Wie gut ist Bio wirklich für die Welt? | Nicolas Leschke von ECF Farmsystems
Shownotes
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Wie sieht eine Landwirtschaft aus, die unabhängig von Wetterextremen funktioniert, kaum Wasser verbraucht und Transportwege auf null verkürzt? In dieser Folge von Values & Ventures spricht Host Ben Harmanus mit Nicolas Leschke, dem Pionier hinter ECF Farmsystems. Nach über 15 Jahren Unternehmerreise, Rückschlägen und Lehrgeld betreibt ECF heute zusammen mit REWE Deutschlands größte Dachfarm auf einem Supermarktmarkt.
Nicolas teilt erstaunlich offene Einblicke: Warum der Basilikum vom Dach in Wiesbaden trotz höherem Preis die Bio-Eigenmarke schlägt. Wieso er die Fischzucht nach Jahren und trotz herausragender Tierwohl-Bewertungen vorerst beendet. Und warum er ausgerechnet geschlossene Hydroponik-Systeme als echte Antwort auf globale Lieferkettenkrisen und den Klimawandel sieht.
Kapitel:
(0:00:00) Intro
(0:01:24) Was ist eine hydroponische Farm?
(0:09:29) Die Vorteile einer hydroponischen Farm
(0:14:20) Warum sind es keine Bio-Produkte?
(0:16:00) Werbung: Abonniere jetzt die Values & Ventures Show
(0:16:24) Warum Bio-Salat in der Erde wachsen muss
(0:17:08) Dachfarmen arbeiten klimaunabhängig das ganze Jahr
(0:18:01) Dachfarmen arbeiten das ganze Jahr
(0:19:03) Importierte Tomaten richten Schaden an
(0:20:31) Preissensibilität in Deutschland
(0:22:41) Mehr Transparenz bei Produkten
(0:24:49) Alle müssen sich gute Produkte leisten können
(0:26:21) Teurer als Bio und verkauft sich besser
(0:29:26) Pflücksalat: Ein Marketing-Begriff
(0:32:10) So wurde REWE von Dachfarming überzeugt
(0:42:02) Hydroponische Farm: Kann eine Ernte ausfallen?
(0:43:43) Was unterscheidet Farmprojekte im Ausland?
(0:45:35) Warum gibt es nicht mehr Dachfarmen?
(0:47:27) Dachfarmen als Türöffner für Baugenehmigungen
(0:49:07) Regulierung: Lokalen Anbau priorisieren
(0:52:54) Kritik an Aquaponik
(1:02:15) Warum ECF keine Aquaponik mehr macht
(1:07:30) Kollateralschaden durch Fischerei
(1:08:48) Nicolas Leschkes Weg zum nachhaltigen Farming
(1:11:40) Größe von ECF und Rollen im Unternehmen
(1:16:31) Geschäftsmodelle der ECF Farmsystems
(1:18:00) Ist ECF Farmsystems ein Startup?
(1:20:22) Vergangenheit: Was Nicolas anders machen würde
(1:24:28) Zukunft: Was Nicolas Leschke als nächstes tun möchte
(1:27:49) Werbung: Abonniere den Values & Ventures Newsletter
Links zu dieser Episode:
Nicolas Leschke (LinkedIn): https://www.linkedin.com/in/nicolas-leschke-16a4aa206/
ECF Farmsystems: https://www.ecf-farmsystems.com/de
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Host: Ben Harmanus
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Transkript anzeigen
00:00:00: Kannst du mir erklären warum der Salat in der Erde wachsen muss, damit er eine Bio-Zertifizierung
00:00:04: bekommt?
00:00:05: Ich glaube, das hat was mit einer Lobby zu tun.
00:00:08: Da die natürlich sagen wir wollen nicht dass diese Systeme dieser Hightech-Systeme uns Konkurrenz machen und deshalb versuchen wir da dagegenzusteuern weil eigentlich ist in der Pflanze vollkommen egal wo die Nährstoffe hergekommen ob sie gelöst im Wasser sind oder in der Erde.
00:00:20: Wenn wir jetzt über Erdanbausprechen über Felder
00:00:23: usw.,
00:00:24: Diese Felder müssen gedüngt werden, da geht so viel Mist ins Grundwasser.
00:00:29: Das was wir machen spricht ja auch noch ein ganz anderes Thema an.
00:00:31: eigentlich Wir können Klima unabhängig produzieren über vierzig Grad.
00:00:35: Das hat eine Auswirkung auf alles, was auf dem Feld angebaut wurde.
00:00:38: Wir importieren Wasser aus einer ariden Gegend in Form von Tomaten oder sonstiges – das macht überhaupt keinen Sinn!
00:00:44: Die wiederum natürlich gerne uns verkaufen weil wir einen höheren Preis zahlen und der lokale Markt geht komplett kaputt.
00:00:49: Ich möchte nämlich genau verhindern dass Leute die nur wohlhabend sind sich gute Produkte kaufen können im Supermarkt, weil sie ihnen nicht so oft den Geldbeutel achten müssen.
00:00:58: Mein Ziel ist es, meine große Vision ist es Produkte in Masse herzustellen,
00:01:04: die einfach
00:01:04: besser sind.
00:01:05: Die länger haltbar
00:01:06: sind,
00:01:06: die qualitativ hochwertiger sind... ...die aber genau das gleiche kosten wie ein Produkt was irgendwo anders herkommt.
00:01:12: Es passt doch total in die geopolitische Zeit sich unabhängig zu machen also unabhängig von globalen Lieferketten.
00:01:18: Wenn man sich selbst versorgen kann dann sollte man
00:01:20: das tun.
00:01:25: Nikolas Lech geschön dass du da bist.
00:01:26: Ja vielen Dank dass ich da sein darf
00:01:28: Nicolas, du bist der Gründer und CEO von ACF Farmsystems.
00:01:32: Und ihr bezeichnet euch ja als die Zukunft des Lebensmittel-Einzelhandels in dem Ihr modernste Lebensmittelproduktionstechnologie in die Infrastruktur von Lebensmittel Einzelhändlern bringt, integriert, entwickelt, ihr plant, baut und betreibt hydroponische Pharmsysteme?
00:01:49: Jetzt ist erstmal die Frage – was ist überhaupt ein hydroponesches Pharmssystem?
00:01:56: Im Grunde genommen ein erdfreier Anbau oder weitestgehend erdfreier Anbau.
00:02:00: Es geht um einen sehr effizienten Anbau, der dir ermöglicht Lebensmittel zu produzieren also Gurken Tomaten, Aubergine, Salate.
00:02:08: die werden alle hydroponisch in Deutschland und auch in Europa angebaut oder weltweit Und man schafft es im hydroponschen System mit sehr wenig Ressourcen sehr viel Outfit zu generieren.
00:02:19: Also diese sind sehr effektient.
00:02:22: Die Pflanzen ziehen sich die Nährstoffe aus dem Wasser und nicht aus einem Medium wie Erde.
00:02:27: Wie schafft ihr es, einfach sehr wenig Wasser zu verwenden?
00:02:31: Ich glaube, Wasser ist bei Hydroponik schon das Element was man braucht wenn du jetzt über Erde sprichst.
00:02:37: also erdfreier Anbau, hydroponischer Anbau.
00:02:39: Erde ist ja meistens torfhaltig.
00:02:41: Torf ist etwas was abgebaut wird und was endlich ist auch nicht besonders gut die Morre dass wir die trocken gelegt haben um Torfs eben zu haben Ziemlich Belastung für die Umwelt ist und somit versucht man eigentlich in der Produktion auf Erde zu verzichten.
00:02:58: Das kann man in hydroponischen Systemen, indem man eine Nährstofflösung macht und die Pflanzen halten sich in einem Medium wie Steinwolle zum Beispiel fest oder es gibt auch andere Möglichkeiten, wie Pflanzen sich in so Kurben festhalten können.
00:03:13: Und die Wurzeln dann ins Wasser und nehmen die Nährstoffe über das Wasser auf und wachsen dadurch hervorragend.
00:03:18: D.h.,
00:03:19: man lässt die Komponente Erde komplett weg.
00:03:21: Das ist eigentlich die Nachhaltigkeit.
00:03:23: Wenn man das ganze Wasser zirkulieren lässt, dann verbraucht man sehr wenig Wasser und man hat eine Düngestation, wo man immer wieder diese Nährstofflösung erst mal kontrolliert und dann aufdüngt auf die gewünschten Parameter, die die Pflanze braucht um gut zu wachsen.
00:03:37: Wie stelle ich mir das vor wenn du sagst, dass Wasser zirculiert?
00:03:41: Weil ich stelle mir das jetzt so vor als totaler Laie.
00:03:45: Die Pflanzen ziehen ja das Wasser irgendwie müssen ja wachsen aus.
00:03:47: irgendwas Bestehen hier irgendwann Und du sagst, das Wasser zirkuliert.
