wir haben in der Skateindustrie alle gearbeitet... ...wir haben Videos produziert, fotografiert oder Magazine herausgebrachte für geschriebenen oder auch Produkte entwickelt.
00:02:11: Und ihr beide habt, zwei Tausend neun eins, habt ihr das Bekleidungslabel Yukon Acrobatics?
00:02:16: ins Leben gerufen.
00:02:18: Und Jochen, ich ... würde dich bitten, nimm mal die Zuschauer mit.
00:02:23: Warum brauchte es damals Yukon?
00:02:25: Was hat euch gefehlt?
00:02:27: Wie du schon richtig sagst, genau das war ... zur Skatezeit haben wir das gegründet und zu der Zeit hatte irgendwie jeder von unseren Freunden auch ein ... Du hattest ja auch eins zum Beispiel!
00:02:39: Genau, und wir wollten halt einfach so unseren Beitrag leisten.
00:02:43: Das waren wirklich so die ... Do it yourself, Zeit.
00:02:46: Und wir wollten einfach unseren Beitrag leisten und hatten angefangen damals in der Garage wirklich T-Shirts zu drucken.
00:02:56: Das war noch wo?
00:02:57: Zu welcher Zeit?
00:02:59: In Wangen, genau, wo wir herkommen.
00:03:02: Die
00:03:03: Beide sah das Wagen im Allgäu.
00:03:04: Genau!
00:03:05: Dann haben die eingepackte Sachen und sind zu den Events und haben es aus dem Kofferraum rausgekauft.
00:03:10: So ging es dann.
00:03:11: Und das ist wörtlich gemeint?
00:03:13: Ja,
00:03:14: genau so gesehen!
00:03:15: Ihr habt's wirklich aus dem Kofferraum sozusagen gestartet ne?
00:03:18: Genau, Garage gedruckt am Anfang auch bei Martin noch T-Shirts gedruckte eingeparkt losgefahren und angefangen zu verkaufen.
00:03:29: und dann ist das langsam aus dieser Skateszene auch bisschen rausgewachsen mehr so ein bisschen Richtung Streetwear Label Dann vielleicht sogar auf sogar Richtungen Ja, Street by Fashion Label und hat sich dann so nach und nach ein bisschen auch rausentwickelt aus der Skateszene.
00:03:44: Aber da hat alles angefangen!
00:03:47: Ich finde es gab damals richtig viele Labels und ich möchte nochmal kurz auf den... wie ihr wolltet euren Beitrag leisten eingehen?
00:03:53: Weil ich glaube wenn man diese Szene nicht kennt oder die Extremsport-Szene nicht kenne, dann weiß man nicht wie das dort ist.
00:03:59: Es gibt ja total immer ein eigenes Ökosystem mit Marken was viele gar nicht wissen.
00:04:03: Total viel Sukkultur, superviele eigene Marken.
00:04:06: In der Szene möchte man das ja auch.
00:04:08: Also, es werden ganz andere Marken getragen als vielleicht die bekannten Marken, die außerhalb von so einer Szene bekannt sind?
00:04:14: Und dann auch gerne von den Vorbildern oder von den Industrie-Lorchen, die Teil des Szenes sind und dazu habt ihr eben sehr stark gehört.
00:04:21: Und Martin vielleicht einfach mal ... Ich find, Yukon war nie einfach nur noch ein weiteres T-Shirt-Label, dass irgendwie auch nur einen T-shirt genommen hat, auch nur bedruckt hat und auf den Markt geworfen hat, sondern ich finde, ihr wart von Anfang an ein bisschen mehr!
00:04:35: Also mehr als das bedruckte T-Shirt.
00:04:36: Vielleicht wird's ja ein bisschen mal so bei den Ursprungsgedanken sprechen, was war an euren Produkten vielleicht auch von Anfang an ein bisschen anders?
00:04:44: Ja also ich weiß doch genau, dass wir im Sommer zweitausend als Jochen irgendwann zu mir auf die Terrasse kam und gesagt hat hey!
00:04:52: Ich brauche jetzt auch ein T-Shirt.
00:04:53: Wir müssen irgendwas machen!
00:04:54: Kannst du mir nicht irgendwie Logo designen?
00:04:57: Bist du sicher, dass du da auch noch einen Label hast?
00:05:00: Damals war das ja beim Inlineskaten wie mit ein bisschen später im Hip Hop überall Gab's Crews in jeder Stadt.
00:05:07: Das war halt in Stuttgart gab es irgendwie eine Crew in Frankfurt ihr hattet euer Label Hamburg und so weiter.
00:05:13: Es war so... Und dann irgendwie am Wochenende kamen zusammen in irgendeiner deutschen Großstadt und hat sich getroffen für Gate-Event, da gab es dann irgendwie eine Competition.
00:05:24: Und die Crews haben halt mit ihren eigenen Labels repräsentiert und wir wollten halt was möglichst cooles Autentisches haben, was das damals in der Skateszene noch nicht so gab.
00:05:37: Ich habe damals, ich hab jetzt sechzehn mal ein erstes Grindwax-Label gegründet und hab da schon bisschen Erfahrung gesammelt gehabt und deshalb hatte Jochen mich wahrscheinlich angesprochen.
00:05:48: Wir können doch da bestimmt irgendwie was finden, was irgendwie noch cooler ist als die Brands die es jetzt schon gibt.
00:05:55: Und ja dann sind wir so, haben uns regelmäßig getroffen und haben so Designs ausgearbeitet, haben auch von anderen Brands inspirieren lassen außerhalb vom Inline Skaten und haben da eine erste Kollektion auf die Beine gestellt.
00:06:07: Am Anfang war das wirklich so... Jeder hat tausendfünfund Euro in Top geworfen und mit dem Geld haben wir so die ersten, damals haben wir wirklich nur so Fruit of the Loom Tee hat es bedruckt.
00:06:17: Das war einfach relativ basic.
00:06:20: Und das hat sich dann wirklich schneller auch durch Jochen's Popularität als Gator.
00:06:26: Hat sie das relativ gut verkauft?
00:06:29: Dann haben wir natürlich über die nächste Schritte nachgedacht.
00:06:31: da ging es schon los.
00:06:32: okay T-Shirt soll es nicht bleiben.
00:06:35: Da gab's ein Sweatshirt noch und dann haben wir angefangen, okay wie könnte man den Hosen machen so?
00:06:39: Dann haben wir irgendwie bei einer lokalen Näherin, da haben wir dann zum Beispiel eine kurze Jeans noch anfertigen lassen, haben aber gemacht die können wir jetzt da nicht herstellen, die kann vielleicht einen nähen.
00:06:51: Und dann haben über Skatekontakte dann Nähereien in Polen gefunden und da hat eigentlich das Ganze angefangen dass wir uns auch mit Produktion beschäftigt haben.
00:07:02: Das heißt, am Anfang war es auch eher das, was viele so gemacht haben.
00:07:05: Wobei ich schon sagen muss, ich fand eure Designs damals besser als vom Rest der Welt.
00:07:10: Gleichzeitig muss ich auch sagen den Punkt, den ihr eingebracht habt ist ... Ihr habt immer nach draußen geguckt außerhalb des Geld-Szenar.
00:07:18: Was sind die Trends?
00:07:19: Was sind gute Designs?
00:07:20: Wo geht vielleicht auch dem Modemarkt hin?
00:07:23: Während viele innerhalb der Szene sich gegenseitig nur inspiriert haben und hat gesehen, Designs und Trends gingen ein bisschen im Kreis neue Sachen reingebracht wurden, was ich irgendwie auch ganz cool fand von euch.
00:07:35: Bisschen die Fashion innerhalb der Branche voranzutreiben.
00:07:39: Das heißt ihr habt dann angefangen, ihr hattet Shirts und Hosen.
00:07:42: Irgendwann war ja alles mögliche von Yukandana.
00:07:44: Dann gab es halt Jacken, Regenjacken Bauchtaschen kleinere Taschen Unterhosen Also wirklich assiswas Alles Mögliche volle Bandbreite Bis es dann ... Wann war das ungefähr?
00:07:57: dass ihr gemerkt habt, wir sind jetzt nicht mehr so ein T-Shirt Label sondern wir sind ein Unternehmen.
00:08:02: Es ging halt relativ schnell voran irgendwie das war irgendwie klar.
00:08:06: dann wir sind dann schnell raus aus diesem okay man verkauft es jetzt irgendwie nur auf dem Event und waren die ersten Shopstars und dann kam irgendwie auch außerhalb so bisschen das Interesse und dann haben wir schon gesehen ok das wächst vielleicht auch so ein bisschen weiter raus und das war ja aber eigentlich nie der Plan, das war ja immer so okay wir wollten halt irgendwie wie Martin schon sagt so jeder hatte seine Crew und da ging es auch quasi alle identifizieren sich ein bisschen in der Crew.
00:08:31: Wir wollten halt auch so irgendwie ein cooles ein kleines Crew-Label machen.
00:08:35: aber dann wird's halt immer mehr und klar wir haben uns immer schon orientiert halt auch an anderen Brands, anderen Sportarten, anderen Szenen eigentlich immer schon irgendwie rausgeguckt Ja, war es glaube ich schon wie du sagst so ein bisschen halt auch anders immer noch mal so bisschen der anderen Input.
00:08:52: Wie so halt was man in unserer Bubble so gesehen und gefunden hat zu der Zeit wo wir auch auf den Messen waren in Amerika so ASA und wo die das war glaubst du so?
00:09:03: Achtundneunzig oder so, siebenundneinzig.
00:09:05: Achtunneunzig schon so die Inspiration.
00:09:06: Die Inspiration ja, wo dann gerade so... Allergy und die ganzen Labels, Echo.
00:09:11: Dann kam Fubo diese ganze ... Also, ja.
00:09:14: Und dann war halt klar ... Wir waren auch
00:09:16: Marken eigentlich aus Subkulturen?
00:09:17: Ja absolut!
00:09:18: Und dann wollten wir halt auf so irgendwie das irgendwie reinbringen halt auch in's mehr oder weniger ins Inline Skaten oder so in unsere Bubble.
00:09:25: Und deshalb kam auch ganz schnell dann Hosen und alles Mögliche hier Jacken und dann hat sich das eigentlich relativ schnell.
00:09:33: irgendwie ist es mehr geworden, weil wir das halt irgendwie einfach machen wollten.
00:09:37: Weil die anderen Labels sagen okay wenn die das können dann können wir das irgendwie und... Das war ja am Anfang total krass wie die Produktion in Polen noch irgendwie da die ganze Zeit bei den Produzenten auch übernachtet.
00:09:47: Ey was war Wahnsinn der Anfang!
00:09:48: Und trotzdem jetzt haben wir gerade nochmal ein bisschen geguckt die alten Lookbooks.
00:09:53: Total krass was wir da eigentlich auch schon gemacht haben zu vorne vor fünfundzwanzig Jahren schon.
00:09:59: Ja also wir haben die look uns hier gerade eben angeguckt, weil das Office von Yukon Acrobats direkt neben dem Studio hier ist.
00:10:07: Ich glaube woran ich gerade denken muss und was ich irgendwie witzig finde, ist dass, was man damals oder was man in der Skateszene macht aber auch schon vor twenty-fünf Jahren der Skatezene gemacht hat eigentlich heute total... erst überall ankommt, nämlich dass du deine eigenen Influencer hast.
00:10:21: Also als Skater warst Du halt schon dein eigenes Marketing.
00:10:24: also warst ja schon der Ambassador für Deine Brand und hast über Deine Sichtbarkeit auf Events in Videos und Skatevideos und YouTube
00:10:34: die Marke beworben.
00:10:35: und heute suchen die Leute nach Creators, die das praktisch machen oder Bauen auch Personal Brands auf, aber eigentlich war jeder im Skaten ein Personal Brand.
00:10:43: Schon immer das Garte irgendwie so zum Job und vielleicht für die Leute zur Einordnung.
00:10:48: Jochen du warst ja auch ... Du warst Deutschermeister?
00:10:52: Mhm.
00:10:53: Ich hab dich zum ersten Mal gesehen im Fernsehen in Paris-Bessie.
00:10:58: da bist du glaub ich dann keiner wusste wer du bist.
00:11:00: Auf einmal war ein Deutscher mitten unter diesen ganzen internationalen Skatern und irgendwann stand so ein Stuttgart neben mir bei der deutschen Meisterschaft oder bei einer Ausscheidung.
00:11:07: Ach, der aus dem Fernsehen.
00:11:08: Der ist ein Smuder!
00:11:09: Das irgendwie so funktionierte das dann?
00:11:13: Und klar, dadurch warst du natürlich gleich das Aushängeschild und man hat natürlich so viel Connections zu den Vertrieben, dass dann die Marke gewachsen ist.
00:11:21: Warum seid ihr irgendwann nach Berlin gekommen?
00:11:25: Das war dann um... ...zwei-tausend acht?
00:11:27: Das hätte ich glaube ich noch bei sieben.
00:11:28: Zwei-tausend sieben sogar schon.
00:11:30: Ja genau, also wir haben mehr beide studiert.
00:11:32: Jochen Freiburg ich in Karlsruhe und Zürich.
00:11:35: Ich habe Produkte sein und Grafiche sein studiert, Jochen Sportwissenschaften.
00:11:39: Und dann wollten wir natürlich nicht mehr in Süddeutschland bleiben.
00:11:42: Wir haben gedacht wo kann sich das Label gut entwickeln?
00:11:44: Und da haben wir überlegt München oder Berlin.
00:11:47: aber irgendwie war es dann relativ schnell klar dass Berlin irgendwie Das ist, wo wir sein wollen.
00:11:53: Es sind auch sehr viele aus Inhaltsketz-Szene nach Berlin gezogen.
00:11:57: also da gab es wirklich eine große Community und du unter anderem bist ja auch nach Berlin gezwungen.
00:12:00: Du hast mich
00:12:04: schon gut bearbeitet.
00:12:08: Echt?
00:12:08: Komm mal nach Berlin, komm mal nach Berlin!
00:12:09: Und Alex war hier, jetzt waren so viel Leute hier dass man dann einfach auch ... Ich kam her und hatte ein Riesenfreundeskreis Auch eine Couch zum Crashen, also wenn ihr mich noch dran erinnert.
00:12:23: Da bin ich auch mal bei dir, Martin.
00:12:24: Weil das kann aus sein!
00:12:26: Bei mir haben viele Leute mal übergenachtelt.
00:12:30: Der Alex ist jetzt hier für die Technik zuständig und hat diese zwei ehemaligen Gewerbe.
00:12:38: Wo wir gerade befinden war ein Kuhstall und nebenan, wo wir unsere Büro haben, war auch ein ehemalsiger Kuh-Stall Und die haben wir dann ja über einen Jahr lang renoviert.
00:12:49: Deshalb haben wir auch ein sehr enges Verhältnis hier zueinander.
00:12:52: Und ich würde sagen, unser Office war schon immer so eine Anlaufstelle für Inlineskater in Berlin.