00:03:51: Wie stellt dir sicher, dass es da praktisch eine Art Kreislauf gibt der Ressourcen schonend ist?
00:03:56: Im Endeffekt wir bauen tatsächlich einen Kreislauf.
00:03:59: Ich komme ja aus der Aquaponik.
00:04:01: Aquaponic ist ein Kofferwort was aus Aquakultur für Fischzucht und Panik für hydroponischen Anbau besteht.
00:04:08: Und im Grundeum geht's bei diesen ganzen Anbaumethoden um Kreisläufe.
00:04:11: Das heißt, bei der Aquaponik hat man Fisch den man füttert Der schwimmt in einer Kreislaufanlage.
00:04:17: Da kommt das Wort Kreislau wieder her,
00:04:18: d.h.,
00:04:19: dass Wasser zirkuliert vom Fischbecken geht durch Filteranlagen und geht wieder zurück zu den Fischen.
00:04:27: In der Aquaponik ist es so, dass man die Fische füttert.
00:04:30: Die Fische produzieren Ausscheidung feste und flüssige Ausscheiden Und sie gehen durch Filter.
00:04:36: Die Festen werden ausgeschieden oder ausgefiltert und die Flüssigen-Ausscheidungen werden dann in ein Gewächshaus geleitet, in ein hydroponisches System.
00:04:44: Weil aus diesen flüssigen Ausstellungen der Fische kann man Pflanzendünger erstellen.
00:04:48: Und das wiederum wird dann an den Pflanzenwurzeln vorbeigeleitet, die Pflanzen entziehen dem Wasser die Nährstoffe sind so wie ein Katalysator oder reinigen das Wasser ist ein zusätzlicher Filter und dann fliesst das Wasser wieder zurück zu den Fischen.
00:05:01: Das ist eigentlich die klassische Aquaponik und einen Kreislauf und bei der Hydroponik fehlt die Fischkomponente.
00:05:07: da hat man einen Ketztank also Wasserreservoir.
00:05:12: Man hat eine Düngeunit meistens und man misst ständig die Wasseraerometer, den pH-Wert, den Leitwert usw.
00:05:19: Und weiß natürlich was man herstellt, ob es ein Salat ist oder eine Gurke.
00:05:22: Die wollen alle so'n bisschen andere Nährstoffe im Wasser.
00:05:26: Dann stellt man über einen Computer ein wie das Wasser aufbereitet werden soll.
00:05:30: Das Wasser fließt im Grunde genommen von diesem Catch Tank durch.
00:05:33: eine Düngelunit wird aufbereidet geht zu den Pflanzen.
00:05:36: Fließt eine Pflanzwurzel vorbei Die Pflanzen entziehen im Wasser.
00:05:39: Die Nährstoffe diest wieder zurück zu dem Catch Tank, wird wieder
00:05:42: aufgearbeitet.".
00:05:44: Und du hast jetzt gerade eben schon erwähnt, ihr habt da einige Metrieren DMS?
00:05:48: Ist das etwas was stetig optimiert wird?
00:05:51: wie Daten getrieben?
00:05:51: ist so ein Business?
00:05:54: Mittlerweile wenn man in geschlossenen Systemen also geschlossenen auch Gewächshäusern arbeitet, ist es sehr Datengetriebenes.
00:06:01: heißt Es ist ja nicht nur die Komponente Pflanze, es geht ja
00:06:04: um Luft, um Luftströme
00:06:06: und es geht um Wasserströmen Wärme, es geht um Fotosynthese-Leistungen und all das wird gemessen.
00:06:13: Es gibt eine Klimakomputer der all diese Sensoren dann vereint.
00:06:18: Und anhand von Erfahrung, anhand auch KI kann man dann Rezepturen erstellen, um noch effizienter letzten Endes zu produzieren.
00:06:29: Also am Schluss geht's eigentlich immer, um die ressourcenschonste Möglichkeit so viel Output zu generieren wie möglich.
00:06:37: Du hast jetzt über eine Komponente viel gesprochen, nämlich das Wasser, das ihr zirkulieren lässt.
00:06:44: Jetzt hast du gerade noch den Wärmeanteil kurz erwähnt.
00:06:48: Das heißt, ihr habt ne Wärmekomponentin?
00:06:49: Wie funktioniert die?
00:06:50: Naja es ist von Farm zu Farm unterschiedlich.
00:06:53: Wenn man in Deutschland produzieren möchte In einem Gewächshaus und ganzjährig produzieren möchtet, dass ist das was wir tun Dann brauchst du im Winter Wärmen Und wir bauen ja Farme Gebäude gebunden.
00:07:04: Also unsere Farben stehen zum Beispiel auf Revemärkten Und wir nutzen die Waste-Teat, also die Abfallwärme von Aggregaten zum Beispiel.
00:07:14: Kühlaggregaten des Rewemarktes um unser Gewächshaus im Winter zu beheizen.
00:07:19: Also man versucht zu Energien zu schaffen.
00:07:20: wie kann man auch preiswert und günstig und effizient Wärme bekommen?
00:07:25: Okay das heißt eigentlich müsste man eure Farben auf jede Server farmen Der Weltbau, zum Beispiel.
00:07:34: Das ist der Ort wo sehr viel Energie und Wehrmähnen stehen.
00:07:37: Wir haben sehr viele Anfragen schon von Serverfarmen gehabt.
00:07:41: Ist allerdings nicht ganz passig... Also man kann es passig machen liegt daran dass die Server Farmen keine sehr hohen Temperaturen abgeben.
00:07:50: Die sind so im dreißigvierzig Grad Bereich und in den Gewächshäusern oder im deutschen Winter brauchst du dann auch gerne mal siebzig-achtzig Grad an Vorlauf in der Heizung Und da ist das nicht hundert Prozent Passik.
00:08:03: Und vor allen Dingen im Sommer brauchen wir keine Wärme, ne?
00:08:06: Da brauchen wir dann Kühlung.
00:08:07: oder braucht die Serverfarmen aber auch Kühlung und ... Die braucht
00:08:10: immer Kühling und wahrscheinlich ist es deswegen auch so wenig Abwärme noch rauskommt.
00:08:14: Ja mehr Effekt bei der Serverfarben, die muss dann dass die Wärmen diese nutzt umwandeln in Kühlungen und genau das ist irgendwie also.
00:08:21: Wir haben das schon öfters uns angeschaut und Anfragen gehabt, aber bis dato ist noch kein Projekt entstanden.
00:08:26: Vielleicht findet sich eine Lösung in der Zukunft.
00:08:28: ich glaube das wäre eine super Synergie.
00:08:30: Ja, auf jeden Fall.
00:08:30: Also ich meine letzten Endes... Du findest auch viele Farmen immer in Nähe von Stahlwerken oder eben anders in anderen Industrien die einfach ein Wärmeprobleme haben?
00:08:40: Oder ein Abwärmeproblem haben?
00:08:41: Das
00:08:41: ungenutzte Wärmer eigentlich.
00:08:42: Genau!
00:08:43: Selbst hier in Berlin-Klingenberg daneben kennst du das Kraftwerk ja wahrscheinlich auch.
00:08:48: Da sind frei Flächen.
00:08:49: da waren in dreißiger Jahren Gurkengewechshäuser daneben.
00:08:52: Also dass die Wärmedieabwärme von der Firma wenn sie zurückgelaufen ist, haben die die Rohre sozusagen durch Gewechsheuse nochmal laufen lassen Und haben Gurken produziert, ja.
00:09:01: Ja ich hoste meine Webseiten auf einem Server in der Schweiz und der heizt Fünftausend Haushalte mit der Wärme.
00:09:09: also da lässt sich das zum Beispiel von den Temperaturen nutzen.
00:09:11: aber die bauen natürlich auch kein Gewächshaus für Leute und brauchen nicht diese hohen Temperaturens.
00:09:15: Aber schön dass es da halt diese Synergie in den letzten Endes geben kann.
00:09:20: Wie du schon gesagt hast, ihr arbeitet mit Drehbe zusammen.
00:09:23: Dann auch diese Synergien schafft vor allem mit Flächen die ja eh schon existieren und die eigentlich ungenutzt auf Dächern sind.
00:09:29: Gibt es noch andere Vorteile... ...die... ...hydroponisches Farming insgesamt bietet?
00:09:35: Was würdest du sagen was ist eigentlich so...?
00:09:37: Was sind so die USPs der eigentlich das hydroponische Farming hat?
00:09:40: Das ist eine gute Frage!
00:09:42: Also Hydroponik erlaubt dir einfach sehr gezielt zu produzieren.
00:09:46: Du kannst dadurch dass du im Grunde genommen in diesem Umfeld alle Parameter kontrollieren kannst, weißt du was für ein Output du gehörst.
00:09:54: Wenn du es vergleichst zum Beispiel mit einem offenen Feldanbau ... Du kannst das Wetter nicht beeinflussen!
00:10:00: Du kannst Tiere oder Schädlinge beeinflussend die an die Pflanze gehen und in einer Dubronik kannst du das.
00:10:07: Das heißt, du weißt ganz genau wenn ich jetzt pflanze weiß ich dass ich ihn in den Ein- und Zwanzig, in den Vier- und zwanzig was auch immer du gerade produziert haben, den Output haben werde in der Quantität
00:10:18: Also, das heißt zum Beispiel Nelmann Produkt.
00:10:19: Du hast jetzt einundzwanzig-vierundzwansicht Tage genannt?
00:10:21: Was für ein Produkt wäre das?
00:10:23: Das war jetzt gerade der Salat den ich aktuell produziere.
00:10:26: Den Lankwitzer Flücksalat auf dem Rewemarkt hier in Berlin ist eine Farbe die wir jetzt vor drei Wochen in Betrieb genommen haben und das ist ein Schnittsalat, der drei Tage keimt und danach in unser System ins Gewächshaus gesetzt wird und einund zwanzig Tage durch das Gewächsaus rotiert und dann wird er geerntet.
00:10:45: Okay!
00:10:47: Auch der Markt, den ihr versorgt kann sehr gut kalkulieren in welchen Mengen produziert wird und produziert ihr dann nur für den Markt oder ist der Radius größer?
00:11:00: Also bei unserer Farmen jetzt gerade, wenn wir über das Green Farming mit Rewe sprechen.
00:11:05: Die Farm ist eine High-Tech-Farm die sehr viel Output generiert auf einer ganz kleinen Fläche.
00:11:11: Was ist eine kleine, ganz kleine Fläche?
00:11:14: Wenn man sich jetzt Gewächshauser oder wenn ich jetzt die Zahl sage wieviel Märkte wir eigentlich damit versorgen dann hört sich das riesig an aber so groß es nicht.
00:11:22: also wir produzieren dort Salat für fünfhundert Supermärkte auf dieser kleinen Farm.
00:11:27: Und das ist ein Revemarkt, ich glaube unser Gewächshaus dort hat ungefähr zwei tausend siebenhundert Quadratmeter.
00:11:33: Das ist die Dachfläche auf dem Gewächsaus, da stehen noch ein bisschen Solarpanäle für Strom ringsrum.
00:11:38: aber das ist ja an sich keine große Fläche um so viel zu produzieren.
00:11:43: Das liegt an der Effizienz, die wir haben und dass wir eben mit sehr sehr viel High-Tech arbeiten um diese Menge dann zu generieren.
00:11:53: Wenn du sagst fünfhundert Märkte?
00:11:55: Ich finde es klingt nach... sehr, sehr viel.
00:11:57: Ich habe auch keine Vorstellung davon wieviel Merktas ein Rewe hat in Berlin.
00:12:02: Also was kann man sich das vorstellen?
00:12:05: Wie viele Kehze schließt es dann so mit... Kannst du das benennen?
00:12:08: Das
00:12:08: ist eine ganze Region!
00:12:10: Es ist gar nicht die Stadt an sich sondern wir produzieren für eine ganze region.
00:12:13: D. h., ein Reve hat jetzt sechs Regionen oder Deutschland sind sechs Region aufgeteilt.
00:12:19: Wir sind hier in der Region Ost und wir beliefern Lagerstandorte.
00:12:24: Also das, wie wir uns integriert haben in den Lebensmittel-Einslagen und bei REWE ist es eigentlich, dass wir davon profitieren.
00:12:34: Dass wir auf dem Gebäude oder auf einem REWE Markt produzieren denn dieser Markt wird ja beliefert mit Produkten aus dem Zentralager heißt die Cola und Fanta und was auch immer, die dein Markt verkauft wird muss ja angeliefert werden.
00:12:46: Das heißt REWE hat eine eigene Logistik, die fährt vom Zentralaga an den REWE Markt und lädt im Grunde genommen die Ware für den Markt aus.
00:12:54: Und da wir darauf produzieren, kann ich einfach meine Ware die ich produziert hat am dem Tag hinstellen.
00:12:59: Der LKW nimmt diese Ware mit auf der Lehrfahrt, die er normalerweise hätte zum Lager ins Lager und somit habe ich überhaupt keine Kosten der Warenabgabe.
00:13:07: Es ist auch kein zusätzlicher Lkw auf der Straße, der normalerweise nötig wäre um vom Produzenten an ein Lager zu liefern.
00:13:14: So geht das dann in die Region raus.
00:13:17: Aus dem Zentralager kommen Waren zum Rewe Dann wiederum beladet ihr Und die fahren wiederum dann an andere Rewe-Märkte und beliefern sie mit Salaten.
00:13:27: Das fährt dann einmal zurück, also bis auf natürlich der Markt wo wir drauf sind.
00:13:30: Der kriegt unsere Ware morgens von uns persönlich rüber getragen aber die anderen Märkte werden dann auf dieser Lehrfahrt, die ja eigentlich ist nicht ganz eine Lehrfahrte, die nehmen auch noch ein bisschen andere Sachen mit.
00:13:40: Ins Lager nimmt er unsere Ware mit und von dort aus geht es dann in die ganzen Märkte.
00:13:45: Also das ist jetzt nicht dass der Lkw-Markt für Markt danach abfährt sondern das geht ans Zentralager wird kommissioniert weil die Märkte bestellen ja unterschiedliche Mengen, das muss dort im Lager dann gemacht werden und dann geht es in die anderen Märkte raus.
00:14:00: Und
00:14:00: d.h.,
00:14:00: die Ware, die wir angeliefert haben, die ist bei... Es gibt sogenannte Vorliefermärkte oder Vorfahrtsmärkten, die sind am selben Tag manchmal noch in den Märkten oder am nächsten Tag.
00:14:11: D.h.
00:14:12: das Produkt ist im Grunde genommen das frischeste Produkt was du überhaupt wenn du jetzt einen anderen Salat Benchmarkst haben kannst.
00:14:20: Darf ich dich mal fragen?
00:14:22: den Salaten zum Beispiel nicht weiß.
00:14:24: Ist das dann bio oder hat es eine Bio-Zertifizierung?
00:14:27: Oder kann es keine Bio- Zertifzierung
00:14:29: haben?
00:14:29: Das kann einer Bio- zertifiziert haben, wenn du Erde benutzt und ich hatte vorhin ja gesagt oder du hast gefragt was ist Hydroponik erdfreier Anbau?
00:14:37: also per Definition ist Erdfreie Anbau nicht bio- zertifizierbar.
00:14:42: Wir benutzen allerdings ein bisschen Erde.
00:14:44: da müsste ich jetzt in das System eingehen.
00:14:46: wir nutzen sogenannte High Density Trace Das sind auf denen wir die Salate produzieren.
00:14:52: Das sind so große Trace, ungefähr ein zwanzig mal vierzig Zentimeter und sie haben sieben Pflanz Rinnen.
00:15:01: Die sind sehr klein, die sind oben vielleicht anderthalb Zentimeter Und die gehen dann chronisch zusammen und haben unten einen Schlitz.
00:15:07: Dort ist bei uns ein bisschen Erde drinne Da liegen die Samen drauf zum Keimen Und das dient jetzt nicht dafür, dass die Pflanze Nährstoff aus der Erde hat.
00:15:14: Aber es ist einfach was wo die Pflanzen sich dran festhalten kann und die Wurzeln dann durch diesen kleinen Schlitzen nach unten.
00:15:20: und die Trace sind in Tischen im Ebbe-Flutsystem.
00:15:25: diese Tische werden geflutet mit Nährstofflösung.
00:15:27: Die Trace schwimmen auf und die Würzeln hängen dann ins Wasser und entziehen dort dem Wasser die Nährstofe um zu wachsen.
00:15:34: Genau also.
00:15:35: jetzt zurück zur Frage Bio Erde, wenn Erde benutzt wird, kannst du es biozertifizieren.
00:15:41: Das ist doch eine Frage ob du das möchtest.
00:15:43: Bei uns ist es so dass wir uns jetzt entschieden haben den Salat Sovia isst an den Markt zu bringen zusammen natürlich im Schulterschluss mit Rewe und wir könnten den Biozertifier lassen wenn das gewünscht ist.
00:15:54: Wir arbeiten so da ohne Pestizide mit Biosamen und Bioerde, das ist schon eine biologische Produktion steht aber noch nicht drauf.
00:16:01: Eine Bitte, schau kurz nach ob du Values Adventures abonniert hast.
00:16:04: Ich habe die Ambition für dich die herausragendsten Menschen zur Unternehmertum Nachhaltigkeit Digitale Souveränität Diversität und Persönlichkeitsentwicklung zu interviewen.
00:16:12: Damit mir das gelingt muss die Show wachsen!
00:16:14: Mir zu helfen kostet ich so gut wie nichts.
00:16:16: Tue mich nur diesen Eingefallen und folge der Show auf Spotify YouTube oder Apple Podcast Und wir beide gewinnen.