00:12:57: in der Anfangszeit zu tun ist ja ... Der Community-Gedanken war schon sehr, sehr eng!
00:13:03: Und allerdings, Berlin hat damals ja einen unglaublichen Eindruck auf uns gehabt.
00:13:08: Also hier war im Friedrichsseiten befinden wir uns gerade und da hats Dutzende Labels gehabt also im Modebereich.
00:13:15: Die haben wir auch regelmäßig auf Verkaufsveranstaltung und Messen getroffen und haben jetzt halt ausgetauscht mit denen und gegenseitig beeinflusst.
00:13:23: Das kann man schon sagen dass das die richtige Entscheidung gewesen ist nach Berlin zu gehen.
00:13:28: in zwei tausend sieben würde ich mal sagen.
00:13:32: Und die Mieten waren ja auch damals wirklich noch sensationell ...
00:13:38: Der Weib war schon anders.
00:13:39: Jeder hat
00:13:39: ein Projekt am Laufen gehabt, das
00:13:41: war echt eine coole Zeit.
00:13:44: Für uns war es auch cool, so das Label zu entwickeln weil der kennt den und er hat wieder da einen Kontakt, Freunde irgendwie und ist ja immer noch mit vielen in Kontakt.
00:13:53: Das war ne gute Zeit um das Labeln weiter aufzubauen.
00:13:57: Super
00:13:57: viel Inspiration!
00:13:58: Es ist auch ein Ort wo sieben Tage die Woche ... Leben war oder auch immer noch.
00:14:04: Eine Bitte, schau kurz nach ob du Values Adventures abonniert hast.
00:14:08: Ich hab die Ambition für dich Die herausragendsten Menschen zu Unternehmertum Nachhaltigkeit Digitale Souveränität Diversität und Persönlichkeitsentwicklung zu interviewen.
00:14:16: Damit mir das gelingt muss die Show wachsen.
00:14:18: Mir zur Helfen kostet ich so gut wie nichts.
00:14:20: Tu mir nur diesen Eingefallen Und folge der Show auf Spotify YouTube Oder Apple Podcasts Und wir beide gewinnen Danke.
00:14:26: und jetzt geht es weiter mit der show.
00:14:27: Ihr habt jetzt schon ... ihr habt dieses Jahr ein twenty-jähriges
00:14:30: Bestehen.
00:14:30: Februar war es, war's schon.
00:14:32: Also ich mein das ist das ja?
00:14:33: Nehmen wir es mal so!
00:14:35: Vielleicht auch ein guter Moment um in einem Podcast zu sein.
00:14:38: Ja klar.
00:14:38: Da machte euch ja rahr, versucht zu recherchieren und hab einfach nichts gefunden.
00:14:44: Deswegen fühlte mich auch ein bisschen geärbt dass sie zumindest hier zu Welles & Ventures kommt.
00:14:48: Um...fünfundzwanzig Jahre war sich daran echt krass finde.
00:14:52: also wenn ich mit Leuten aus der Gründe Szene spreche würde niemand sagen, es ist eine total gute Idee mit einem sehr guten Freund in der Marke zu gründen.
00:15:01: Die meisten sagen, er überlegt dir das wirklich gut und willst du mit deiner Partnerin deinem Partner?
00:15:05: Mit dem guten Freund willst du das wirklich
00:15:07: machen?".
00:15:08: Und ihr habt das jetzt aber für nur zwanzig Jahre lang geschafft und ihr seid ja seit der Schulzeit befreundet.
00:15:15: Wie kriegt ihr das hin?
00:15:16: Seit fünfzwanzig Jahren?
00:15:18: Das zu leiten, weil ich bin sicher... Es gibt auch mal Reibung und man ist sich auch mal uneinig.
00:15:21: Aber wie schafft ihr das?
00:15:22: Wie ergänzt die euch mit euren Stärken und Schwächen?
00:15:25: dass ihr das bis jetzt hinbekommen habt.
00:15:30: Ich weiß nicht, gibt es keinen... Also kann halt klappen, kann auch nicht klappen.
00:15:34: Ja ich weiß nicht ob es da irgendwie so ein Geheimrezept gibt?
00:15:38: Ich glaube wir haben halt irgendwie Wertekatalog alles ist halt irgendwie ähnlich und für uns war immer so Produkt muss passen und einfach dieser Produktfokus und Product First das war einfach so der haben wir uns immer gut einigen können.
00:15:53: ja er hat gehalten und dann klar wir haben ja auch irgendwie keine Ahnung, hoch und runter.
00:15:57: Und klar in den fünfundzwanzig Jahren passiert natürlich auch einiges aber hat immer ... Das kamen wir immer wieder auf einen Nenner und immer wieder ... Ich
00:16:06: glaub schon langfristigen Plan kann man sich da wirklich nicht machen.
00:16:08: Wir denken eigentlich immer nur von über nächste Kollektion und haben halt die nächste Vision an der wir arbeiten, die wir realisieren wollen.
00:16:17: Also es ist immer so wie gehen dann immer als freuen wir uns dann jetzt kommt das und das Produkt raus oder entwickeln dann wird das nächste Produkt Immer so wieder eine Begeisterung für das nächste Arbeiten eines tollen Produkts.
00:16:31: Das kann man schon so sagen,
00:16:33: ja?
00:16:33: Martin würdest du sagen, dass ein Vorteil ist ... Jochen hat gesagt, ihr habt beide den gleichen Produktanspruch.
00:16:40: Ihr habt das gleiche Wertebild ungefähr, was euch wichtig ist auch bei einer Marke.
00:16:45: Aber ansonsten liegt es vielleicht daran, ihr seid auch unterschiedliche Typen trotzdem.
00:16:50: Ich glaub, man kann gar nicht unterschiedlicher sein.
00:16:53: also wir sind von der Ausrichtung.
00:16:55: unglaublich, haben ganz andere Backgrounds.
00:16:58: Und ich glaube deshalb, weil wir so verschieden sind, das hilft wahrscheinlich auch der Marke.
00:17:05: wenn wir jetzt beide sagen mal irgendwie uns im Grafikdesign-Studium kennengelernt hätten und da wäre es vielleicht gar nicht so gut gegangen ne?
00:17:11: Wir sind ja da reingewachsen in so ein...wir wollten einfach diese Brand machen weißt du und coole Produkte machen wie Martin sagt ist nur so.
00:17:20: Jetzt kommt auch die Kollabe und das und wir sind halt sehr Product Focus.
00:17:24: Aber wir sind jetzt nicht so, hey!
00:17:25: Wir sind jetzt dieses Start-up und wir müssen dann in einem Jahr so und an das und dann kommen die Investoren rein und bleiben.
00:17:33: Wir sind halt null so eine Brand da, wir sind irgendwie über die ganzen Jahre, ich würde sagen, die Freude am Produkt und an der Brand machen.
00:17:40: Das ist es jetzt nicht, dass wir zuhauen, wir müssen den Exit schaffen oder irgendwie das und das.
00:17:44: Das sind eigentlich gar keine... Diskussion, keine Ziele.
00:17:49: So bei uns ist halt einfach so diese.
00:17:51: wir wollen coole Brand und gute Produkte machen Und ich glaube das beweist ja vielleicht auch die fünfundzwanzig Jahre jetzt.
00:17:56: Wir sind einfach so anders vom Setting glaub ich von
00:18:01: Wenn extern viel Kapital reinkommt an großer Druck entsteht harte Entscheidung zu treffen, kann natürlich schon auch Druck ausüben und kann natürlich auch so ein Founder-Verhältnis sehr herausfordern.
00:18:11: Ich glaube
00:18:12: ja also es ist nicht so dass es die Diskussion nie gab aber wir wollten das auch nie!
00:18:16: Also wir sagen ja auch hey twenty five years independent so weil wir das ja auch das sind bewusste Entscheidungen Wir wollen unabhängig sein und wir wollen jetzt also kommen vielleicht nachher auch noch zu dieser Geschichte mit Textile Recycling und alles... umsetzen und machen.
00:18:31: Und wir wollen ja nicht Leute drin haben, die dann sagen hey aber jetzt ist in dem Quartal und jetzt müssen wir hier und hier mal gucken und so wollten wir halt nie.
00:18:39: also wir wollten ja immer so die Brand dahin bringen wo wir halt sagen hey da wollen wir halt hin und da wollen mit einem Produkt hin, der Brand hin das sind ein bisschen die CIDer Brand auch würde ich sagen und nicht so wie.
00:18:53: wir müssen jetzt irgendwie unbedingt die Marsche und den Umsetzen.
00:18:56: und klar es ist wichtig Es ist keine Frage,
00:19:01: aber
00:19:01: es wird zu uns genau.
00:19:02: Aber es ist halt nicht so der absolute Nummer eins Anspruch.
00:19:05: Also das
00:19:06: ist nicht zum Beispiel den Growth oder so?
00:19:10: Ist da auch immer schön zu hammen und wir hatten ja auch mal Phasen wo das mal wieder irgendwie fliegt und denkst oh ja cool dann klar freut das ein und ist das super!
00:19:20: ultimative Ziel.
00:19:21: Wir müssen es halt trotzdem irgendwie, das Produkt muss halt einfach immer passen und wir machen da auch nicht alle Kollaborationen und machen uns halt immer in unserem Rahmen so den wie halt definieren soll es passen.
00:19:32: Und ich glaube deshalb hat's jetzt all die Jahre auf so... oder hält's so lang?
00:19:38: Ja, glaubst
00:19:39: du ja auch!
00:19:39: All die Jahre jetzt, also vor dem Jahrzehnten ohne Investoren geschafft.
00:19:43: und ich denke Wahrscheinlich, wenn wir Investoren drin gehabt hätten, wären wahrscheinlich einige Entscheidungen anders getroffen worden.
00:19:51: Aber auch Entscheidungen oder Themen die wir halt leidenschaftlich vorangebracht haben, die werden dann wahrscheinlich nicht so umsetzen können, jetzt Rückblicken betrachtet.
00:20:02: Martin, vielleicht kannst du für uns ja in diesem Moment mal ganz kurz aufschlüsseln was ist eigentlich deiner Aufgabe im Unternehmen?
00:20:08: und vielleicht Jochen, was ist deine Aufgabe im Unternehmen?
00:20:11: Und vielleicht klärt sich darüber ja ganz gut ... Warum ist es so gut funktioniert, dass ihr zusammenarbeitet?
00:20:16: Habt ihr über die zwanzig Jahre diese Aufgabenverteilung immer so beibehalten.
00:20:20: Gib uns einen Einblick, Martin.
00:20:23: Ich bin der Mann im Hintergrund und Jochen für die Showbühne.
00:20:26: Das war auch der Grund, warum er mich noch nie in einem Podcast gesehen hat.
00:20:30: Ähm ... ich bin für Produktdesign zuständig, wobei wir natürlich die Produktentwicklungen auch zusammenmachen.
00:20:36: Da wird gemeinsam gebrainstormed.
00:20:38: Jochen ist ein wahnsinniger kreativer Input Und dann arbeiten wir quasi über Wochen, Monate daran das Produkt quasi zur Produktionsreife zu bringen.
00:20:49: Ich mache die Ausarbeitung für die Fabriken und bin aber auch oft in China vor Ort.
00:20:55: Wir haben das noch nicht mal ausgerechnet.
00:20:56: In den letzten zehn Jahren war ich glaube ich über fünfhundert Tage in China oder in Asien in den Fabriksen unterwegs habe mich dort mit der Produktentwicklung Auseinandergesetzt mit denen habe geschaut, dass die Fertigung dort auf professionellem Niveau abläuft und zum Beispiel auch die Mitarbeiter dort quasi gut entlohnt werden.
00:21:23: Und dass die Arbeitsbedingungen gut sind vor Ort.
00:21:26: Also ich habe sozusagen unsere komplette Supply Chain besucht und kenne eigentlich die Leute, die dort verantwortlich sind.
00:21:34: Ich mache eigentlich dann mehr Marketing und Sales.
00:21:37: Also so war eigentlich... Deshalb funktioniert es vielleicht auch so gut, weil wir schon sehr unterschiedliche... Klar, jeder ist halt so ein bisschen für was anderes verantwortlich.
00:21:46: Genau!
00:21:47: Und ich war dann halt viel auf den Messen unterwegs und so probiert halt irgendwie die Sales anzutreiben und das Marketing.
00:21:54: Das ergänzt sich gut und hat sich über die Jahre also... Das hat sich eigentlich auch nie jetzt drastisch verändert würde ich sagen.
00:22:02: Wie Martin sagt so, ich bin auch dabei beim Input zu für die Sachen.
00:22:06: Aber klar Supply Chain Produktion Vorbereitung alles auf Martins Seite und nicht mehr so Sales und Marketing.
00:22:16: Ich kenne Jochen jetzt ja auch schon ein paar Jahre Und ich weiß dass Jochen wirklich ein kreativer Kopf ist der auch überall ist Alles aufsaugt und dann noch vielleicht einfach an dich weiter gibt wie Kanalisierst du das?
00:22:25: Wie kommt?
00:22:26: wird daraus vielleicht ein fertiges Produkt am Ende?
00:22:28: Es ist so deine Aufgabe die du dann hast.
00:22:30: Jochen sprüht nur über Vor-Ideen.
00:22:32: Man muss Ideen quasi mal zu Papier bringen, mal Einordnenden darüber reden und ein paar Wochen liegen lassen.
00:22:40: Und man muss eigentlich sagen wir haben mehrere Dutzend Ideen ständig parallel am Weiterentwickeln und aus manchen Ideen wird was!
00:22:49: aus anderen wiederum nicht.
00:22:50: Und das hängt natürlich auch, also wir sind zu dritt und scheiden zu dritte und meistens ist es dann oft so eine Mehrheitsentscheidung wenn zwei das richtig am beste Fall finden alle drei das super!
00:22:58: Und dann kann's auch ganz schnell gehen mit der Umsetzung.
00:23:01: Klar die Erfahrung zeigt halt auch es ist trotzdem wahnsinnig schwer dann halt aus diesen vielen Ideen halt das rauszufiltern was das dann halt auch wirklich ist und was der Mark gerade will.
00:23:12: weil wir haben ja auch schon total oft Sachen entwickelt die halt Ja, quasi für die Mülltollein.
00:23:22: Die interessiert dann halt niemand und klar irgendwie vielleicht vor uns ist das dann so, ach ja finden das schon gut?
00:23:29: Und wollen es unbedingt machen.
00:23:31: oder ich bin auch jemand der sagt ja das muss jetzt um ihn und so.
00:23:33: aber ob das dann halt immer so Das Beste ist Die Erfahrung sagt uns eigentlich eher nicht.
00:23:40: also man muss es wie Martin sagt man lässt ein bisschen liegen Man guckt nochmal wir haben halt so viele Ideen immer die parallel laufen und dann Man trifft man halt manche Sachen und manche trifft nicht.
00:23:52: Aber auch manchmal ist es dann auch traurig, wenn wir die Ideen ausbremst.