00:16:22: Danke.
00:16:23: und jetzt geht es weiter mit der Show.
00:16:25: Kannst Du mir erklären warum der Salat in der Erde wachsen muss damit deine Bio Zertifizierung bekommt?
00:16:30: Ich glaube, das hat was mit einer Lobby zu tun.
00:16:33: Ich bin mir nicht ganz sicher aber es gibt einen Bauernverband und so weiter die natürlich sagen wir wollen nicht dass diese Systeme dieser Hightech-Systeme uns Konkurrenz machen und deshalb versuchen wir da ein bisschen auch dagegenzusteuern weil eigentlich ist in der Pflanze vollkommen egal wo die Nährstoffe hergekommen ob sie gelöst im Wasser sind oder in der Erde.
00:16:52: ich finde wenn wir jetzt über Erdanbau sprechen über Felder usw.
00:16:57: Diese Felder müssen gedüngt werden.
00:17:00: Da geht so viel Mist ins Grundwasser.
00:17:03: Das ist im Grunde auch keine Lösung und auch für die Zukunft keine Lösung.
00:17:06: Und das, was wir machen, spricht ja noch ein ganz anderes Thema an eigentlich, dass wir ganzjährig produzieren können, was du am Feld nicht tun kannst.
00:17:18: Wir können Klima unabhängig produziert werden.
00:17:21: Jeder hat den Sommer hier gesehen mit über vierzig Grad.
00:17:24: Das hat eine Auswirkung auf alles, was auf dem Feld angebaut wurde Und das ist ein Riesenvorteil in der Art, wie wir produzieren.
00:17:32: In einem geschlossenen System, die man unabhängig sind.
00:17:35: Es hat ja verschiedene Auswirkungen dann.
00:17:37: Also zum einen natürlich ... Die Menge an Lebensmittel, die wir letzten Endes zur Verfügung haben.
00:17:44: Das findet eine Verknappung statt
00:17:46: und
00:17:46: eine Verknappung kann im weiteren Schritt überlebenswichtig werden wenn die zu drastisch wird.
00:17:53: Aber es hat auch eine Auswirkung auf den Preis.
00:17:56: Absolut!
00:17:57: Also das hat eine Auswirkung auf den Preis, es hat aber auch nur ganz viel krasse Auswirkungen.
00:18:02: Wir sind jetzt in Deutschland ein Land, dem es relativ gut geht und wir haben Purchasing Power, mir fällt gerade der Name ein.
00:18:08: also wir haben gute Kaufkraft.
00:18:10: Und was eigentlich passiert ist, wenn wir jetzt hier gewisse Dinge nicht mehr produzieren können?
00:18:13: Wir kaufen sie aus unserem Umfeld.
00:18:15: Wir kaufen es aus Marokko und so weiter.
00:18:17: Wir kaufen das aus Gegenden die Ahe schon Wasserprobleme haben.
00:18:20: Wir importieren beispielsweise Spanien genau wie importieren Wasser aus einer ariden gegen in Form von Tomaten oder sonstiges.
00:18:27: Das macht überhaupt keinen Sinn!
00:18:30: Wenn bei uns die Tomate knapp wird dann kaufen wir die aus dem Ausland, die wiederum natürlich gerne uns verkaufen weil wir einen höheren Preis zahlen Und der lokale Markt geht komplett kaputt.
00:18:40: Also die Leute können sich's auf dem Markt nicht mehr leisten, weil entweder die Preise zu hoch sind oder einfach schlichtweg nichts mehr da ist.
00:18:47: Das sind eigentlich die Auswirkungen, die wir sehen und ich bin ein ganz großer Fender von... ...und es passt doch total in die geopolitische Zeit, die wie jetzt hier gesehen ist, sich unabhängig zu machen also unabhängig vom globalen Lieferketten.
00:19:00: Wenn man sich selbst versorgen kann dann sollte man das
00:19:02: tun.
00:19:03: Verschiedepunkte Zum einen erstmal kurz möchte ich erwähnen Meine Frau, die du auch kennst.
00:19:09: Wir achten im Supermarkt immer drauf dass die Tomaten nicht zum Beispiel aus Spanien kommen.
00:19:12: also wir sind uns dessen bewusst.
00:19:14: aber wir achten schon darauf das wir nicht aus Ländern dann Waren nehmen und denen wir wissen was dort eigentlich Wasserknappheit herrscht.
00:19:19: Das versuchen wir zu vermeiden.
00:19:20: Wir gucken dann schon... Auch wenn wir Bären nehmen versuchen möglichst... Gucken wir mal ist es aus Deutschland kurze Wege möglich und dann auch zu schauen okay wie geht's den Ländern wo es her kommt?
00:19:29: Das ist ja so eine Sache und ich erinnere mich noch an ein... Das ist vielleicht jetzt bisschen... Geht vielleicht ein bisschen oft Topik Aber wenn man drüber nachdenkt was man kauft Versucht man ja, auf was Gutes zu tun.
00:19:39: Und es gibt auch die Biotomate und man denkt ja in dem Moment, man tut das gut.
00:19:42: Wenn die aus Spanien dann aber kommen muss man halt drüber nachdenken, tut man wirklich etwas Gutes?
00:19:46: Weil Ja!
00:19:47: Das ist eine Biotomate, die ist gut für mich.
00:19:50: Aber wie viele Kollateralschaden entsteht wird halt bei so einem Bioprodukt, der man schon mal gar nicht bedacht.
00:19:55: Du hast mal zu mir gesagt Es ist ein bisschen länger her, aber es ist Jahre her und es hat Nachgehalt.
00:20:00: Wie gut ist es wirklich wenn du dir einen Bioavocado über den Ozean mit einem Tanker schippern lässt, dass wir ganz oft das ... Die werden
00:20:08: meistens geflogen.
00:20:08: Oder
00:20:09: werden sie dann sogar noch geflogen?
00:20:11: Wir denken gar nicht drüber nach, weil da Bio draufsteht ist es gut für mich, weil es vielleicht gut hergestellt wurde oder in bestimmten Bedingungen meiner Gesundheit gut tut.
00:20:22: Aber manchmal haben wir eben nicht den Preis der irgendwo gezahlt wird auf dem Schirm und das ist ein interessanter Aspekt.
00:20:28: Absolut!
00:20:29: Das ist ein Rieseninteressantes Aspekt.
00:20:31: Aber ich muss auch dazusagen, ich habe auch volles Verständnis wenn viele Leute nicht darauf achten weil einfach die Kaufkraft fehlt und das Gro, sprich jetzt über Deutschland aber es wird wahrscheinlich in ganz Europa gerade spürbar sein.
00:20:42: Die gehen einfach im Supermarkt und kaufen das was billig ist.
00:20:45: Das sehen wir in Deutschland, die Discounter sind ganz weit vorne aber es liegt einfach an der Kaufkraft.
00:20:51: Und klar bewusst einkaufen dass du machst das was ich mache.
00:20:55: das kann nicht jeder.
00:20:56: entweder hat man's nicht auf dem Schirm oder man hat einfach auch nicht die finanziellen Mittel dafür.
00:21:00: Vielleicht dazu zwei Punkte.
00:21:04: Ich glaube im Schnitt ist der Deutsche auch nicht unbedingt bereit, viel Lebensmittel auszugeben.
00:21:09: Wir kennen das von Menschen die ich international kenne.
00:21:12: Sie gucken manchmal in unsere Thruhen und sagen sich was ihr da an Hack drin liegen habt... Das geht gar nicht.
00:21:17: Also wenn ich so spanische Freunde habe, die sagen sowas wie würde bei uns ginge gar nicht.
00:21:22: also wir sind auch super preisensibel und haben auch glaube ich irgendwann so eine spirale mal ein gang gesetzt sagt mir du kennst dich besser aus in der lebensmittelindustrie einen gang gesetz dass wir nicht mehr sehr bereit sind viel zu zahlen veressen.
00:21:33: Ich verstehe aber auch auch inflationsbedingt spielt ja jeder von uns also das da was passiert und dass da auch ne schere aufgeht weniger betroffen sind als vielleicht andere Menschen und dann sagen können, ja ich kann mir aber auch die Butter jetzt zwei Euro neunvierzig krosset oder früher neun neunzehnt.
00:21:50: Ja, ich spür das!
00:21:52: Aber das verändert nicht ob ich dann in den Urlaub fahre oder nicht?
00:21:54: Oder andere Dinge noch mehr leisten kann?
00:21:56: Also ich bin davon total betroffen weil Deutschland ja mein Produktionsstandort ist und dass es Deutschland isst für die Lebensmittelproduktion ein deutlich schlechterer Standort als andere Länder um uns herum.
00:22:07: Sie einfach daran, dass wir wahnsinnig viel Bürokratie haben sehr hohe Kosten haben also weiß vom Personal oder sonstiges.