00:23:57: Jochen hat bestimmt vor vier Jahren unbedingt wollte diese Moonback machen, die jetzt gerade einfach jeder hat.
00:24:04: Aber damals gab's die so in dem ... Das hatten ganz wenige Marken oder die Idee.
00:24:09: Dann haben wir das mal liegen lassen Zeitpunkt verpasst, wo es dann wirklich zum Trend geworden ist.
00:24:15: Wir hätten das Thema wieder früher aufgreifen sollen haben aber irgendwie andere Produkte bevorzugt passiert dann halt leider auch mal so was.
00:24:22: Man denkt oft an dass es wichtig ist, dass Personen mit denen man arbeitet zu sind wie man selbst und das ist aber gar nicht immer richtig.
00:24:30: also ich bräuchte nicht noch einen zweiten Ben sondern es wäre für mich ein eher negativ wenn ich mit mir selbst arbeiten müsste, sondern es ist schon gut wenn man sich auch gegenseitig ergänzt und verschiedene Stärken einbringen kann.
00:24:41: Ich
00:24:41: denke das ist sogar super wichtig.
00:24:43: also wenn du halt immer so den Ja sage oder den gleichen neben dir hast dann passiert natürlich auch nichts weil dann könntest du wie du sagst du könntest es quasi allein machen Klar, es muss diese Reibung geben oder halt das muss irgendwie was ... Das ist Ping-Pong hin und hergegeben.
00:24:59: So ah ja nee, aber beim letzten Mal war das irgendwie nicht gut.
00:25:02: Und jetzt wieder ... Also man arbeitet sich ja hin zu so einem, meinen klar wie die sagen wir mal die richtig guten Produkte, die entstehen ja also ja das kannst du nicht einfach Ja jetzt machen wir den nächsten Topsell, das funktioniert ja nicht.
00:25:21: Das Timing ist super wichtig, was du ja gerade auch schon gesagt hast.
00:25:25: Und dann war das irgendwie mal zu früh, zu spät und es sind ganz viele Punkte die da wichtig sind.
00:25:30: und klar lieb man hat uns halt auf zwei Seiten und der sagt dann wieder ah nee so und dann einig man sich wieder und dann stimmt's ja auch oft und wenn das zugleich wäre dann glaube ich klappt das nicht.
00:25:43: Wie war das mit der Entscheidung dass ihr dass ihr sozusagen euch löst von der großen Produktpalette, der Kleidung und vielen Assessoires hin zu einer Rucksackfirma.
00:25:55: Zum einen glaube ich gab es ja auch durchaus ein Struggle damit so eine Bekleidungsfirma zu sein also auch... Ich denke war da seid ihr auch glaube ich durch ne Phase gegangen die schwierig waren.
00:26:04: Martin vielleicht willst du ganz kurz schildern was die Herausforderung war als Kleidungslabel?
00:26:08: Und wie ist dann?
00:26:08: dazu kam das?
00:26:09: ihr gesagt habt okay wir machen ab jetzt nur noch Rucksäcke.
00:26:12: Also es war natürlich auch herausfordernd, so ein Begleitungslabel zu machen.
00:26:15: Es ist schon eine ordentliche Aufgabe.
00:26:17: also wir hatten brusselsaugt ungefähr eine hundertfünfzigteilige Kollektion und da müssen quasi für jedes Oberteil Hose
00:26:26: usw.,
00:26:26: da müssen Quasi Stoffe organisiert werden die teilweise auch bedruckt sind in der richtigen Farbe eingefärbt werden.
00:26:32: dann müssen Für alle Größengradierungen erstellt werden also die dann für Männer und Frauen passen.
00:26:38: das heißt du musst dich wirklich in jedes Produkt dann wieder Klar, es kommt dann wahrscheinlich eine Saison später nochmal vielleicht ähnlich oder so.
00:26:45: Aber es ist eine unglaubliche Aufgabe und du musst halt jedes Mal wieder ne sehr überzeugende Kollektion rausbringen die auch vor den großen Konzernen sich sehen lassen kann weil du musst ja jedes mal auf der Messe präsentieren Und da stehst du halt im Bettbewerb.
00:27:04: D.h.,
00:27:04: du musst wirklich cooles Zeug machen!
00:27:06: Das hat uns dann halt wirklich sehr viel Energie gekostet, jedes Mal die Kollektion auf die Beine zu stellen.
00:27:12: Wir haben vorher gerade eben zusammen noch mal die Lookbooks angeschaut.
00:27:15: Also unsere Kollektionen von zwei Tausend Fünfzehntausend Sechzehn haben wir gedacht so wow, die könntest der heute immer noch rausbringen und das wäre nicht immer noch cool.
00:27:22: also... Da müssen wir echt sagen, wir hatten es dann echt raus.
00:27:27: aber
00:27:29: Wir hatten dann schlussendlich von ungefähr hundertfünfzig Teilen, hatten wir dann noch vielleicht dreißig, fünfunddreißig in Produktion geben können.
00:27:36: Und die anderen haben wir eigentlich dann quasi für die Tonne entwickelt.
00:27:40: Das war halt dann sehr unbefriedigend über ... Wenn man das mal so drei, vier Saisons hintereinander macht, dann denkt man sich Okay, warum machen wir das hier eigentlich noch?
00:27:50: Und wir hatten dann auch, ich glaube, im Jahr two-thousand dreizehn haben wir angefangen einige Accessoires zu entwickeln.
00:27:56: Also Taschen und Rucksäcke zu entwickeln.
00:27:59: Und da hat man halt gleich von Anhieb auf Anhiebt dann wirklich so richtig hohe Auflagen die wir bei den Bekleidungen überhaupt gar nicht hatten.
00:28:08: Dann haben wir überlegt okay also wenn er hier die Auflage haben und da haben wir nur fünf Pieces Bei der Bekleidung haben wir irgendwie Hundertfünfzig Teile und kriegen da wahrscheinlich insgesamt gerade mal die gleiche Menge zusammen wie bei den Taschenrucksäcken, dann warum lasst uns nicht einfach die Taschendrucksäcke nur machen?
00:28:29: Also es war übrigens der Vorschlag von Neuchen weil ich werde ja gar nicht auf die Idee kommen.
00:28:33: Ich war irgendwie viel zu tief drin in dem Textilentwicklung.
00:28:39: in der Begleitungsentwicklung.
00:28:40: Ich hab mir gedacht, wir hatten einfach zu viel zu verlieren, wenn wir das jetzt vielleicht aufgeben würden.
00:28:44: Aber da war Jochen weitsichtiger und hat es dann vorgeschlagen
00:28:48: ... Aber ich weiß noch her, zu der Zeit war's auch krass, weil es war grad so ... Also Martin hat das alles ... Wir hatten dann alles in Europa nachhaltig gesto- ... Wir haben sehr oft dieses Nachhaltigkeitsthema schon gesetzt, so zwei, vierzehn, fünfzehn war
00:29:01: das schon?
00:29:01: Mit den Taschen!
00:29:02: Nee, mit den Klamotten schon,
00:29:04: alles
00:29:04: Made in Europa.
00:29:05: Und irgendwie... aber es hat keinen Es war nicht mehr... Also, die Leute ist eigentlich auch interessant.
00:29:11: Die Leute haben damals dieses Verständnis noch nicht gehabt.
00:29:13: Das war dieses Thema Nachhaltigkeit, das war im Jahr einfach so ... Da waren die Händler zu uns, oh puh!
00:29:19: Kostet jetzt irgendwie zwanzig Euro?
00:29:20: Oh nee bitte nicht machen so...
00:29:22: Also der zwanzige Euro, der aufpreist du
00:29:24: den Item zuvor her?
00:29:26: Genau und er heißt jetzt irgendwie nachhaltig.
00:29:27: also was genau heißt es eigentlich?
00:29:29: und so ah hier produziert es jetzt da und da so.
00:29:31: aber es war null Verständniss eigentlich dafür dieses okay Made in Europa oder Made in Portugal.
00:29:37: Naja, es war halt super schwer.
00:29:39: Weil wir waren dann in so einer Phase und wir wollten das eigentlich schon super gut alles machen – die Produktion!
00:29:45: Aber die Leute waren nicht bereit den Preis mehr zu bezahlen weil dieses Thema einfach nicht da war.
00:29:51: Das war eine Nachhaltigkeit.
00:29:53: Und wirklich, wir waren auf Messen und die Händler teilweise haben zu uns gesagt hey uff, nee irgendwie interessiert hier gar niemand.
00:29:59: Mach mal lieber wieder zwanzig Euro günstiger.
00:30:01: Es war irgendwie so... Es war ein bisschen skurril und dann hatten wir aber klar, da ging es immer so ein bisschen weiter runter mit den Klamotten.
00:30:08: Und dann genau kamen die ersten Taschenrucksäcke und das war auf einmal so Puh!
00:30:12: Dann kam dieser minimalistische Look von den Kramotten, haben wir dann irgendwie probiert auf die Bags zu bringen und das ist ja für der Zeit auch total ... Ja, also kann man sich immer so ein bisschen schwer zurückversetzen.
00:30:23: Aber diese Rucksackbranche war auch komplett eingestaubt und es war halt irgendwie dieses Eastpac Jansport-Hörschel Thema.
00:30:31: Und dann war auf einmal das Clean und alles minimalistisch und auf einmal ging das schon echt super los.
00:30:37: und dann haben wir probiert paar Saisons das noch doppelt laufen zu lassen.
00:30:41: Dann machte irgendwie keinen Sinn.
00:30:44: Also dann war das natürliche Abkopplung Richtung Taschen und Rucksäcke.
00:30:50: Auf einmal waren wir dann... Also,
00:30:53: zwei so Gedanken ist das eine.
00:30:57: Ich habe dann wirklich angefangen eure Rucksäcke sehr viel zu sehen und hab erst gedacht es ist auch viel Bubble weil man sich irgendwo aufhält wo immer die gleiche Szene unterwegs ist.
00:31:05: oder in Berlin sieht man dann viele solche Taschen.
00:31:08: aber hab dann auch gemerkt wenn ich nicht mehr in Berlin bin dass ich die jungen Rucksägge immer noch sehe.
00:31:12: und das war ja dieses simpel und cleaner Design das dann aber auch Zumindest in meiner Wahrnehmung auch ganz viel kopiert wurde.
00:31:19: Das haben so viele Marken, auch die Brands, die dann so Eigenmarken in den Shops hatten, da haben dann angefangen eure sehr simplen Clean Rucksäcke, die man oben so auftritt oder zu klappt dieses Design zu kopieren.
00:31:33: das war schon beeindruckend dass ich irgendwann gefühlt hatte jetzt sehe ich diesen Typ Rucksack überall und euer Original auch.
00:31:39: Aber
00:31:39: es ist auch interessant, weil am Anfang das Feedback für uns war ja klar wir haben's dann irgendwie viel an Maker für die Messenger bei den Kurierfahrern gesehen so diese Roadtop-Geschichten aber es war halt eine Art von Rucksack die damals nicht wirklich präsent war.
00:31:53: also da war aufs Feedback immer so hell.
00:31:56: warum soll ich das jetzt rollen?
00:31:57: Und sie sag voll unpraktisch und so ahja kann ich das Volumen skalieren aber irgendwie... Es war super schwer am Anfang.
00:32:03: irgendwie hat es niemand so richtig verstanden.
00:32:06: Und das war ja auch nicht so, dass der Rucksack dann irgendwie kam ... Also klar, der Anklang war schon und die Leute fanden das irgendwie cool vom Look.
00:32:12: aber bis es dann wirklich irgendwie richtig losging, hat's schon eine Weile gedauert.
00:32:17: also es war nicht so gleich von Anfang an.
00:32:19: jetzt so bam!
00:32:21: Aber...ja, das hat sich dann halt zu nach und
00:32:24: nach... Wir haben hier unten so klein aufgeschnittenen Prototypen oder so stehen.
00:32:28: den werden wir gleich nochmal auf den Tisch holen wenn wir über die Nachhaltigkeit sprechen.
00:32:33: Ich glaube, was ganz interessant ist daran ... Niemand hat danach gefragt.
00:32:39: Aber ich glaub manchmal ist es so interessant wie der Markt sich entwickelt dadurch dass man einfach etwas rausbringt und dann die Nachfrage einfach entsteht obwohl vorher niemand gesagt hat ich hätte gern einen Rucksack den man oben aufmacht wo ich das Volumen so anpassen kann.
00:32:51: also gibt eine marktforschung hätte euch einfach nicht recht gegeben weil niemand danach gefragt hätte.
00:32:56: ja absolut
00:32:57: bis man einfach dann produkt raus bringt und die nachfrage entsteht weil die Leute eigentlich vorhin nicht wussten dass sie vielleicht gerne sowas
00:33:02: benutzen werden.
00:33:03: Ja, auf jeden Fall oder halt auch noch nicht so... Es ist ja auch sehr praktisch dass du irgendwie das Volumen natürlich skalieren kannst und es hat ja auch Vorteile.
00:33:11: klar kann man immer sagen, da sind natürlich Nachteile wie immer halt.
00:33:14: aber die Leute haben dann glaubt mehr und mehr verstanden ah das macht ja schon Sinn was sie da machen und klar dann ging's ja irgendwann.
00:33:22: dann irgendwann wie du sagst war der Broke Top halt überall aber am Anfang war das geblieben klar und hat dann auch einen hohen runter so klar über die jahre.
00:33:32: aber wo es dann so richtig los ging war schon cool weil es halt am anfang auch jetzt nicht so ein selbstläufer war wie du sagst.
00:33:41: also niemand hat gefragt, aber wir haben da halt schon sehr stark dran glaubt an die art von rucksack.
00:33:48: Also der ist neimalistische look und dieses volumen
00:33:52: Was hat das schon auch große Vorteile, so ein Rolltop?
00:33:55: Weil so einen Rucksack zu das Volumen zu ändern machst du normalerweise uns über Reisverschlüsse.
00:34:00: Dass du dann irgendwie was aufmachst und da wird das Volumengrösser.
00:34:04: Und bei dem Rolltop ist ebenso dass du den nach oben verlängern kannst und er bleibt trotzdem irgendwie Wasser abweisen oder Wasserdicht.
00:34:13: also du hast ja nicht das Problem, dass noch zusätzlich irgendwo etwas Wasser eintreten kann.
00:34:18: Das Konzept hat uns natürlich voll eingeleuchtet.
00:34:22: Das versuchen wir jetzt möglichst reduziert minimalistisch darzustellen.
00:34:27: Und durch diese Form des Minimalismus haben wir uns dann halt immer mehr auf die Materialien konzentriert und sind über die Jahre, kann man schon sagen zu so einem Art mit Materialspezialist geworden.
00:34:38: Hat euch bei diesem Rucksack-Design?
00:34:40: Weil ich hab das Gefühl dass dieser Rucksacks auch sehr urban beeinflusst das ist.