00:22:14: Und die niedrigsten Lebensmittel einzelne Preise in Europa, das heißt wir haben fast die höchsten Kosten der Produktion und im Markt sind es aber die niedrigsten Preise.
00:22:23: Letzten Endes ist der deutsche Markt dann einer mit einer sehr geringen Marge für Lebensmittelherstellung?
00:22:27: Absolut!
00:22:28: Es ist ein Riesenmarkt, aber für Produzenten nicht unbedingt sehr attraktiv.
00:22:32: Deshalb ächzen ja auch alle.
00:22:35: also deshalb siehst du auch viele Bauernproteste
00:22:36: usw.,
00:22:37: dass einfach schwierig hier zu produzieren wird immer schwieriger hier zu.
00:22:41: was ich immer wichtig finden würde, wenn wir über Lebensmittel sprechen oder generell über Produkte, dann würde ich mir auch wünschen dass die Menschen gar nicht drauf gucken müssten.
00:22:50: Also ich will das gar nicht mich sofort bilden, dass ich weiß dieses Essen ist gut oder da wird nicht irgendwo Wasser gestohlen oder so sondern das lässt einem das irgendwo in der Regulierung ja auch dafür sorgt es gewisse Dinge gar nicht im Laden landen können.
00:23:06: und natürlich wir sicherstellen vielleicht über lokalen Anbau in Farmen Das wird das alles nicht müssen, weil der Endkonsument möchte sich in allen Lebensbereichen, Kosmetik und so weiter immer damit befassen müssen.
00:23:18: Und es ist ja auch undurchsichtig!
00:23:19: Also wie du sagst... Es ist ja für dich zum Beispiel wahrscheinlich eine Herausforderung.
00:23:24: Vielleicht ist es keine Herausforderung aber ihr habt einen Salat, der eigentlich unter sehr guten Umständen produziert wird mit Mitarbeitern die ordentlich bezahlt werden, nicht in irgendeinem Land wo niedrige Kosten oder wo vielleicht Wasser gestohlen wird oder sonst was.
00:23:39: Und trotzdem hat es ja kein Bio-Siegel.
00:23:40: und wenn ich jetzt in den Supermarkt gehen würde, würde ich ja vielleicht euren Salat gar nicht greifen.
00:23:43: Obwohl der hier lokal hergestellt wird, obwohl er da oben in einer Farm entsteht und mir was Gutes tut unter guten Bedingungen entstanden ist!
00:23:50: Also ich glaube manchmal finde ich's schade dass wir so viel Lobby haben die verhindert das Regulierung dafür sorgt dass wir eine ganz einfache Art und Weise haben Dinge kaufen zu können
00:24:00: Absolut, also wenn man irgendwie so eine Transparenz-Ampl oder sonstiges machen und die auch CO² und sonstiges mit beinhaltet im Produkt.
00:24:08: Wie gut ist ein Produkt?
00:24:09: Da spielt die Verpackung mit rein!
00:24:11: Die Art wie das Produkt produziert wurde, Themen wie Fairtrade... Also wie so einen Übersiegel was alles beinhaltet, dass wir eigentlich ne schöne Ampel auf Produkten oder allem was wir kaufen.
00:24:21: Ich find's noch krasser.
00:24:23: Das Siegel is'gut Aber ich finde die Industrie findet immer Wege drum herum um neue Siegel zu schaffen.
00:24:30: Die Produkte dürfen gar nicht irgendwo landen.
00:24:32: Also es ist vielleicht einfach, dann würde man ja zum Beispiel auch den Markt stärken für Leute die das nachhaltig herstellen mit einem niedrigen CO²-Preis weil andere Produkte vielleicht so eine hohe Tax vielleicht zahlen müssten dass sich's gar nicht mehr lohnt die Sachen irgendwo aus Mexiko herzufliegen.
00:24:48: Absolut!
00:24:49: Ich wollte noch ganz kurz dazu sagen was eigentlich unsere Vision ist und was möglich ist wenn wir über Preise sprechen.
00:24:56: Ich weiß, weil wir Pharma-Systeme mit der ECF planen bauen.
00:24:59: Also diese Hightech Pharma Systeme die uns ermöglichen eben sehr sehr geringere Ressourcen eins zu haben was natürlich auch geringer Kosten mit sich bringt für uns dies schaffen das bessere Produkt zum gleichen Preis herzustellen.
00:25:12: Das ist eigentlich unsere Vision.
00:25:14: ich möchte nämlich genau verhindern dass Leute die nur wohlhabend sind gute Produkte kaufen können im Supermarkt, weil sie eben nicht so auf den Geldbeutel achten müssen.
00:25:23: Mein Ziel ist es und meine große Vision ist es – ich weiß also möglich – ist es einfach, Produkte in Masse herzustellen die einfach besser sind, die länger haltbar sind, qualitativ hochwertiger sind, aber genau das gleiche kosten wie ein Produkt was irgendwo anders herkommt!
00:25:37: Das ist auch ein Thema, ich hatte zwei junge Gründer-Geschwister hier die eine Rasiererfirma gerade nachhaltige Rasiere herstellen.
00:25:46: Die haben auch eine eigene Bioplastik dafür entwickelt.
00:25:50: und die sagen auch man kriegt die Leute halt nicht allein über das Nachhaltigkeitsversprechen sondern muss letztendlich auf dem selben Niveau wie der Konkurrent abliefern also wie die großen Rasierersirmen weil alleine das langt nicht.
00:26:02: und genauso glaube ich da sehe ich jetzt die Parallele den Leuten zu sagen, du willst was Gutes tun.
00:26:07: Dafür zahlst aber noch den doppelten Preis, aber schmeckt nur halb so gut!
00:26:12: Diesen Idealismus teilen halt nur sehr wenige dann zu sagen okay...
00:26:16: Es funktioniert ja auch nicht.
00:26:17: Also es funktioniert nicht nachhaltig wenn Du die Produktqualität nicht hast.
00:26:21: Das ist ein Beispiel das ich aus Wiesbaden aus unserer Farm Dort sagen kann und das kommt zu dem Biolabel oder nicht?
00:26:27: Dort ist es so dass wir Basilikum auch für eine ganze Region produzieren Und die Rewe aber noch eine Eigenmarke hat an Basilikum, die ein Bio-Siegel hat.
00:26:38: Da ist es aus politischen Gründen dann entschieden worden okay ihr macht unseren Urban Farmers und den Basilikum auf dem Blach Aber der darf nicht biozertifiziert werden weil wir haben ja noch das Bioprodukt.
00:26:47: Wir brauchen auch ein alternatives.
00:26:49: Das Lustige ist unser Produkt steht teurer im Markt als der Bio-Basilikum und wir sind marktführer.
00:26:56: Das heißt wir verkaufen mehr Als Rewe obwohl der Kunde eigentlich sagen würde Warte mal, hier steht Nicht-Bioprodukt.
00:27:03: Das kostet einzneunneunzehn.
00:27:05: Hier steht ein Bioproduk.
00:27:06: Erstmal beides Basilikum.
00:27:08: Das kostet einzuneunsebzig.
00:27:09: Jetzt würde auch jeder sagen, das ist ja das Besserbuch, das kaufe ich!
00:27:13: Das zeigt... dass Qualität eigentlich entscheidend ist und Regionalität fast manchmal noch mehr und wichtiger ist als Bio.
00:27:21: Also das haben wir gemerkt dort, dass die Leute eben weil unser Produkt frischer ist, auch wiederum nur einen Tag im Transport war und das macht bei Basilikum eine große Menge aus.
00:27:31: Wenn der im dunkel-schwarzen Karton steht, dann findet er das Dorf.
00:27:34: So eine Basilikumpflanze, dass die Leute halt unseren kaufen.
00:27:38: und ein spannendes Learning gewesen hätte ich auch nicht gedacht.
00:27:41: Ja!
00:27:42: Das überrascht mich jetzt.
00:27:43: ehrlich gesagt... Ich hab manchmal schon so ein Filter, dass ich immer erst gucke.
00:27:48: Und
00:27:48: dann fällt anderes schon durch den Raster.
00:27:50: für mich?
00:27:50: Absolut!
00:27:51: Aber das ist lustig.
00:27:51: Weil ich habe ja eigentlich auch als wir das gelauncht haben das Produkt dachte ich, oh Mist, wir kriegen es nicht hin günstiger zu produzieren weil kleine Produktionen.
00:27:58: da sind wir in unsere Grenzen gekommen Kapazitätgrenzen.
00:28:01: Das heißt Wir wussten, dass wir teurer sind im Verkauf dann Im Markt als ein Bioprodukt und die Rehwirt gesagt, das ist euer Risiko.
00:28:09: Dann muss man halt über die Qualität gehen.
00:28:12: Und dass es dann so gut funktioniert hat, war mir... Also herrlich mir erhofft.
00:28:16: Aber hatte auch meine Zweifel ja.