00:34:45: Das ist so ein City-Ding dieser Rucksack oder hat, also gerade wenn ihr sagt es ist ein Messengerding und ich habe das Gefühl, dass schon ein Stadtrucksack und eine Stadt wie Berlin kann euch dann einfach vielleicht auch dahingehend beeinflußt haben über dieses Design nachzudenken?
00:34:59: Also generell beeinflust würde ich sagen.
00:35:01: Also Berlin war ja immer ein starker Ein-.
00:35:04: also mein wir haben ja auch so einen total enge Connection zu den Artists oder wir machen ja auch ganz viele Artiskollaborationen immer ein Riesen-Input, würde ich mal sagen.
00:35:14: Berlin ist klar für... Man sieht ja auch, man muss ja nur mit offenen Augen hier durchgehen und sieht so viel Input.
00:35:21: aber klar es ist wie du sagst also wir sind ja auch sehr in der Stadt verankert und haben schon diesen Anspruch diese urbanen Mobilität auch irgendwie einfacher zu machen und den Kundinnen so den Alltag zu erleichtern.
00:35:37: sagen wir mal so auch wenn sie durch die Stadt navigieren.
00:35:40: Klar, der Haio war dann ein Beispiel.
00:35:43: Aber ich würde mal sagen dass sich das eigentlich auch durch die Kollektion oder eigentlich auch über die ganze Brand so zieht.
00:35:51: War es für euch schwer diese alte Identität Yukon Acrobatics, die so einen Bekleidungslabel ist?
00:35:56: War es schwer das loszulassen?
00:35:59: verliert man damit auch so eine Art Community oder vielleicht auch den Bezug zu Labels, mit dem man gearbeitet hat.
00:36:04: So einer Community zu der man eigentlich mal gehört hat.
00:36:06: War das für euch schwierig?
00:36:07: Oder war das Gefühl gar nicht da?
00:36:09: Ich glaube wir haben gar nicht so nachgedacht drüber weil es hat sich einfach so... Es war jetzt nicht so.
00:36:13: hey!
00:36:13: Wir stoppen jetzt und machen irgendwie so ein... Es hat sich so entwickelt und irgendwie klar ist es so ein bisschen schade.
00:36:20: oder wir sind ja immer noch auch verfolgen natürlich Textil, auch noch viel.
00:36:24: Oder witzigerweise schreiben uns auch total viele und sagen hey könnt ihr nicht mal wieder das und das?
00:36:30: und irgendwie
00:36:31: haben viele
00:36:32: Fans von den Klamotten muss man echt sagen also das schreiben uns wirklich
00:36:35: nach zehn Jahren?
00:36:37: Ja,
00:36:38: die er das jahr acht,
00:36:39: fünfzehn
00:36:40: Jahre sogar fast eigentlich.
00:36:41: Also wir haben eigentlich mit der Wolfen ja so zwölf oder ja wie auch immer jedenfalls schon weilschen her aber Schreiben echt immer noch viele.
00:36:49: Also dann die so, könnt ihr nicht mal nochmal dies erhört?
00:36:52: Und da und tra-la-la!
00:36:53: Und
00:36:54: denkt ihr manchmal drüber nach?
00:36:55: Wir hätten schon Bock glaubt aber es ist halt wahnsinnig kompetitiv.
00:37:03: auch muss man sagen was uns damals auch ein bisschen aus Martin schon gesagt hat dann hast du mehrere Größe und musst grad dir von XS zu XL und passt das nicht.
00:37:13: und Online Business wird natürlich schwieriger weil du hast immer irgendwie pass gerade nicht wahnsinnig viele Retouren.
00:37:18: Und das hat sich ja mit den Assists Wars eigentlich sehr stark verbessert.
00:37:22: dann, muss man sagen und es war auch die Richtung wo uns dann glaube ich so ein bisschen den Auftrieb gegeben hat.
00:37:29: Das waren halt irgendwie früher vierzig Prozent Retouern und dann einstellige Retourezahlen.
00:37:34: Es macht natürlich schon im Online-Geschäft viel aus...
00:37:40: Ihr seid im Online ihr seid aber auch ein Retail.
00:37:42: also ihr seid ja glaub ich schon immer sehr viel verschiedene Disportionswege gehabt.
00:37:46: Von ihr bietet selber über einen Online-Shop an, ihr seid online in den großen Zalando about you so was überall drin und die arbeitet aber auch viel mit kleinen Shops zusammen?
00:37:58: Genau eigentlich am allermeisten so über Vertriebsstruktur in anderen Ländern dass sie dann wieder in ihren Ländern quasi über Agenten weitergehen und selten paar Länder machen wir selber... Bist
00:38:09: du ja auch im Kopf wie viele Länder das sind, in denen erzeit?
00:38:11: Also, es war halt zu Peakzeit schon echt eine Zeit lang viel.
00:38:15: Also ich ... so, einundzwanzig im Jahr, zwanzig-einundzwanzig waren das so fast achthundert bis eintausend Stores oder so?
00:38:22: Okay!
00:38:23: Und dann klar sind mal Länder wieder weg und dann irgendwie kommt was dazu und dann klar...
00:38:27: Auch so in Nordamerika ...
00:38:29: Genau immer wieder probiert.
00:38:30: jetzt gerade auch jetzt haben wir grade den eigenen quasi einen Online Store mit eigenem Lager einmal in Amerika, einmal jetzt auch in Asien und probieren's jetzt irgendwie wieder.
00:38:39: also wir sind eigentlich Sehr klassisch raus über Vertriebstruktur sind da eigentlich BtoB.
00:38:46: Irgendwie hat sich das auch durch die ganzen Messen und hat es sich irgendwie ergeben, jetzt momentan sind wir gerade eher wieder so ein bisschen zurückholen selber machen.
00:38:53: Ein bisschen mehr BtoC-Fokus gerade weil man auch sagen muss dass halt Stores das wahnsinnig schwierig haben.
00:38:58: gerade die Situation ist wie sie ist und deshalb sind wir grade mehr wieder so probieren uns auf unsere eigenen Stärken wieder zu fokussieren Vertrieb selber in die Hand und eigenes Dorse, quasi eigenes Lager noch mal aufbauen.
00:39:13: In
00:39:13: den Ländern?
00:39:14: Ja.
00:39:15: Ihr habt für die Rucksäcke, Martin, als ihr damit angefangen habt nachhaltig zu arbeiten, habt ihr auf PET-Gesetzungen oder also auf Plastikflaschen, Recycling praktisch für die Rouxsäcke ist das richtig?
00:39:26: Also generell kann man sagen dass wir immer noch PET als Material bevorzugen weil es sixty-fünf Prozent aller Textilien weltweit bestehen aus Polyester, das heißt ist das Hauptmaterial.
00:39:41: Dann kommen auch irgendwie Viscose, Baumwolle und so weiter.
00:39:44: aber es ist eigentlich das ideale Material weil es halt relativ gute Eigenschaften hat wegen was Abrieb anbelangt und man kann's halt auch sehr gut verarbeiten und Preisleistung ist auch ziemlich gut.
00:39:57: Dieses Minimal Design hat ja dafür gesorgt dass ihr gar nicht so jetzt crazy total gewesen seid, immer wieder neues Design.
00:40:05: Das sind Designs neu zu erfinden, sondern euch viel mehr mit dem Material auseinander gesetzt habt wie ihr schon erzählt habt.
00:40:10: und was ich auch noch weiß ist dass ihr immer unheimlich viel mit Material rumexperimentiert habt.
00:40:16: Ich selber habe auch einmal einen von euren Papier-Rucksack Prototypen zum Beispiel in die Hände bekommen.
00:40:21: den hab' ich getragen.
00:40:22: Da saß sogar mal jemand in der U-Bahn mir gegenüber Und eine Frau hat gesagt Entschuldigung, ich nehm so die Kopfarabend und sie sagt, darf ich mal anfassen?
00:40:30: Die wollte halt einfach dann diese Tasche mal anfass'n.
00:40:32: Und genauso dann Cork habt ihr gehabt... Also vielleicht geht einfach mal drauf ein was ihr an Material ausprobiert habt und wo euch eure Journey dann am Ende hingeführt hat.
00:40:41: Ja also wahnsinnig viel ausprobieren!
00:40:45: Von wie du schon sagst, Korbmaterial, Papier.... sehr, sehr viel probiert und man muss dann aber leider sagen wir haben es als wir wollten es unbedingt machen.
00:40:59: Aber Die Materialien, die wir dann probiert haben waren jetzt nicht immer so optimal für Rucksäcke auch.
00:41:06: Wenn du sagst, ihr wollt mir das unbedingt machen bei euch wichtig?
00:41:09: Der
00:41:09: Look!
00:41:10: Genau und wir wollten halt auch dieses Produkt-Rucksack auf so irgendwie coole, wie gesagt sehr minimalistische Form.
00:41:16: aber dann... ...die Materialien sind ja dann auch immer so.
00:41:18: dieses Schaufenster Das macht ja wahnsinnig viel mit dem Produkt an und wir fanden es halt immer super spannend.
00:41:25: Artists, also irgendwie Illustrator malen drauf oder wir drucken so diese Muster drauf.
00:41:30: Oder wir haben unterschiedliche Haptiken von.
00:41:32: das war halt immer so fanden wir immer super spannend.
00:41:36: leider muss man aber auch sagen es gab halt viele Materialien auf diesem Weg die nicht geeignet waren vor Rucksäcke.
00:41:42: weil rucksack hier schleißt du an der Wand hast du offen Boden stellst du hin benutzt zu viel.
00:41:48: das muss halt sehr robust sein.
00:41:50: Es gibt
00:41:51: aber auch Zuru-Burst, also dieses Washable Paper, diese Papierrucksäcke die da ist unsere Näherei fast verzweifelt weil sie kaum durch die Nähmaschine durchgekriegt haben.
00:41:59: Wenn die da drei Lagen zusammen vernähen müssen dann schaffen das die Nährmaschinen fast gar nicht mehr.
00:42:05: oder dann hatten wir zum Beispiel mal ein Waxed Canvas und da war dann alles... Die ganze Produktionsstraße war voller Wachs.
00:42:15: Wir hatten einen Händler, der hat das in Schaufenster gestellt und runter war eine Heizung.
00:42:18: Da ist anscheinend den ganzen Winter dieses Wachs runtergetroffen.
00:42:21: Da war dann irgendwie so ne Wachslache ... da haben wir halt gelernt zu okay was macht ein gutes Material aus?
00:42:28: Was für Eigenschaften.
00:42:30: Also im Bezug auf Abriebfestigkeit, Wasserfestigkeit Genere Langlebigkeit und auch Verarbeitung.
00:42:39: Und gleichzeitig
00:42:40: aber auch irgendwo eine Flexibilität, die es trotzdem noch haben muss.
00:42:44: Wenn man zu vollstofft so einen Rucksack?
00:42:46: Ja absolut!
00:42:47: Also klar, man kann's dann halt sehr klassisch machen.
00:42:49: Aber wir wollten ja auch immer so rausfinden was kann man da halt ... Die Grenzen ein bisschen austesten wo kann man dahin kommen... Es hat ja auch manchmal gut funktioniert.
00:42:59: das war nicht so dass jetzt irgendwie immer schwierig war.
00:43:01: ich mein Papier und dieses Kork war schon extrem oder diesen Waxcanvas aber klar Es gab dann halt auch andere Materialien, die geklappt haben.
00:43:09: Aber schlussendlich sind wir eigentlich beim Recycled PET dann auch gelandet.
00:43:18: Erklärt mal kurz das Recycled PET.
00:43:22: Wir waren also auf der Suche nach Materialinnovation und dann haben wir auf einmal dieses Cycle-Petee aus Plastikflaschen entdeckt.
00:43:32: Das hört sich ja toll an, das waren mal Plastikausflasche und daraus können wir jetzt einen Rucksack machen.
00:43:38: Fanden wir toll, haben wir dann gleich umgesetzt in dem Jahr im Jahr zwei Jahrhundert.
00:43:41: Und das hat uns eigentlich begleitet für die nächsten fünf bis sechs Jahre.
00:43:47: Und man muss sagen Polyester ist ein tolles Material, das lässt sich gut verarbeiten.
00:43:51: Das Abriebfest hat ein relativ gutes Preis-Leistungsverhältnis und das ist auch der Grund warum wir es jetzt nach wie vor verwenden weil eben über sechzig Prozent aller Textile weltweit sind aus Polyester.
00:44:07: Polyester bieten uns einfach eine riesige Quelle an Ausgangsmaterial, dass wir recyceln können.
00:44:15: Euer Interesse gilt ja einfach auch nach Kreislaufwirtschaft.
00:44:20: Das heißt, dass man da also zum Beispiel jetzt Textil das schon verwendet wird, das irgendwie dann aussortiert wird nochmal irgendwie verwendend werden kann und dann aber innerhalb der eigenen Ökonomie, also dem der Produktsparte auch wieder verwenden werden kann.
00:44:37: Korrekt?
00:44:38: Genau richtig!
00:44:40: Also die grundlegende Frage bei der Kreislaufwirtschaft ist Woher kommt der Abfall und was soll später daraus wieder entstehen, nachdem das Produkt benutzt worden ist?
00:44:54: Und in den ersten Jahren waren eben die... die Textilien oder das Polyester aus Plastikflaschen eigentlich eine gute Übergangslösung, muss man sagen.
00:45:06: Da konnte man sehr leicht Jacken- oder Rucksäcke draus machen aber es war auf jeden Fall... Man konnte es nachhaltiger bezeichnen als fossiles Polyester.
00:45:17: Aber wir haben uns eben nur ein Material aus der Getränkeindustrie geliehen.
00:45:25: Wenn erst mal aus einer Plastikflasche gar nicht hergestellt worden werden, kann man danach keine Plastikkflaschen mehr herstellen.
00:45:32: Das heißt wir müssen uns eigentlich um unseren eigenen Müll kümmern in der Modeindustrie.
00:45:40: Derzeit sind siebenundneinzig Prozent aller recycelten Polyester stammt aus Plastiktflaschern nur ein Prozent aus Recyclingtextilien.
00:45:49: Das beschreibt auch, dass die Problematik ... Im Moment ist es noch sehr günstig, das Polyester aus recycelten Plastikflaschen zu kaufen.
00:45:57: Aber aus recyceltem Textilien ist einfach das Verfahren noch nicht etabliert genug, damit die Preise sinken.
00:46:06: Und das versucht ihr praktisch dann mit euren Rucksäcken voranzutreiben?
00:46:10: Indem ihr dieses Material aus der Fashion-Industrie wiederverwendet.
00:46:15: und wo bekommt ihr das jetzt überhaupt her?
00:46:18: Also je nach Abfallquelle entscheiden wir zwischen drei unterschiedlichen Recyclingmethoden.
00:46:25: Wir nehmen industriellen Müll, der wird oft von Textilfabriken mechanisch recycelt ähnlich wie Plastikflaschen und daraus können neue Garnen entstehen.
00:46:39: Dann gibt es, das nennt sich Post-Consumer Recycling also aus Altkleidern und Textilien.
00:46:45: Im Moment verwenden wir z.B.
00:46:47: hauptsächlich Uniformen von Spitalern zum Beispiel.
00:46:51: Und die werden im chemischen Recyling aufgespalten und in einem Polymerisationsprozess zu neuen Garn dann entwickelt.
00:47:02: Und dann gibt's noch was alles übrig bleibt gar nicht verwenden kann für die zwei vorherigen Recyclingprozesse, wird bei uns down-gecycled und daraus machen wir so Art Fleasfilz.
00:47:16: Also was man von Maler Fleece kennt verarbeiten wir auch in unsere Rucksäcke als der Material.
00:47:24: Wollen wir einmal ganz kurz vielleicht diesen dieses Ausstellungsstück, das bei euch ja eigentlich am Showroom stehen mal kurz raus holen?
00:47:31: Weil ich glaube dann können wir das nochmal ein bisschen besser veranschaulichen, stellen wir es vielleicht mal so zwischen euch beide.
00:47:36: Und dann kannst du ja vielleicht einfach kurz Matheile benennen damit man ein bisschen versteht weil ich glaube da kann man es ja ganz gut sehen was du gerade geschildert hast.
00:47:44: oder ist das jetzt so dieses Fließ?
00:47:47: Genau also hier befinden sich sozusagen die Misch-Texilien die gar nicht anderweitig verwendet werden können.
00:47:55: Also hier sind zum Beispiel auch Anteile von Baumwolle und Viskose drin Die sehe ich in den beiden anderen Recyclingverfahren nicht recyceln lassen können.
00:48:04: Wir haben die Filzel... Also hier, das ist ne ... Man muss vielleicht noch mal sagen wir haben versucht eine möglichst hohe Monomaterialität im gesamten Produkt herzustellen.
00:48:16: was bedeutet Monomaterialität?
00:48:18: Monomatrealität?
00:48:19: Das Ziel wäre hundertprozent Polyester.
00:48:22: Wenn es hundert prozent polyester ist kam es im nachhinein wieder recyceln.
00:48:26: Das heißt es wäre einfacher weil du würdest dass dann irgendwo reinschmeißen, schreddern.
00:48:30: Und daraus wird dann wieder Garn oder wiederverwertbares Material, weil es homogenes Material ist?
00:48:35: Genau.
00:48:36: Rutz, erster Herausforderung war ... Wir haben im Rucksack Elemente drin.
00:48:40: auf der Rückseite befindet sich um den Rucksacks zu verstärken eine Kunststoffplatte und um dem ganzen RucksACK bequemer zu machen, haben wir Schaumelemente.
00:48:51: Die müssten wir irgendwie ersetzen durch Polyester, um diese Monomaterialität zu erhöhen.
00:48:57: Das heißt, wir haben überlegt wie kann man denn Polyester möglichst weich machen oder möglichst steif?
00:49:04: und da ist uns eingefallen.
00:49:05: Wir können einfach Filz nehmen weil Filzkammern entweder sehr stark komprimieren zu platten oder ganz weichmachen.
00:49:13: Es gibt ja beide Möglichkeiten.
00:49:15: Damit haben wir das ideale Material gefunden, um den neuen Prototyp eines Kreislauffägen Rucksacks zu entwickeln der jetzt vor uns steht.
00:49:25: Wir haben inzwischen ein paar Sachen nochmal weiterentwickelt.
00:49:28: Das war sozusagen der erste Prototypen.
00:49:30: Aber hier sieht man schon sehr gut In dieser Filzplatte die im Prinzip dieses Plastikplatte ersetzt, die früher eine Plastikkplatte war oder bei unseren Konkurrenten immer noch eine Plasticplatte ist.
00:49:44: Ist hier komprimiert das Filz aus dem mechanischen Recycling und dann gibt es noch...
00:49:50: Also schon
00:49:51: wirklich sehr massiv?
00:49:52: Sehr massiv!
00:49:52: Ja,
00:49:52: eine feste Platte.
00:49:54: Und dann alles was so ein bisschen weicher ist, was gewebt ist, ist quasi Material aus chemischen Recyclingen.
00:50:06: Was heißt das dann?
00:50:09: Wie stelle ich mir das vor?
00:50:10: Es ist ein relativ komplizierter Prozess, der erst in den letzten Jahren eine industrielle Reife entwickelt und da kann man quasi gar nicht auf Neuwaren Qualität herstellen.
00:50:24: Ist allerdings jetzt noch später zu sprechen auch relativ teuer weshalb es auch noch nicht so viele Marken machen.
00:50:30: Und das dann der Außenbereich?
00:50:32: Was ist das denn jetzt?
00:50:34: Der Außen-Bereich, da haben wir nochmal ein neues Material entwickelt.
00:50:38: Das ist ein Art Kunstleder, eine PU Beschichtung.
00:50:42: Da hatten wir davor... Unser Topseller war bereits ein PU Material was allerdings hier oben am Rolltop öfters mal Probleme hatte.
00:50:52: Mit der Zeit ist es dann ein bisschen brüche geworden, weil man Rolltops oft faltet.
00:50:56: und jetzt haben wir neues Material entwickelt was hundertmal so abriebfest ist wie das Vorgängermodell.
00:51:04: also Jochen hat das mal getestet er hat's als Fahrrad hinten ran gehangen und hat einen zehn Kilo Gewicht reingetan damit hundert Meter über Pflastersteine hats gezogen und ... Hatte
00:51:16: ihr hier am Boxhagen Platz gemacht?
00:51:17: Ich hab das Video gesehen.
00:51:18: ich glaube auf Linken hast du das sogar geteilt
00:51:20: Oder war ... im Prinzip haben wir nur ein bisschen Schmutz abgerieben.
00:51:23: Und bei unserem alten Modell waren halt komplett Löcher drin.
00:51:27: Okay, also da auch
00:51:28: ... Wir arbeiten sozusagen in beide Richtungen.
00:51:31: Die Langlebigkeit wollen wir erhöhen?
00:51:33: Dass die Produkte möglichst lange benutzt werden können und dann nach der Nutzungsdauer sollen sie im Prinzip möglich sein, dass man die recyceln kann.
00:51:41: Okay.
00:51:41: Mhm.
00:51:41: Und wir setzen auf vom Anfang an.
00:51:44: Also wir wollen den Müll aus der Modeindustrie, aus dem wollen wir oder entwickeln wir Taschen und Rucksäcke.
00:51:52: Und danach soll er quasi wieder verwendet werden können, aber nach einer möglichst langen Lebenszeit.
00:51:58: Okay!
00:51:59: Die Textilien ... Du hast gesagt, ihr bekommt die ... Das ist aus dem
00:52:04: Krankenhaus?
00:52:05: Teilweise.
00:52:05: Aus Spitalen?
00:52:06: Ist es dann hier in Deutschland, hier in Europa, oder ist das dort ... produziert?
00:52:11: wo in China dann auch jetzt?
00:52:12: Also, China ist eigentlich der größte Taxilproduzent der Welt und dort stehen auch die ganzen Recyclinganlagen.
00:52:20: Und uns ist natürlich wir haben möglichst versucht die Transportwege auch kurz zu halten.
00:52:24: also Der Abfall stammt im Moment aus aus China und Dort kommt auch der der industrielle Müll her weil dort werden ja auch extrem viel Gewebelstoffe Hergestellt und da gibt es überall gibt's da abwälle Okay.
00:52:39: Und die wurden halt in der Vergangenheit, wurden die nur down-gescycled und jetzt gibt es eben die Möglichkeit da hochwertigere Endprodukte herzustellen.
00:52:50: Ihr habt dann ja aber wahrscheinlich auch was Neues entwickelt?
00:52:53: Also das, was du mir gerade vorstellst, ihr sagt, ihr habt da sehr innoviert,
00:52:56: d.h.,
00:52:56: dass sind Dinge wo ihr Pionierarbeit leistet.
00:52:59: Wie einfach war's denn so etwas in China herstellen zu lassen?
00:53:02: Gibt es dann schon Produzenten die für euch ein gutes Framework bereitstellen oder musstet ihr auch Überzeugungsarbeit leisten?
00:53:09: Also, die Schwierigkeit war, dass die einzelnen Akteure zusammenarbeiten.
00:53:13: Das gab es bisher vorher nicht.
00:53:15: Es gab diese Recyclingformer, die im Prinzip nur eine Pilotanlage am Laufen hatte als wir die kontaktiert haben.
00:53:22: aber es gab sozusagen keine Supply Chain, keine Lieferkette.
00:53:27: dann ... Ich hab erst mal monatelang recherchiert, um die Firmen alle zu finden.
00:53:31: Da bin ich nach China gereist und war dort fünf oder sechs Wochen unterwegs und war jeden Tag in Meetings.
00:53:38: Und hab im Prinzip Überzeugungsarbeit geleistet.
00:53:41: Ich habe aber relativ schnell festgestellt ... dass mir die Chinesen gar nicht zur Vernachhaltigkeit überzeugen musste, sondern denen einfach nur ein Business Case geben musste.
00:53:51: Also wie können die Geld verdienen?
00:53:54: Die haben ja immer gesagt, die europäischen Kunden wollen die Produkte in Zukunft so kaufen.
00:54:01: Und das wird ein Markt werden und ihr könnt entweder dabei sein oder halt nicht.
00:54:06: Aber die meisten haben gesagt wow es hört sich toll an!
00:54:10: Wir wollen das machen.
00:54:11: allerdings jeder hat natürlich seine eigenen Interessen.
00:54:17: der Recycler wollte wissen okay wie viel Tonnen impft er ab?
00:54:20: da muss man uns dann committen von jedem Material zwanzig Tonnen bestellen, also das ist mir richtig auch in Vorleistung gegangen.
00:54:28: Der Garnhersteller wollte wissen dass die Qualität gleichbleibend ist wie Neuwertiges, also Polyester aus Rohöl und da muss man überall so bisschen Ja, Vertrauen zur Arbeit leisten.
00:54:41: Die Näherei wollte erst gar nicht die Filz-Elemente da verbauen weil es wird ja normalerweise PE Schäume verbaut oder diese PP Boards werden installiert und jetzt musste sie das auf einmal anders verarbeiten.
00:54:58: also dann muss sich schon sehr viele Stunden quasi mit denen kommunizieren wie das jetzt die Zukunft aussehen könnte.
00:55:07: bei Yukon Acrobatics Du
00:55:09: hast dann praktisch zwischen den verschiedenen Supplyern vermittelt, weil letztendlich bist du mit der Gegenfrage wieder zurückgegangen zum anderen Supplier und hast die Antworten eingeholt und Überzeugungsarbeit gleichzeitig geleistet.
00:55:21: Ja, genau so war das.
00:55:22: Da muss man oft mit den Leuten Mittagessen gehen und dann ... Also wirklich ein Fotos machen, Handshake und sich ... Mich interessiert der Produktion an sich sehr.
00:55:31: Ich hab wirklich alle Maschinen zeigen lassen auch.
00:55:34: Ich wollte wirklich jedes Detail wissen, weil ich weiß, wenn ich in Deutschland bin, muss ich wissen, wenn es ein Problem gibt wie sieht die Maschine aus?
00:55:40: Wie funktioniert die Maschine?
00:55:42: Und weil oft sind meine Ansprechpartner in der Näherei, die haben gar nicht dieses ... oftmals nicht dieses tiefe Fachwissen Und oft sind die chinesischen Fabriken, haben dann auch keine englischsprachige Person.
00:56:00: Das heißt ... Ich
00:56:01: sprechst aber nicht chinesisch?
00:56:02: Nee, ich
00:56:02: spreche nicht kinesisch.
00:56:03: Aber wenn ich vor Ort bin, hab ich jemand, der übersetzt und dann will ich möglichst alles wissen.
00:56:10: Und ich konnte dann zahlreiche Probleme im Nachgang noch lösen.
00:56:14: Genau.
00:56:15: Und auf meine Reise durch Kinder ging es natürlich darum, wo höre ich auch bei welchem Detail?
00:56:20: Aber wir haben das im Prinzip nahezu allen Elementen geschafft die aus recycelten Textilien zu machen.
00:56:26: Das ist wirklich nur noch der von dem Reißverschluss des Gewebe links und rechts was hier zum Beispiel nicht aus recyceltem Textilian besteht.
00:56:35: Und vielleicht die Metallschnalde.
00:56:37: also wir haben jetzt beispielsweise die mit den Schnallen oft aus Metall wird sehr langlebiger sind.
00:56:43: Aber sonst besteht wirklich alles aus Recycling-Textilien.
00:56:45: Ich hab noch mal einen Rucksack mitgebracht, aus einer anderen Serie und ist quasi das selbe Modell nicht aus PU.
00:56:53: Und hier haben wir es jetzt quasi geschafft, dass es sechs zu neunzig Prozent dieses Rucksacks aller Textilien pro Gewicht besteht aus recycelten Textilieren.
00:57:02: Also, wir sind kurz vor hundert Prozent ... Das auch nur wegen so kleinen Details wie jetzt den ... Kannst
00:57:09: du
00:57:10: einfach drehen?
00:57:11: Okay!
00:57:12: Genau, da hat sich jetzt inzwischen.
00:57:13: die Schultergurte haben sich jetzt nochmal verändert.
00:57:15: Die sind jetzt atmungsaktiver.
00:57:16: Da haben wir jetzt auf den Weg festgestellt dass der Filz zu viel Feuchtigkeit, so wie Schweißaufnimmt und haben das jetzt durch einen Abstandsgewirr ersetzt.
00:57:25: Das ist auch aus recycelten Textilen hergestellt wird.
00:57:28: Also man merkt auf jeden Fall, dass zur Innovationsarbeit.
00:57:30: hier hört einfach nie auf.
00:57:32: Ihr seid jetzt kurz praktisch vor dem Ziel.
00:57:34: mit neunzig Prozent schon Wie?
00:57:37: Erklärungsbedürftig ist das Produkt dann beim Kunden.
00:57:41: Also wie ihr schon sagt, ja und es wird angesprochen.
00:57:44: Mehr von draußen sieht das Produkt halt aus wie vorher aber innen drin ist einfach ein komplett anderes Produkt.
00:57:52: Ist die Wertschätzung da?
00:57:53: Wie viel Education betreibt ihr, wie viele Storytelling müsst ihr da leisten und um die Leute da abzugen.
00:57:58: Also ist es sehr schwierig.
00:57:59: also sagen wir mal so werden vorher schon die leute sehen halt aus dem rucksack und gehen natürlich nicht davon aus dass wir halt innen drin komplett alles auf links gedreht haben.
00:58:08: und das ist das ist schwer den Leuten zu vermitteln.
00:58:11: also es finden natürlich alle super wenn wir das denen erzählen.
00:58:14: aber was ist halt schon schwierig in der kommunikation?
00:58:18: Weil, als wir gestartet sind, sagen wir, zweiundzwanzig ... Wir hatten dann auch ein großes Meeting.
00:58:22: Wir hatten die Vertriebe da.
00:58:23: Wir haben das irgendwie vorgestellt.