00:28:19: Ja das heißt also die Leute sich für Basilikum interessieren, die können tatsächlich sehen dem Basilikum geht's besser.
00:28:24: Der sieht besser aus.
00:28:26: und gibt es auch einen Herkunftsunterschied?
00:28:30: Der wird ja auch in Deutschland produziert.
00:28:32: In der Region ist ein regionales Produkt, da steht natürlich dann auch regional oder in dem Fall geprüfte Qualität.
00:28:38: Hessen noch drauf als Siegel aber am Ende geht es...der riecht anders, er riegt frischer und intensiver riechter und sieht besser aus und sagt okay dann kauf ich den, weil regional eben auch nochmal ein gutes Verkaufsargument ist.
00:28:53: also wenn das nicht aus Italien oder sonst woher kommt Wir sehen, dass es funktioniert.
00:28:58: Und jetzt gerade launchen wir ja den Flücksalat und wir merken auch, dass die Abverkäufe echt super sind für so ein Produktlaunch.
00:29:06: Also hab grad Feedback bekommen von den Category-Managers von Revell gestern, das die alle total happy sind!
00:29:13: Und selbst als Produkt kaufen und sagen, da ist es so knackig und frisch der Salat, also sie sind voll glücklich, wollen mir im Kompliment machen sage ich danke, gibt's weiter... an die Maschine.
00:29:26: Was ist ein Flugsalat?
00:29:28: Ein Flugsalad ist eigentlich ein Salat, der einzeln geflückt wird.
00:29:32: Es ist kein Salatkopf.
00:29:34: Wir nutzen das Wort Flücksalat.
00:29:36: Das ist jetzt ein bisschen Marketing was ich mache, weil wir einen Schnittsalat machen.
00:29:42: aber SchnittSalat hört sich irgendwie so brutal an, er wird geschnitten und es auch in einzelnes Blatt Und somit heißt unser Wort Flücksalat.
00:29:49: Das
00:29:50: ist ein bisschen Marketing-Technik?
00:29:51: Ein bisschen Marketing, dass man einfach sagen, das ist ein Produkt in das Liebe reingeflossen wird.
00:29:57: Also Flücksala hat sich nach Handarbeit an.
00:29:59: Ich kann den ja nicht Hightech-vertical farming Stittdingsbums nennen.
00:30:06: Das schreckt er ab!
00:30:09: Es war auch damals lustig.
00:30:10: Du kannst dich vielleicht noch an die Anfängerinnen meiner Farmen als wir Tomaten und so produziert haben.
00:30:15: Wir haben Tomaten auch in einem Gewächshaus auf Steinwolle, hydroponisch.
00:30:20: Also wirklich auch in einer Hightech-Art wie man das produziert macht und die Tomaten waren sensationell gut!
00:30:28: Und die Leute kamen immer zu uns und meinten wir kaufen nur Eurotomaten.
00:30:31: ist es so schön dass hier mit Handarbeit gearbeitet wird.
00:30:33: Ich denke mir so guck doch mal da in das Gewächsaus.
00:30:36: Das ist nicht Handarbeit was wir hier machen.
00:30:38: Ja das schmeckt ganz anders als die Hollandtomate.
00:30:41: Das is ja fürchterlich.
00:30:42: Ich denke so, das ist genau das gleiche System was wir nutzen und was in Holland auch genutzt wird.
00:30:46: Das ist die Salatquatsch, die Tomatenart, die den entscheidenden Faktor hat.
00:30:51: So du kannst Tomaten produzieren, die achtzig Kilo oder sogar hundert oder hundertzwanzig Kilo Ertrag auf dem Quadratmeter, die im Jahr bringen?
00:30:58: Oder Du machst eine Tomate, die dreißig Kilos Ertrak aufm Quadratmetern bringen?
00:31:04: Die schmeckt anders als die andere.
00:31:07: Da haben wir viel Wasser und da haben wir Viel Geschmack aber das System kann da nichts für.
00:31:12: Okay, also technisch gesehen eigentlich dasselbe System ist dann so ein bisschen romantisiert.
00:31:15: Dass die Leute das Gefühl haben, wenn da jemand übers Feld geht und pflückt es alles so schön und steckt auch in der Erde.
00:31:21: Ja, selbst die Leute, wenn sie bei mir im System waren, haben das Gefühl, dass sie gerade eine Tomate aus ihrem Schrebergarten essen obwohl sie eigentlich in einem Hightech-System standen.
00:31:31: Das heißt die holländische Tomate, die einen schlechten Ruf genießt?
00:31:34: Die ist einfach sehr mit Wasser vollgepumpt und schmeckt ja auch wässrig.
00:31:36: Es gibt wunderbare holländische Tomaten, das hat die Sorte.
00:31:39: Aber es gab mal dieses... ich glaube das ist schon wahrscheinlich zwanzig-dreißig Jahre her.
00:31:44: da war die Wassertomate so das Thema.
00:31:45: Ist total
00:31:46: bei mir verankert muss ich
00:31:47: sagen?
00:31:47: Ja das ist doch nur ein Kindteil.
00:31:48: Vielleicht ist er auf vierzig Jahre.
00:31:50: Ich
00:31:50: bin halber Holländer!
00:31:52: Nein aber es gibt wunderbarere Tomaten aus Holland und es gibt aber auch scheiß Tomaten in Deutschland.
00:31:59: genauso
00:32:00: hat sich hartnäckig gehalten.
00:32:01: auf jeden fall der schlechte ruft heißt marketing ist auch wichtig.
00:32:04: absolut du hast jetzt ganz viel schon riege angesprochen und meine frage ist wie bezog man einen konzern die rewe überhaupt sich auf so ein projekt einzulassen?
00:32:15: ihr habt ja irgendwann mal angefangen.
00:32:16: ihr hattet eure farm hier in kreuzberg und dann habt ihr irgendwann angefangen.
00:32:20: für rewe war das war die erste farm auch schon so eine dachfarm.
00:32:24: Ne, unsere erste Farm war eigentlich ein Prototyp.
00:32:27: Das war so eine kleine... das war so ein ausrangigeter Schiffscontainer in dem wir so einen aquaponischen Farm mit einem kleinen Gewächshaus oben drauf gebaut haben.
00:32:35: Da haben wir sozusagen unseren ersten Fußstapfen mit dem akkorponischem System gemacht und haben gemerkt dass da ein Business Case dahinter steckt.
00:32:43: also wir haben gesehen es gab sehr viel mediales Interesse an dem was wir damals taten weil wir die Ersten waren in Deutschland die sich mit dem Thema Aquaponics befasst haben Und wir haben auch gemerkt, dass es schlecht funktioniert.
00:32:56: Dann war so mein Unternehmergeist geweckt und ich habe getüftelt mit meinem Team zusammen wie wir das System zum Laufen bringen.
00:33:04: Wir haben das dann hochskaliert in unsere erste größere Farm.
00:33:07: Das ist die ECR Farm Berlin.
00:33:09: Das waren schon so tausend siebenhundert Quadratmeter, tausende achthundert quadratmeter Farmsystemen.
00:33:14: Dort haben wir aber auch erst mal laufen lernen müssen.
00:33:16: Wir konnten wenig links und rechts schauen, wir haben am Anfang alles Mögliche produziert von eben Tomaten, Aubergine, Paprika, Kräuter... ...wir haben sogar Melonen gemacht also alles mögliche!
00:33:29: Und wir hatten verschiedenste Vertriebskanäle ausgecheckt.
00:33:33: Wir haben Restaurants direkt beliefert, wir hatten eine Abo-Box wo alles dann drin war und der Kunde kam einmal die Woche und hat sich das abgeholt gemerkt nach einigen Jahren, das waren so zwei drei Jahre, dass wir gut waren im System planen, im System bauen.
00:33:51: Also Farmsystem konzipieren und auch für Dritte dann bauen.
00:33:54: Das haben wir in dem Ausland dann gemacht an zwei Stellen aber... Und wir waren noch gut in Produzieren!
00:34:01: Wir konnten tolle hochwertige Produkte erstellen, aber wir waren immer wirklich schlecht und manchmal richtig trottelig im Abverkauf der Produkte.
00:34:09: Also wir standen dann plötzlich da und hatten, ich weiß nicht wie viele hunderte Kilo Tomaten und wussten nicht hin wohin damit.
00:34:14: Dann haben wir einen Tomaten-Catchup gemacht den aber keiner haben wollte und wir hatten ja kein Vertriebskanal dafür.
00:34:21: Aber zumindest hält er sich erst mal ein bisschen... Das war
00:34:22: natürlich genau, die müssen wir haltbar machen!
00:34:25: Wir haben sehr viel Lehrgeld gezeigt in dieser Zeit durchweg immer wieder eben diese mediale Aufmerksamkeit gehabt, die ist nie abgeeppt.