00:58:25: Fanden alle super und irgendwie alle waren mega begeistert!
00:58:29: Und klar, wir versuchen es auf den Hengtex zu kommunizieren, Websiteaufstelle alles mögliche aber es ist halt... Nicht so einfach.
00:58:37: und man muss auch sagen, diese Entwicklung im Thema Nachhaltigkeit wo wir dann auch gehofft haben.
00:58:41: So zweiundzwanzig dreiundessade das hat einen richtigen Drive.
00:58:46: Und die meinen es wirklich ernst?
00:58:48: Die ganzen Brands Das war halt irgendwie so.
00:58:50: Wir wollten das halt da und auch unbedingt umsetzen.
00:58:52: aber Das Thema hat halt, also ich sag mal so im Großen und Ganzen.
00:58:56: Das Thema Nachhaltigkeit hat sehr an Relevanz auch verloren die letzten Jahre.
00:59:00: Es muss man einfach sagen.
00:59:01: Und das ist wieder viel Preisdiskussion und Marge.
00:59:04: Und es war irgendwie zu einem... War ein bisschen auf einem anderen Level zu der Zeit.
00:59:09: Wir haben gehofft, dass wir das auch mehr in diese Richtung etablieren.
00:59:14: Aber es war nicht so einfach klar.
00:59:15: Die Produkte waren ein bisschen teurer.
00:59:19: Ist immer noch nicht so einfacher aber klar!
00:59:22: wollten das halt machen.
00:59:23: Wir haben gesehen, hey es gibt halt dieses wahnsinnige Problem mit Müllbergen die verbrannt werden.
00:59:28: und ja das ist unser Müll und wir müssen halt eine Lösung finden.
00:59:32: Und das war halt diese Antwort zu finden auf dieses Problem.
00:59:37: Die hat uns auch angetrieben umzusetzen und das wollten das unbedingt schaffen und haben es dann geschafft.
00:59:45: aber ja es ist wahnsinnig schwierig dass auch weiter zu vermitteln, obwohl wir echt viel probieren und irgendwie viel erzählen darüber.
00:59:55: Wie
00:59:55: kommuniziert ihr das?
00:59:56: Man findet ja ein paar Informationen auf eurer Webseite aber was sind denn noch so andere Möglichkeiten die ihr nutzt um eure Story zu erzählen?
01:00:03: Zum Beispiel
01:00:04: auch direkt am... Was du schon gerade gesagt hast also QR Code Du kannst dich da informieren.
01:00:09: Wir haben einen Hang-Tag dran wo wir das erklären direkt an Produkt.
01:00:12: Aber es ist nicht so einfach.
01:00:14: in der Zeit wo halt Der Preis gerade wieder auch dominiert, muss man auch sagen.
01:00:20: Die Welt ist halt grade wie sie ist und das ist nicht so ein... Das war
01:00:24: viel makroökonomisch
01:00:26: Problematik.
01:00:27: Ja,
01:00:27: die hier auf alle einschlägt gerade
01:00:30: ja.
01:00:30: Die Kriege, die Inflationen, die Unruhe, keine Ahnung.
01:00:33: Und es spielt natürlich auch rein in die Thematik dass sich dann unsere Kunden nicht mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen.
01:00:40: Es ist einfach so.
01:00:43: so akzeptieren und das klar ist natürlich schade aber das ändert nichts an unsere Mission dass wir halt sagen hey, das Produkt muss halt in die Richtung weiterentwickelt werden.
01:00:51: Ich glaube es ist so ein Vibe den ich auffange durch die Gespräche mit den Gründern und von darin die nachhaltige Produkte entwickeln ist.
01:01:00: alle wollen die Nachhaltigkeit von denen auch vorantreiben.
01:01:02: aber sie wissen auch wenn das Produkt A nicht gut ist oder sogar besser als der Wettbewerb und preislich auch kompetitiv ist, dann lassen die Leute sich kaum zur Zeit noch überzeugen von nachhaltig.
01:01:16: Ich zahl gerne mehr für ein schlechteres Produkt.
01:01:19: Es ist zwar nachhaltiger aber ich zahle mehr...
01:01:22: Ja also du hast recht, aber du musst auch sehen okay wie war die Journey so in den letzten Jahren?
01:01:27: Wir kommen ja aus einer Phase wo dann auf einmal jede Produktion Nachhaltigkeit, also jede Produkation war nachhaltige, jede Brand war noch nachhaltiges und
01:01:35: es kommuniziert.
01:01:38: Also klar, wir sind halt rein in so eine Phase wo es halt ... Es war so stark Marketing getrieben dass das halt einfach nicht mehr echt war.
01:01:44: Und es war alles die jeder ist quasi auch so ein bisschen veräppelt worden und wir haben jetzt das und da kam ja auch ganz viel raus.
01:01:51: so hey die lügen das stimmt nicht.
01:01:52: greenwashing hier drallala und natürlich Ist es jetzt umso schwieriger durchzukommen und zu sagen Hey oder quasi auch zu beweisen hey Kann ich das jetzt euch glauben oder nicht?
01:02:05: Oder macht ihr also klar wir geben oft irgendwie diese.
01:02:09: Wir haben uns auf dem b-corp event auch gesehen, oder wir sagen dann oft hey wir haben hundzwanzig punkte auf b-Corp.
01:02:14: so klar sagen ist auch okay was sagt mir jetzt die zahl?
01:02:19: aber jemand der sich auskennt der weiß hat schon hey ok dieser brand meint es schon sehr ernst her und wollen ja auch nicht nur den Leuten erzählen, hey ist es jetzt so und so.
01:02:28: Sondern wir wollen dann nach... Hey bitte schaut euch auf B-Corp auch mal an!
01:02:31: Dann lass uns doch mal ganz kurz zum B-corp reingehen weil ich glaube viele wissen überhaupt nicht was ein B-cup isst.
01:02:36: Ich glaub da fängt's erstmal an.
01:02:37: Es gibt unheimlich viele Siegel die sind uns vertraut.
01:02:40: Im deutschen Raum ist aber B- Corp glaube ich Muss man sich schon bisschen auskennen um zu wissen was das überhaupt bedeutet Und wie relevant und wirklich auch Ja vertrauenswürdig dieses Siegel ist.
01:02:53: Erzählen wir uns mal ganz kurz, ihr seid seit Jahrzehntzwei an zwanzig B-Cop zertifiziert.
01:02:58: Warum war es euch überhaupt so wichtig, dass ihr dieses Siegel bekommt?
01:03:03: Und b, erzählen wir einfach mehr wie dieser Prozess und was macht gerade dieses Label so relevant für euch?
01:03:11: Also es ist eigentlich in Deutschland nicht so relevant leider muss man sagen.
01:03:16: Von Bekanntheitsgrad?
01:03:16: Genau von Bekenntheits grad!
01:03:17: Und Leute wissen nicht genau so um was das geht sehr stark in Amerika, auch in Asien ein bisschen relevante.
01:03:26: Aber es ist eins der Zertifikate wo man sagen muss hey die schauen sehr tief rein in die Filme, du musst irgendwie Sachen vorlegen notariell Satzungen ändern.
01:03:37: also es ist schon sehr... Also man kann auf dieses Zertifikat sehr viel geben und das haben zumindest wir für uns so definiert.
01:03:44: Der Prozess zum einen ist ja zum ersten Mal
01:03:46: lang.
01:03:47: Ja
01:03:48: ich glaube er geht Über Monate oder ein
01:03:51: Jahr?
01:03:52: Ja, sogar Jahre.
01:03:54: Kann über Jahre gehen kommt auch so ein bisschen drauf an wie schnell man die Rückmeldung kriegt oder wie beschäftigt B-Corp quasi auch ist mit den Anmeldungen und so weiter.
01:04:06: aber es ist schon ein sehr umfangreicher Prozess.
01:04:11: also muss man
01:04:13: In diesem Prozess
01:04:14: ... Wollen, würde ich jetzt sagen.
01:04:15: Der Prozess?
01:04:16: Also ihr habt ja einen Score von, was soll das sagen, Rund neun
01:04:18: zehn?
01:04:19: Genau.
01:04:19: Knapp hundertzwanzig, genau hundertzehn.
01:04:20: Ich glaub, ihr seid auch sozusagen in eurer Kategorie weltweit
01:04:25: sehr weit vorne.
01:04:26: Sehr
01:04:26: weit vorne ist der Führenden-Unternehmen.
01:04:28: Hast du irgendwie so ein Vergleichsbenchmark mit anderen Unternehmen wo die liegen und wo ihr liegt?
01:04:33: Also
01:04:34: ich weiß jetzt nicht ganz genau wie viel Prozent irgendwie... Ich weiß aus ganz viele um die Achtzig liegen.
01:04:38: also es so... Du brauchst diese Achtziger reinzukommen und ich weiß aber nicht ganz wie die Gewichtung ist, aber ich weiß dass sich ganz viele irgendwie unter den Hundert befinden.
01:04:50: Ich denke oder stellen mir auch immer vor für Kundinnen ist es halt auch so zumindest mal man kann sich daran orientieren und mir kann jetzt nicht eine Firma irgendwie XY irgendwas erzählen und stimmt das dann oder nicht?
01:05:05: Also da kann man schon drauf vertrauen, dass wenn du halt B-Corp Companies hast mit einem guten Score, dass die es auch wirklich ernst meinen würde.
01:05:13: Hier jetzt mal behaupten... Wie
01:05:14: grob ist ja auch nicht nur ein Nachhaltigkeitslabel?
01:05:17: Also es werden sehr viele Dinge abgeklopft.
01:05:19: Das geht da in den letzten Endes, glaube ich holistisch um Social Impact
01:05:23: und
01:05:23: der ist nachhaltigkeit ein Teil.
01:05:26: Aber zum Beispiel mit den Supplyern, glaube ich, zu arbeiten.
01:05:30: Das gehört ja auch mit der Zuzis zu untersuchen und dann eure Mitarbeiter,
01:05:33: die
01:05:33: geführt werden, zu untersuchten.
01:05:34: Also jetzt sind ganz viele Bestandteile auf die alle abgeklopft werden?
01:05:37: Genau!
01:05:38: Es sind quasi sechs Säulen... also du kannst in jeder Säule quasi einen gewissen Score erreichen und wie du schon sagst wird eigentlich in die Firma reingeleuchtet.
01:05:50: und das finden wir ja auch so gut weil da geht es nicht nur um irgendwie nur dieses Thema oder nur dieses, weil halt viele Zertifikate gehen oft in halt spezialisieren sich auf eine Richtung und das ist halt so ... deckt schon ein großes Spektrum ab.
01:06:03: Und deshalb wäre es sagen wir halt, dass es einen Zertifikat an dem man sich schon orientieren kann ob jetzt eine Firma im Ganzen gut agiert oder halt auch nicht so gut?
01:06:14: Und gab's für euch in irgendeinem speziellen Bereich eine Herausforderung wo ihr auch gemerkt habt okay ihr habt euch vielleicht bei das Stainability ganz weit vorne gefühlt.
01:06:25: Aber jetzt habt ihr plötzlich gesagt, oh hier ist ein Part da hilft uns auch die Bi-Corp Zertifizierung Blendeflächen aufzudecken und besser zu werden?
01:06:32: Also ich finde es sowieso generell super.
01:06:35: dieser Prozess du sagst jetzt dauert natürlich lange aber du musst dich natürlich auch sehr mit deinen Prozessen beschäftigen.
01:06:41: also das ist ja der Vorteil finde ich.
01:06:43: den oder was wir auch draus gezogen haben ist so Ha, wie machen wir denn?
01:06:47: Wir könnten das eigentlich so machen.
01:06:48: Und du wächst natürlich auch mit diesem Zertifikat oder... Das ist ja auch der Grund warum viele auf dem Weg einfach sagen hey das ist mir jetzt irgendwie halt too much und dann irgendwie abbrechen.
01:06:59: aber also deshalb meinte ich gerade wenn man es will verbessert ist natürlich die Firmenprozesse und generell so
01:07:10: die Struktur
01:07:11: und deshalb fanden wir das auch gut weil Wir haben dann auch rezertifiziert.
01:07:18: Das erste Mal haben wir sogar fast zwei Jahre gebraucht für die Zertifizierung, das hat irgendwie lang gedauert.
01:07:23: Dann haben wir noch mal zertifisiert aber das war schon viel.
01:07:27: also es sind insgesamt ich glaube ich hundert-achtzig Fragen dann... nicht Bereiche, aber halt, ja, mit Hundert-Achzig Themen musst du dich halt beschäftigen.
01:07:38: Punkte, praktisch die irgendwie
01:07:39: abgecheckt werden?
01:07:40: Muss
01:07:40: das halt irgendwie schauen her wie sollte es sein und ist schon auch eine Hilfe würde ich sagen.
01:07:47: Es gibt viele hier einfach gar nicht durchkommen.
01:07:49: also auch das vielleicht ein guter Indikator dafür dass man hier nicht einfach ein Scheinchen auf dem Tisch nehmen und dann einen Label kriegt sondern das will auch den Prozess gar nicht schaffen
01:07:57: Ja, oder dann auch nicht wollen.
01:07:59: Das ist das was ich gerade meint.
01:08:00: wir kommen ja auch aus dieser Phase des wo jeder dann irgendwie alles sein wollte und halt am besten so hey ich zahl so mehr x und bin dann irgendwie das und das.
01:08:09: aber es geht halt da nicht.
01:08:10: also du musst halt diese Punkte durchlaufen und du musst auch quasi beweisen dass du das machst weil sonst funktioniert es halt nicht.
01:08:17: und deshalb finden wir es eigentlich auch so gut bei diesen strengen und die gucken danach und die zwingen dich ja quasi auch in einer gewissen Weise besser zu werden.
01:08:27: und wenn man das wirklich will, ist es auf jeden Fall ein guter Sparringpartner um die Brand auch weiterzuentwickeln.
01:08:34: Also so haben wir das auf jeden fall empfunden und finden das immer noch so.
01:08:40: Ich glaube das Wort Sparring-Partner gefällt mir gut also dass man einfach das auch so annimmt nicht einfach nur ich mache das.
01:08:47: viele Unternehmen machen das Zertifizierung für das Label weil sie dann Am Ende geht's um Revenue.
01:08:54: Es geht halt darum, dadurch kommen wir in irgendeine Diskussion oder können wir das für Marketing voll ausnutzen und ausschlagen?
01:09:02: Wir können es auf die Packung machen!
01:09:03: Und ob das am Ende irgendwie die absolute Relevanz hat oder eine Kultur verändert ist gar nicht wichtig, es geht nur darum vielleicht ein Siegel zu bekommen.
01:09:12: Da wär ich auch jetzt schon beim Thema Marketing bisher mit euch, weil ich da auch mal drüber sprechen möchte.
01:09:16: Wir haben ja schon so ein bisschen festgestellt, dass B-Corp-Zertifikate jetzt vielleicht in Deutschland gar nicht mehr so stark ist aber natürlich starker Puffpoint, wenn jemand recherchieren möchte.
01:09:27: Nachhaltigkeit ist auch nicht unbedingt komplett ausschlaggebend jetzt zur Zeit.
01:09:32: Was sind denn so ... was ist euer Marketing-Game dann?
01:09:34: Zurzeit, ne?
01:09:35: Ihr habt ein unheimlich nachhaltiges, starkes Produkt.
01:09:39: Wie bringt ihr das im B to C an die Leute?
01:09:43: Wie kommt jemand zu Yukon, stößt auf Yukon und sagt, das möchte ich haben!
01:09:47: Die klassischen Sachen über ...
01:09:49: äh, wie der macht ja
01:09:51: Logo...
01:09:52: Meta Facebook Ads, also in dem Sinne Instagram.
01:09:55: Genau.
01:09:55: Hast du einen Kanal wo du sagst das funktioniert für euch gut?
01:09:58: Wir
01:09:58: sind Instagram schon halt viel unterwegs muss man sagen.
01:10:02: und ja ist schon eigentlich klar wir versuchen jetzt gerade auch viel TikTok shopmäßig was aber wir sind eigentlich auf Instagram mehr oder weniger am meisten unterwegs.
01:10:14: Spiel
01:10:15: Google Ads noch eine Rolle?
01:10:16: Ja Auf jeden Fall.
01:10:19: Ja, auch definitiv.
01:10:21: wir sind auch gerade wieder so echt recht klassisch beim Newsletter gelandet der gut funktionieren kann.
01:10:27: Newsletter
01:10:28: ist dann euer eigen oder kauft euch ein.
01:10:30: wo ihr dann platziert werdet?
01:10:32: Ist unsere eigene.
01:10:33: Eure eigene also e-mailmarketing.
01:10:35: Also wird wieder irgendwie grade sehr oder auch schon länger bei uns.
01:10:38: aber wenn man das gut bespielt kann das auf jeden fall auch sehr Sehr gut funktionieren.
01:10:44: Und ihr habt aber ja dann letzten Endes bei E-Mail Marketing als ja so, da habt ihr euren Verteiler und theoretisch spielt man immer dieselben Leute es sei denn Ihr schafft's immer wieder neue Leute da reinzukriegen?
01:10:55: Habt ihr irgendwelche Mechaniken?
01:10:57: wie laufen euch Leute in diesen Newsletter zu?
01:11:00: Also ja gutes Thema wo wir uns gerade auch wieder sehr viel mehr mit beschäftigen.
01:11:05: weil natürlich Der Rucksack so ein Produkt ist, du kaufst ihn halt einmal und dann wird es... Also wir haben nicht dieses Rebuying.
01:11:12: Was das halt irgendwie bei Textil ganz viel gibt?
01:11:14: Du hast irgendwie gesagt T-Shirt, dann kaufste da eine Mütze oder ne Blei... Also ist beim Rucksacks bisschen schwieriger in unserer Kategorie jetzt aber klar, dann haben wir neue Serien Dann holen wir wieder hey Leute ab gib diesen RucksACK Schau mal du kannst die gut kombinieren.
01:11:29: also Wir versuchen natürlich über die Sachen auch neue Leute reinzuholen oder zu einem Rebyte zu aktivieren, aber ist in der Kategorie auch gar nicht so einfach.
01:11:42: Weil wir jetzt auch nicht so viel neue Kategorien parallel aufmachen sondern eigentlich schon sehr in diesem Taschen- und Rucksacksegment bleiben.
01:11:50: Du hast Creator Collapse kurz erwähnt, macht dir das von euch selbst aus?
01:11:55: Also sprecht ihr Creator an und macht mir die Kollaboration?
01:11:58: Ja
01:11:59: also wir bekommen.
01:12:02: Also man merkt schon, dass wenn man mehr mit Leuten zusammenarbeitet das natürlich auch mehr dann schreiben und irgendwie uns auf Fragen.
01:12:10: Das passiert natürlich schon auch aber meistens gehen wir die schon an.
01:12:14: Das heißt, wenn ihr mit einem Creator was gemacht habt dann erzeugt es Aufmerksamkeit bei anderen Creatern?
01:12:18: Genau!
01:12:18: Dann gibt's
01:12:19: auch mal so ein bisschen inbound von Creatern die nachfragen Aber ihr seid auch so ein bißchen picky und sucht euch die Creator auch gerne weil selber...
01:12:28: Ja also ist ja auch so bischen verschieden.
01:12:31: Ja, also das Team ist ja relativ
01:12:33: klein.
01:12:34: Willst du einmal kurz sagen wie groß das Team is?
01:12:36: Wir sind insgesamt jetzt eigentlich gerade vier in Wien und drei in Berlin.
01:12:46: Und du bist aber weder noch... Genau!
01:12:50: Ich in Süddeutschland genau wieder mit Family und wir haben noch einen Mitarbeiter auch in Italien.
01:12:56: Was
01:12:57: macht der in Italienne, der Mitarbeiter?
01:12:58: Online Store und Ads, Social Media Okay.
01:13:02: Und das Wiener-Team ist dann unter...
01:13:04: Genau, Wieners Team macht so ein bisschen viel Logistik, Warehousingprozesse und Berlin bisschen die kreativere Ecke aber wie gesagt kleines Team und dann machen doch auch viele ... also ja überschneidet sich natürlich aber so die grobe Aufteilung
01:13:23: Wie sieht es?
01:13:25: Ich meine Kennzahlen sowie Umsatz und Marge sind natürlich immer wichtig.
01:13:28: Gibt's noch was anderes, wo ihr drauf schaut und sagt okay das ist uns wichtig.
01:13:32: Wenn die sich bewegt dann ist es positiv da wollen wir hin.
01:13:36: Es gibt irgendwas wo ihr darauf schaut so an Kennzahlen.
01:13:39: wenn ihr zahlen auf Zahlen schaut was interessiert euch da?
01:13:42: Recyclingrate
01:13:44: Ja wirklich
01:13:46: Recylingrate Das heißt beim aktuellen Produkt Was ist der Status dieses Produktes?
01:13:51: Wir wollen halt, also ich zumindest als Produkte sein will natürlich möglichst nah an die Monomaterialität kommen.
01:13:55: Oder weil das die Retourenrate möglichst niedrig ist.
01:14:00: Die Produkte sollen im Umlauf bleiben, die Leute sollen happy sein mit den Produkten und sollen sie nicht sofort zurückgeben, weil irgendwie ein kleines Detail kaputt ist oder dann muss man schnell reagieren dass man dann sofort in einer Produktion an Lösungen arbeitet.
01:14:15: Aber klar, im Marketingbereich sind andere Dinge relevante wie jetzt in der Financing.
01:14:21: Wobei ich finde das nicht falsch gedacht?
01:14:22: Also wir reden über Marketing und ich frage nach KPIs.
01:14:24: du sagst Du möchtest gewisse Raten erreichen die dein Produkt wichtig sind.
01:14:29: aber genau das ist ja das Problem auf den Unternehmen Das Beste.
01:14:33: auf die Marketingzahlen oder Vertiebszahlen zu blicken bringt ja nichts wenn das Produkt nicht gut ist Oder immer wieder derselbe Reißverschluss kaputt geht oder so.
01:14:41: Die Sachen sind ja nicht unabhängig voneinander.
01:14:43: von daher finde ich es eigentlich ganz gut zu sagen Ich will die Rücklaufrate oder sofort niedriger kriegen, wenn ich merke es gibt ein Problem mit dem Produkt.
01:14:52: Genau wir haben da zum Beispiel auch den Reißverschlusshersteller gewechselt sind jetzt wieder zu Bike K als für den japanischen Hersteller gegangen weil wir einfach gemerkt haben die Retouren sind da noch geringer.
01:15:04: also Reiß verschlüsse sind an jedem Rucksack so eine Schwachstelle und da brauchen wir einfach das dem besten denen es gibt.
01:15:11: Und genau da haben wir dann gesagt, wir zahlen lieber ein bisschen mehr und haben dafür weniger Rituren.
01:15:16: Ach die YKK sind sozusagen so einen neuen Plus-Ultra, gehören somit zu den Westen?
01:15:19: Eigentlich schon.
01:15:20: Also es gibt noch den zweitgrößten Hersteller der ist nahezu gleich gut.
01:15:26: aber wir hatten also wenn zum Beispiel die Radien sehr eng verlaufen hatten wir hin und wieder mal Probleme dass sie dann schneller kaputt gegangen sind als die vom von der Nummer eins.
01:15:38: Gibt es irgendwelche Marketingaktivitäten, die wir nicht angesprochen haben?
01:15:43: Ihr habt doch so Brandcollaps.
01:15:44: Das zählt für euch ja auch immer zu Marketing, weil man dann gleich immer eine Community von einer anderen Marke noch ein bisschen mitanzapft und gegenseitig sich
01:15:51: zuschiebt.
01:15:51: Also machen wir gerade jetzt relativ viel wieder...
01:15:55: Was habt ihr da gerade am Start?
01:15:57: Peter mit dieser Organisation aus USA kommt in der Kollaboration Kodak werden so kleine Photobacks kommen sehr bald und also kommen ein paar größere Sachen jetzt auch, wo glaube ich echt cool wird.
01:16:12: Und zählen wir definitiv auf jeden Fall ins Marketing weil klar wir wollen natürlich auch bisschen raus.
01:16:19: was du gerade auch sagst wie kriegt man die neuen Leute ran an die Firma?
01:16:27: suchen wir uns so ein bisschen die Bubbles außen rum und die Brands auch, die wir spannend finden oder wo wir denken dass sie auch nah an uns dran sind.
01:16:34: Und suchen uns dann so die Kollaborationen oder halt auch von was wir sehr überzeugt sind wie zum Beispiel auch Peter, fanden wir einfach mega das es geklappt hat.
01:16:44: also...
01:16:44: Jetzt geht sowas über den Outreach von euch schlag dir etwas vor?
01:16:47: Oder wie passiert's?
01:16:48: Halsteils!
01:16:49: Also manchmal schreiben uns auch Brands an wohl, dann sagen wir nee passt vielleicht nicht oder passt doch doch.
01:16:55: aber Wir suchen uns die eigentlich schon relativ gezielt aus und klar kriegen wir dann auch absagen.
01:17:01: Aber jetzt ein paar Sachen, die jetzt kommen sind, werden richtig auf Produkte, die da kommen wird, das ist echt richtig cool!
01:17:07: Und bei Peter war es so ihr habt den Outreach gemacht?
01:17:11: Also wir haben diesen Peter Fashion Award gewonnen.
01:17:17: Dann hat sich das quasi so ein bisschen das Gespräch ergeben und wir haben es vorgeschlagen, aber die fanden... also auch gar nicht so leichtes zu bekommen ehrlich gesagt.
01:17:25: Aber sie fanden das auch gleich
01:17:26: gut.
01:17:26: Die sind da ja bestimmt auch in der Regel sehr sensibel weil dem müssen ihr auch eure Marke schützen?
01:17:32: Absolut!
01:17:33: Und klar musst du auch wieder paar Sachen nachweisen
01:17:35: usw.,
01:17:35: aber die fannten das richtig gut und kommt jetzt auch schon sehr bald raus.
01:17:42: Wie ist es bei euch mit BtoB Marketing?
01:17:45: Also ich hab gesehen, so auf LinkedIn passiert ein bisschen was.
01:17:48: Leider zu wenig.
01:17:50: Okay du sagst leider zu wenig.
01:17:51: das heißt ihr würdet gerne mehr auf LinkedIn machen.
01:17:54: also ich krieg deine Story zum Beispiel ständig in den Feed, deinen Content und kriegt dadurch von Yukon ehrlich gesagt sehr viel mit.
01:18:03: deswegen denk ich immer also ihr wisst ja auch ich bin auf LinkedIn total unterwegs hat mich nur gefragt ist es etwas was ihr mehr machen wollt btb?
01:18:11: Also, ich finde jetzt hier der Podcast alleine ist ja auch ein BtoB-Thema sehr stark.
01:18:16: Ist es etwas was ihr mehr machen wollt in Zukunft?
01:18:20: Mehr machen wollen Ja und auch müssen muss man auch sagen weil wir natürlich die Geschichte auch.
01:18:29: also Wir müssen natürlich auch erzählen was wir da genau machen Weil wir hatten's jetzt schon paar mal Es ist schwer das zu verstehen Was da eigentlich genau passiert im Textile Recycling was wir machen.
01:18:39: Deshalb Klar, wenn wir das Leuten erklären oder wir merken es auch auf den Messen.
01:18:44: Wenn wir das irgendwie erzählen was wir da machen oder auch jetzt keine Ahnung gab's auch mal Artikel in der Frankfurter Allgemeine also halt größere Zeitungsartikel und dann haben wir die Interviews mit
01:18:54: dem
01:18:55: FHZ genau war und kommt immer wieder so eine Anfrage oder wenn Wir Dann Die Interviews Haben Und Das Erzählen Was wir Da wirklich Machen ist okay Ja Also Du Merkst schon du Kannst Die Leute Definitiv Da Auch abholen, aber es ist halt... ja man muss das natürlich auch erzählen und
01:19:14: genau da.
01:19:15: Die Leute müssen wissen dass diese Story überhaupt gibt?
01:19:17: Das ist die auch echtes, weil das hatten wir gerade auch schon klar wenn ihr natürlich irgendwie alle Brands der Welt erzählen sie sind jetzt irgendwie machen das und irgendwie ja diese Zertifikate und wir sind halt durch so eine Phase durch wo ich mir auch denke du kannst dir das gar niemand irgendwie krumm nehmen, dass die jetzt das anzweifeln oder das so, hey okay, erzähl mir jeder ihr seid nach.
01:19:37: Also dann verlierst du ja irgendwann die Lust und denkst okay ist jetzt die hundertste Brand die mehr erzählt sind aber...
01:19:44: Man muss dann durch den Lärm von allen die halt behaupten besonders nachhaltig zu sein durchdringen damit überhaupt man gehört wird und die Möglichkeit kriegt diese Geschichte zu
01:19:53: erzählen.
01:19:54: ich hoffe wir haben jetzt gleich noch einen schönen Punkt über den ich mit euch kurz sprechen möchte vor uns.
01:20:01: Aber dann hoffe ich aber auch, dass das Interview heute einfach dabei hilft.
01:20:05: Dass Leute im Detail schon mal von euch hier im Podcast gehört haben.
01:20:07: Ich hoffe andere Podcaster und Medien sehen das dann und gehen auf euch zu.
01:20:13: Und wissen jetzt, hier gibt es eine spannende Geschichte die man auch, finde ich, aus so vielen Blickwinkeln noch beleuchten kann.
01:20:19: oder haben wir ja heute bei Weitem nicht alles besprochen?
01:20:23: Dann hoffe ich, dass es dadurch schon einmal ein Stein gelegt ist.
01:20:26: Ich würde gerne mit euch mal ne kleine Zeitreise machen Und jeder von euch darf jetzt aber nur einen dieser Zeitpunkte, die ich jetzt auswählen und sagen okay er möchte dahin zurückreisen.