00:34:39: Und da wir in Berlin sind und viele Firmen hier auch ihre Headquarters haben oder Workshops machen waren eigentlich immer die Lebensmittel Einzelhandelsketten hier und waren bei uns und kannten uns und es ist ja immer spaßig mit dem Vorstand irgendeinen Start-up zu besuchen was dann auch noch in der Stadt ist um Lebensmittel produziert.
00:34:58: und irgendwann war auch Rewe wieder bei uns.
00:35:01: Und die fragten mich dann, warum haben wir eure Produkte nicht in den Berliner Märkten?
00:35:07: Das war für mich der Zeitpunkt zu überlegen.
00:35:09: Wir wissen, dass wir nicht besonders gut sind und vielleicht arbeiten wir mit einem Profi zusammen, der Endkunden-Game kann.
00:35:15: Den Vertrieb praktisch?
00:35:17: Ja
00:35:17: genau richtig!
00:35:18: Dann hat mich praktisch Rewe aus Köln heraus, das ist die Zentrale geleitet.
00:35:24: Die waren bei uns hier.
00:35:28: Die Jungs aus Telto vor, da sitzt sozusagen die Region.
00:35:31: Ähm...die sich selbst verwaltet.
00:35:34: und äh ja nun bin ich davorstellig geworden.
00:35:36: und die meinten was kannst du denn produzieren?
00:35:39: Ich hab dem so ein bisschen erzählt was wir alles gemacht haben.
00:35:41: Ich habe gefragt was könnten wir dann für euch produzieren.
00:35:43: Die haben mir erzählt was alles in der Gemüseabteilung da liegt.
00:35:46: also es war nicht so wirklich äh irgendetwas.
00:35:49: und wir sind über Basilikum gestolpert.
00:35:50: und ähm da gab's dann einen tollen Zufall.
00:35:53: Ich saß da äh in dem Termin Basilikum sagt, ja können wir machen.
00:35:59: Wie viel braucht ihr denn?
00:36:01: Dann guckte mein Gegenüber in den Computer und sagte naja wir haben so einen Bedarf an sieben bis siebeneinhalb tausend Pflanzen die Woche.
00:36:11: Keine Ahnung.
00:36:11: Ich hab bei einem Handy genommen, meinen Betriebsleiter angerufen.
00:36:14: Man hat gesagt du wenn wir alles rausschmeißen.
00:36:16: Alles die Farmen komplett leermachen.
00:36:18: Diese Systeme du stell dir vor du kannst die komplett umbauen aber nur auf Basilikum optimiert.
00:36:24: Was glaubst Du was wir machen könnten?
00:36:28: Ich hab gesagt, mach eine Rechnung und Bierdeckel ist mir egal.
00:36:30: Er schmeißen wir mal ein Zahl aus, weil ich habe überhaupt kein Gefühl!
00:36:33: Und ich war noch im Termin, der ging weiter, zehn Minuten später rief ich meinen Betriebsleiter an und meinte er hat jetzt kalkuliert.
00:36:39: wenn hier Besenkheizungen, Ebbeflut-Tische einbauen usw.
00:36:43: und mit Topfenmaschinen und Pipa Pup dann könnten wir so sieben bis sieben halb tausend Töpfe die Woche machen.
00:36:48: Und ich hatte die Zahl ja nicht gesagt und ich hatte ihn auf Lautsprecher und wir haben uns angeguckt und gesagt, ich glaub' wir haben unser Produkt.
00:36:53: Dann hab ich einen Abnahmvertrag mit denen gemacht, zwei, drei Monate umgebaut und dann sind wir gestartet.
00:36:59: Mit dem
00:37:00: Aufsatz
00:37:01: bei Silicom.
00:37:01: So
00:37:01: schnell von dem Gespräch zu man geht jetzt... Man macht ein Deal und geht in die Produktion?
00:37:06: Das war innerhalb vom Monaten oder...?
00:37:07: Ja
00:37:07: das war innerhalb von Monaten!
00:37:08: Ich kann jetzt nicht für alle sprechen aber wir waren ja ein sehr heißes Produkt.
00:37:14: Es war zum ersten mal ein Produkt aus aquaponischer Produktion Das war ein Urban Farming-Produkt, das war damals alles neu.
00:37:20: Damals heißt ...
00:37:21: Wann war das?
00:37:22: Es ist im Jahr zwei
00:37:23: tausendsehntzehn gewesen, vor zehn Jahren.
00:37:26: Ja
00:37:26: genau und es war damals der Sch... Also die wollten uns doch haben!
00:37:30: Ich kann jetzt nicht für andere Produkte sprechen dass das immer so schnell passiert, dass man dann in einem Handel auch wirklich platziert wird.
00:37:37: Aber wir wurden sehr schnell platzieren.
00:37:39: Und dann lief das Ganze an.
00:37:42: ich weiß noch Im Dezember haben wir den Umbau gemacht, sind dann in die Produktion im Februar gestartet und am siebten März, das ist mein Geburtstag.
00:37:53: Das war der erste Verkaufstag, deshalb kann ich mich erinnern.
00:37:56: Haben wir dann verkauft?
00:37:57: Und wie wussten dass wir eben damals bei der Preise auch noch höher... Der war dann bei zwei Euro nur in vierzig oder sowas,... ...dass wir fast siebzig-achtzig Cent teurer waren als der Biobasedikum.
00:38:10: Es ist eingeschlagen wie die Bombe!
00:38:12: Also es war... Die Verkoffssahlen waren vor dem Basilikum der Vorderstand, der preiswerter weiße.
00:38:19: Also fast ein Euro-Preiswerder als unserer.
00:38:22: und die ersten zwei Monate haben wir gesehen Wir schaffen nicht nur also aus der Produktion her die Quantität und Qualität sondern wir verkaufen mehr als unser Benchmark theoretisch.
00:38:34: Und dann hatte ich zweimunderte später mein Kontakt bei der Lever angerufen und ihn gefragt ob ich mal mit dem Chef sprechen durfte, der Rewe-Gruppe.
00:38:47: Und ich wollte meine Idee pitchen des selbst produzierenden Supermarktes.
00:38:50: und jetzt kommt Timing und Glück und all das was man im Nachhinein vielleicht so nennt.
00:38:56: Unternehmerische Weitsicht, nee das war es nicht, ist aber ja Glück und eine gute Idee!
00:39:01: Ich habe praktisch es geschafft dem Geschäftsführer der Reve dann, meine Idee zu übermitteln.
00:39:09: Es fiel gerade in eine Zeit rein.
00:39:11: In der Rewe, die machen das so alle zehn Jahre viel Geld in die Hand nimmt um ihr neues Supermarktkonzept was dann zehn Jahre gebaut wird zu planen.
00:39:21: und da war grad ne Ausschreibung und Architekten aus London hatten sie gewonnen und die hatten dann Gewächshause oben auf diesem neuen Supermarkt stehen.
00:39:29: und dann meinte er vielleicht wir haben da eine Idee und ich glaube ihr seid ja die richtigen.
00:39:35: und so sind wir als Fachplaner mit reingekommen an Bord für diese Konzeption dieses neuen Supermarktes, das nennt sich Reve Green Farming.
00:39:43: Der wurde dann drei Jahre lang geplant und der erste wurde in Wiesbaden umgesetzt – mit uns als Betreibern.
00:39:49: Das heißt ich habe auch noch eine Betreibegesellschaft gegründet, das heißt ich plane...
00:39:54: Die Betrebergesellschaft der zusätzlich zur ECF Farming ist.
00:39:57: deine?
00:39:58: Das ist die Frischvormdach GmbH.
00:40:00: also weil sie vom Dach nach unten frisch die Sachen produziert.
00:40:04: Ganz eingängiger Name und aufschlussreich.
00:40:09: Und genau, die ECF plant ist so wie ein Fachplaner für solche Systeme.
00:40:12: wir können auch bauen und Schlüssel fertigbauen und dann haben wir eben auch noch ein Vehikel eben die Frisch vom Lach geben, die dann das Ganze betreibt.
00:40:21: Du hast gesagt dass du Glück hat es nicht die Weitsicht.
00:40:24: ich finde aber manchmal Also Glück gehört im Unternehmertum ein bisschen dazu.
00:40:28: Und Timing gehört auch manchmal dazu und ganz oft ist man zu früh, kann mal auch mal zu früh im Markt sein vielleicht kann man auch manchmal zu spät einsteigen.
00:40:35: aber was ich glaube wichtig finde ist erstmal diese Courage zu haben weil... Man geht irgendwo hin und pitscht erst einmal eine Idee und sagt pitsch der Rewe Führung die Idee hey!
00:40:45: Ich hab dann Konzept für euch.
00:40:46: also erstmal diese Überzeugung von sich selbst auch zu sagen ich habe hier etwas das für Rewe relevant ist und dann muss man halt manchmal auch Glück haben.
00:40:54: und Timing Ja,
00:40:55: man muss Glück haben und da gibt es viele Sprichworte.
00:40:58: Ich habe mal eins gehört was Glück eigentlich ist.