01:20:39: Der eine ist zwei Tausend Eins ihr steht jetzt ganz am Anfang von Yukon und verkauft eure ersten Produkte und das andere ist so zwanzig vierzehn-zwanzig fünfzehn.
01:20:48: da
01:20:48: ist ein bisschen eure Bekleidungsmarke unter Druck und ihr entscheidet die Neuausrichtung und wollt Rucksäcke verkaufen.
01:20:55: und jeder von Euch darf aber nur zu einer der beiden Zeitpunkten reisen und seinem eigenen Ich erzählen was er vielleicht anders machen sollte.
01:21:03: Was würdest du wählen und was würdest Du deinem eigenen Ich verraten?
01:21:09: Ich würde jetzt mal das Gründungsjahr nehmen, weil in dem späteren Datum gab es nicht so viele Sachen, wo ich meinen Jüngeren irgendwie ... Ich denke da haben wir schon ziemlich viel richtig gemacht.
01:21:21: Aber im Jahr two-thausend eins als wir da gemeinsam auf der Terrasse saßen und die Firma irgendwie Division gesponnen haben, hätte ich vielleicht uns geraten ... nehmt doch vielleicht einen kürzeren, griffrigeren Namen.
01:21:36: Weil viele haben Probleme dieses Yukon Acrobatics ... Ich mein, wenn man's am Kopf hat, dann ... wie hieß es am Anfang das Yukon Architecture Acro Batics?
01:21:46: Weil das kam vom ... Also man macht Akrobatik auf Architektur, also Skaten.
01:21:53: Und es hat sich auch in euren Designs viel widerspiegelt.
01:21:55: Es war das große Thema und wir haben da ganz große Pläne gehabt.
01:21:58: aber es war ein bisschen zu verkopft.
01:22:00: und da hätte ich mir gewünschen, wir nehmen lieber einen etwas kürzeren anderen Namen den der vielleicht einprägsamer ist weil wir hatten im Nachgang auch so ... Wir hatten das Logo aus sehr klein auf unseren Taschen- und Rucksäcken.
01:22:16: Viele konnten dann auch mit der Marke gar nicht so viel anfangen.
01:22:19: Sie haben es gelesen und konnten sich's nicht merken, das Logo war relativ klein und wir wurden eher mit dem Produkt, mit der Silhouette assoziiert.
01:22:27: aber die Marke ist nicht so richtig hingeblieben.
01:22:29: da würde ich mal vielleicht meinen unserem jüngeren Ich dann sagen hey überlegt euch doch einen ganz griffigen kurzen Namen.
01:22:35: Okay weniger verkauft und ein bisschen simpler und einfacher zu vermarkten?
01:22:39: Nein!
01:22:41: Ich meine, Yukon als kurz.
01:22:43: Das ist ja schon definitiv ein bisschen griffiger und jetzt reißt ...
01:22:48: Also wir haben es immer dann mal hieß das mal, wollten wir sagen, Architekture Acrobatics?
01:22:52: Dann hatten wir mal Yukon Acro Batics, dann war es mal nur Yukon eine Zeit lang, dann haben wir wieder Yukon ...
01:22:58: Aber es war lahmzrecklich gegrützt.
01:23:00: Wandert auch immer so ein bisschen hinzu.
01:23:01: Da gab
01:23:01: es andere Marken die auch schon Yukon heißen.
01:23:04: Ja genau.
01:23:05: Und jetzt reist du, aus dem Jahr im Jahr.
01:23:09: Was gibt es einen guten Tipp, den du dir vor zehn Jahren geben kannst?
01:23:12: Ich
01:23:13: weiß es nicht.
01:23:13: Klar gibt's natürlich hunderte Tipps eigentlich die man im Nachhinein geben könnte.
01:23:19: ich weiß nicht immer auf so viele Fehler gemacht da am Anfang und auch zwischen zu der Zeit in zwei vierzehn.
01:23:26: Also vielleicht hilft das ja auch diese Fehler.
01:23:29: Weißt du klar könnte man sagen hätte man damals lieber irgendwie dieses Produkt oder die Ausrichtung oder das Fabric nicht gemacht?
01:23:36: weil klar könnte vielleicht so sagen, aber am Ende des Tages hilft das ja auch wieder dann irgendwie mal zu schärfen und so.
01:23:45: ah nee also es hilft ja auch extrem wenn man mal irgendwie durch so ein Tal geht oder irgendwie Produkte auseinanderfallen oder so und da klappt das doch nicht.
01:23:53: Und ich glaube deshalb haben wir's ja auch so lang schon geschafft weil wir aus den Sachen immer gut wieder gelernt haben und dann irgendwie Neuausrichtungen und eigentlich die Produkte vielleicht eher nicht mehr.
01:24:03: und deshalb Ich glaube, ich würde es einfach so lassen und jetzt nicht sagen, ach hätte man da nur das.
01:24:10: Und ich gucke nicht so gern zurück weil... ...ich glaub' dass hat uns schon auch zu dem dann gemacht wo wir jetzt irgendwie hingelaufen sind und das ist auch alles in Ordnung wie das gelaufen ist.
01:24:21: Ich find's ganz witzig, ich glaube es ist ein bisschen charakteristisch, dass Martin hat diesen Optimierungspunkt und sagt Simplifizierung!
01:24:28: Ja was er auf jeden Fall berechtigt ist.
01:24:30: Total.
01:24:31: und gleichzeitig sagst du so Hey, learning by doing und man muss auch mal fallen und wieder aufstehen.
01:24:35: Und das formt auch die Marke.
01:24:37: Also es ist vielleicht auch nochmal so charakteristisch für euch beide wie ihr halt ansetzt und dann vielleicht auch die Sachen so rauspickt.
01:24:45: Mir wäre jetzt zu dem Jahr gar nicht eingefallen, weil vonseiten der Produktion ist alles so viel einfacher geworden.
01:24:51: Wir kamen ja von so einer großen Kollektion Größen über so viele Gradierungsschritte, so viele Materialien ... Und dann haben wir relativ einfache Rucksäcke gemacht, die im Winter gleich aussehen wie im Sommer!
01:25:03: Wow!
01:25:04: Wo man einfach gar keine so größten hat.
01:25:07: Also es war einfach nur fantastisch einfach.
01:25:09: Und es war für uns auch total, weißt du?
01:25:11: Du hast nicht mehr dieses, wow jetzt ist wieder Sommer und du musst die Winterjacken irgendwie reduzieren oder irgendwie günstig.
01:25:17: Also das Nachhaltige war halt auf einmal komplett... also oh wow!
01:25:22: Das ist ein Produkt, das funktioniert irgendwie immer und es ist jetzt egal ob's irgendwie Plus-Treißig oder Minus-Zwanzig hat.
01:25:30: Es war ja auch im Sinne der Nachhaltigkeit Oder ist es immer noch?
01:25:33: Ein total dankbares Produkt muss man auch sagen.
01:25:35: So aussiehst'n Produkte.
01:25:36: Und für Männer und Frauen funktioniert der Rucksack.
01:25:39: Das
01:25:39: war wahnsinnig schwierig zu der Zeit, weil Kollektionen nicht passen.
01:25:42: Da hast du wieder kurze Hosen und dann ist schon wieder Winter ...
01:25:45: Die Randgrößen wieder die XSXL im Lager.
01:25:49: Es war echt auf einmal so ein ... Oh, es ist irgendwie einfacher!
01:25:53: Also ich will jetzt nicht sagen dass das auf einmal auch all die Jahre viel einfacher war aber es war zumindest mal zudem an dem Prozess hat man verstanden ah, es hat schon was mit Nachhaltigkeit zu tun wenn wir einfach nicht immer dieses Woyete-Kollektion neu erfinden.
01:26:09: Also klar sind wir auch irgendwie so ein bisschen im Fashion-Thema drin, aber wir sind jetzt nicht Textil-Fashion.
01:26:14: Was sehr viel schnell... also klar siehst du ja auch bei, keine Ahnung, Thema und was da alles gerade reinkommt und diesen Druck wahnsinnig erhöht?
01:26:22: Aber wir waren halt schon immer dann auf jeden Fall happy mit diesem OK All Season Produkt Unisex.
01:26:29: Ich glaube einfach diese, das ist schon sehr erleichtern sein kann und es ist egal, welches bis man das Businessmann hat wenn man schafft zu simplifizieren.
01:26:38: Also wenn wir uns irgendwie noch einfacher noch einfach noch einfach.
01:26:41: ich kann nämlich auch unheimlich verkauft sein aber manchmal ist auch einfach super zu sagen okay jetzt habe so einen klaren fahrt und an dem Fahrt entlang optimiere ich jetzt und ich glaube da habt ihr für euch eigentlich auch für euch so ein Produkt gefunden.
01:26:52: die liebt den rucksack Und euch da reinsteigern, könnt ihr den immer noch mal besser machen.
01:26:56: Martin sagt jetzt, sie müssen aber noch auf hundert Prozent kommen und das muss Monomaterial sein.
01:27:02: also so hundert prozent auch möglichst ein Material.
01:27:05: ich finde es ja auch ein schönes Ziel, dass man so einfach hinoptimieren kann.
01:27:09: Ich komme jetzt nochmal zur Zukunft weil wir kurz in die Vergangenheit geguckt haben.
01:27:13: Jetzt geht's mir noch einmal so was steht für euch in der Zukunft an?
01:27:17: Was sind so die nächsten zwölf Monate?
01:27:20: Habt ihr irgendwas vor, was ihr gerne umgesetzt sehen wollt?
01:27:23: Martin wird wahrscheinlich sagen die Zahl muss hochgetreten werden bis auf den Hundert.
01:27:26: Bis auf einen Anschlag hundert ein Prozent vielleicht sogar noch.
01:27:30: Es wäre natürlich schön zu sehen das in Rucksack tatsächlich nach der Nutzung mal... auch in ein Rücknahmesystem geht und tatsächlich die Kreislaufwirtschaft wahr wird.
01:27:39: In Europa sind wir noch nicht soweit, wir haben diese ... Die Rücknahmessysteme noch nicht, die Sortieranlagen noch nicht oder die Recyclinganlagen haben wir auch nicht.
01:27:46: Das ist auf jeden Fall was, wo Europa sich noch bewegen muss.
01:27:49: Da sehen wir einen ganz großen Handlungsbedarf.
01:27:52: Das würde ich gerne sehen.
01:27:53: aber da können wir jetzt natürlich als Brand nicht so viel beitragen weil unsere Produkte sind ja teilweise schon vorbereitet für die Kreislaufwirtschaft.
01:28:01: Da muss jetzt halt von anderer Stelle noch größere Aktion fallen.
01:28:05: Aber jetzt vielleicht kannst du was zu unserem Marke sagen, noch?
01:28:08: Wir motivieren uns ja auch immer so ein bisschen von Projekt zu Projekt und von... Jetzt kommen halt so viele coole Sachen in nächster Zeit an Kollaborationen und neue Produktentwicklungen.
01:28:18: Jetzt sind wir gerade wieder voll eingestiegen in diese ... haben wir auch schon ganz lange diese Idee rumliegen mit diesen ganzen packable Lightway-Sachen die jetzt halt auch wieder echt einen guten Drive-Cut kriegen und es kommt schon sehr coole Produkte und auch Kollaboration, muss ich sagen freue mich echt richtig drauf weil es sehr... coole Firmen sind oder halt auch so, ich mein Kodak USA ist jetzt auch nicht einfach zu knacken.
01:28:46: Also war auf ein wahnsinniger Prozess mit dem Verträgen und mit allem.
01:28:49: also sind wir schon noch mal in so eine... ja, so einen Step nochmal gemacht Firm, mit denen wir jetzt auch so zusammenarbeiten.
01:28:59: Aber
01:28:59: bitte Künstlerkooperationen, die noch rauskommen?
01:29:01: Ja,
01:29:02: kommen auch super Sorge.
01:29:03: Richtig coole Artists und hatten ja auch ... oder sind gepickt worden also mit Shopify für diese weltweite Kampagne und so ist halt echt irgendwie mit ein paar richtig größeren Brands auch zusammengearbeitet wo man so okay cool dass die auf einmal auf einen Aufmerksam werden oder wie er irgendwie da auch reinkommen in so'n Pool mit Leuten zu arbeiten das schon echt kommen.
01:29:24: echt paar gute Sachen.
01:29:25: jetzt.
01:29:26: Ich glaube, worauf wir besonders stolz sind an so Produkte wie die Artist-Kollaboration.
01:29:30: Also da haben wir der Rucksack besteht aus recycelten Textilien, also extrem wasserabweisend und das Tolle ist, dass wir einen hochauflößen Druck mit dem Artispattern drauf haben und bei Nachts hat die Rucksäcke auch noch reflektierend.
01:29:47: Das kann uns so schnell niemand nachmachen.
01:29:51: Das ist schon so.
01:29:52: was, wo wir dann wirklich stolz sind.
01:29:54: Dass wir den an den Punkt angekommen sind, sowas überhaupt herstellen zu können?
01:29:57: Ich glaube dass ihr da tolle Pionierarbeit leistet.
01:30:02: ich weiß das ja momentan so.
01:30:03: das Gefühl auf die Nachhaltigkeit ist vielleicht nicht so die höchste Relevanz.
01:30:06: ich glaube aber es besteht eine gute Chance meine Perspektive dass wir in Europa gar keine andere Wahl haben als als Supply Chain selber aufzubauen und der Kreislaufwirtschaft hier in Europa zu etablieren um auch einfach Souveräne als Kontinent und als Staaten zu sein.
01:30:23: Von daher, glaube ich, vielleicht ... Seiteteil dieser Grassroot-Bewegung, die das so ein bisschen mit ankickt auch im Kleinen aber den Teil dazu zu leisten und mit Interviews, die dann wieder eine andere Reichweite noch mal kriegen.
01:30:36: Ich möchte mich bei euch beiden jetzt bedanken für einen tollen Einblick.
01:30:40: Also erst mal auch super cool, dass wir nach über einem Podcast sind.
01:30:45: Wir kennen uns sogar schon alle noch länger als twenty fünf Jahre, nämlich schon aus den neunzigern auch her.
01:30:51: Danke auch für die ganze Journey, die wir jetzt durchgegangen sind von des Jahrzehnts bis zum Jahrzehnzehnten.
01:30:56: Euchen eine Gratulation, dass ihr das fünfundzwanzigjährige Jubiläum
01:30:59: freiert
01:31:00: vielleicht ein bisschen hier in dieser Folge.
01:31:02: und ja, wir erleben durften wie aus einer T-Shirt Firma, die Auto an der Garage angefangen hat es bisher her gepackt hat coole Kollaboration mit Kodak und Peter angeht und Sürkjalla Economy vorantreibt.
01:31:15: Jochen, danke für deine Arbeit, danke Martin, schöner Seeherbert!
01:31:20: Vielen
01:31:21: Dank
01:31:29: für die Einladung.
Neuer Kommentar