00:41:03: Also Lack, das ist der englische Luck is where opportunity meets preparation.
00:41:08: Es gibt eigentlich gar kein Glück sondern wirklich, also Glück des Tüchtigen.
00:41:12: Man kann sich das selbst erschaffen und ja, da braucht man ein bisschen Mut dazu.
00:41:15: manchmal muss man auch ein bisschen faken.
00:41:17: ich weiß noch am Anfang als wir Die ersten Gespräche haben wir auch keine Mitarbeiter gehabt und das Office war leer.
00:41:23: Und dann haben wir natürlich erst mal Schränke reingestellt, Ordner von zu Hause mitgebracht, Computer von Freunden geliehen und da noch drei Leute reingesetzt damit zuhause.
00:41:32: Also wären wir schon ne Firma ja?
00:41:34: Ich finde es ist aber
00:41:35: wirklich ...
00:41:36: Das ist aber auch wirklich Startup-Life.
00:41:37: Natürlich!
00:41:40: Also ich glaube wichtig ist, dass man am Ende irgendwie liefern kann.
00:41:43: Aber irgendwie muss man manchmal eine Vision verkaufen Dass man eben aussieht, als wäre man schon ein Business.
00:41:53: Weil die Leute ja auch sich rückversichern und nach Indikatoren suchen, dass sie da nicht einen Fehler begehen.
00:42:00: Und das ist halt manchmal so.
00:42:01: Absolut!
00:42:02: Wie gibt es überhaupt den Fall?
00:42:05: Weil ich jetzt überlegt hatte... Ich nehme an irgendwie nein.
00:42:07: aber gibt es den Fall, dass eine Ernte trotz allem ausfällt oder irgendwas nicht funktioniert?
00:42:13: Das gibt's natürlich auch.
00:42:14: Also auch in diesen geschlossenen Systemen kannst du nicht alles hundertprozentig ausschließen.
00:42:18: Das heißt, wir arbeiten da zum Beispiel mit Nützlingen um schädligen vorzubäugen.
00:42:24: aber gerade beim Basilikum wenn alle draußen Probleme haben mit falschem Mehltau dann kann das bei uns auch passieren und wir hatten auch schon mal also der Salat ist ja jetzt gerade in den Anfang stunden haben noch keine Probleme und hoffentlich werden wir sie auch lange nicht haben.
00:42:39: Aber beim basilikum aus Erfahrung hat mir auch schonmal Ernteausfall über einen Monat.
00:42:44: Also auch das kann in so einer Farbe passieren, da sollte man keine falschen Vorstellungen haben.
00:42:48: Das hätte auch den selben oder vielen Einwirkung unterliegen könnte, die es in der Freundin war.
00:42:56: Man versucht alles auszuschließen und versucht natürlich Hygienekonzepte und alles zu tun damit das nicht passiert.
00:43:03: aber es kann passieren und wenn's dann soweit ist Hat man natürlich einen Vorteil, wenn man eine Kultur hat oder die nur eine sehr kurze Dauer hat.
00:43:11: Also so eine Tomate steht da zehn Monate im Gewächs aus und wenn du die rausschmeißen musst hast wir einen wirtschaftlich großen Schaden.
00:43:16: aber wenn du ne Kultur hast die nur zwanzig Tage da drin ist ja gut dann räumst du einmal aus...
00:43:20: Und das wären jetzt die Salate?
00:43:22: Beispielsweise
00:43:22: bei den Salaten und beim Basilikum ist es auch im Sommer so vielleicht vierundzwanzig-fünfundzwanzigtage.
00:43:28: Das haben wir schon dran, also in drei Wochen kriegen wir den auch hin, wenn das Wetter mitspielt Genau.
00:43:34: Und die kannst du halt einfach rausräumen, kannst dann einmal Grund desinfizieren und machst einen Neustartner.
00:43:39: das funktioniert in solchen Systemen.
00:43:40: Das kannst du draußen auch nicht machen.
00:43:44: Du hast ganz viel über die Rewefarmen gesprochen.
00:43:45: ihr habt aber auch Farmen ja in Belgien und in der Schweiz?
00:43:49: Und gibt es da eigentlich Unterschiede zwischen diesen Farmen?
00:43:51: also ist es sowas was so man sich kaste meist auch irgendwie vorstellt oder habt ihr ein gewisses Konzept?
00:43:57: wie stelle ich mir das vor?
00:43:58: sind die Projekte anders.
00:44:00: Naja, das sind Projekte die wir selbst nicht betreiben.
00:44:02: Das heißt da gab es einen Kunden der uns damit beauftragt hat eine schlüsselfertige Farm zu bauen, die Mitarbeiter einzuarbeiten und wir haben das halt übergeben.
00:44:11: was heißt bei der Einfarm waren noch lange beteiligt aber die Beteiligung haben er verkauft.
00:44:15: das war die die Abattoir also Färme-Abattoiren in Brüssel genau also das sind projekte wie wir von null auf konzipiert haben, erdacht haben Kastemeister haben weil es waren beides Gebäude die schon Da standen, das eine war ein Gemüsegroßhänder mit seinem Gebäude und Büro.
00:44:36: Und das andere war ein Gebäud auf einem Schlachthof.
00:44:40: Abattoir, Sabattre heißt glaube ich, erschlagen oder so was.
00:44:45: Und genau dort auf dem Foodmet da sind die ganzen Metzger.
00:44:49: dann da unten drinnen steht halt die Farme obendrauf und die haben wir gebaut.
00:44:55: Das heißt ihr seid zu beidem in der Lage?
00:44:57: Ihr könnt sowohl in der Anfangsphase mit konzipieren.
00:45:00: Das war dann der Fall damals bei REWE, als ihr mit den Architekten praktisch das mit erstellt habt.
00:45:06: Gleichzeitig aber auch könnte gegebenenheiten nehmen und dann praktisch Farmen dort so reinbauen wie sie unter den Bedingungen machbar sind.
00:45:13: also
00:45:13: wir können wie eine Art Generalunternehmer fungieren.
00:45:15: zumindest haben wir das in der Vergangenheit so gemacht.
00:45:18: Bei REWE sind wir kein Generalunternehmers und Einfachplaner weil Keine Erfahrung haben mit Supermärkten und dementsprechend auch kein Supermarkt wirklich planen sollten.
00:45:27: Da gibt es andere, die das wesentlich besser können.
00:45:29: aber wir sind diejenigen, die Erfahrungen haben mit einer Farbe auf dem Dach.
00:45:33: Und somit passen wir dann da
00:45:34: gut rein.
00:45:35: Darf ich fragen?
00:45:36: Weil das Konzept klingt ja sehr gut!
00:45:38: Das wird scheinbar von Rewe auch sehr gut angenommen, von den Kunden sehr gut angenehm.
00:45:41: Es scheint für uns, für Deutschland vielleicht auch Europa eine Lösung zu sein um auch Suvarina zu werden.
00:45:50: Das ist auch ein Aspekt, der dir wichtig ist.
00:45:53: Wir müssen ja schauen dass wenn Nahrungs-, Lebensmittel- und Lieferungsströme auch Energieströme abbrechen das wir in der Lage sind uns vielleicht selbst zu versorgen?
00:46:03: Warum haben wir nicht mehr von diesen Farmen?
00:46:07: Mein großer Wunsch!
00:46:08: Dass wir uns da entwickeln und nicht so sehr das Thema was ich mache Dachfarmen.
00:46:12: Das ist ein schönes Thema hat seine Daseinsberechtigung und bewiesenermaßen gezeigt dass es funktioniert.
00:46:19: Ich glaube, der wichtigere Punkt ist dass wir große Farmen an die Zentrallager setzen.
00:46:29: Die es uns dann wirklich ermöglichen mit Skaleneffekte das bessere Produkt zum gleichen Preis zu produzieren was eben keine Warenabgabe und keine Lkws auf den Straßen bedeutet weil sie direkt mit einem Vertikaltransport wenn Sie auch im Dach von so einer Zentrallage gebaut werden die Ware in die Kommissionierung runterfahren und sie dann rausgeht.
00:46:51: Und damit könnten wir durchaus viele reichen.
00:46:56: Das heißt Zentralage, das heißt letzten Endes müssten die verschiedenen Lebensmittelhersteller Zentralager haben auf den oben angebaut.
00:47:05: Das heisst jetzt sprechen da nicht mehr von Farmen von tausendseinhalb Quadratmeter, zweitausend Quadratmetern sondern
00:47:12: Okay, riesige Farmen.
00:47:16: Wir sind gerade auch in der Planung von einem solchen Projekt.
00:47:19: Das ist eigentlich sehr spannend aus verschiedenen Gründen für den Lebensmitteleinzeländer.
00:47:25: Das Problem ist viele der Lagerstandorte, die sind veraltet und müssen modernisiert werden.
00:47:31: Baurecht ist ein Thema, einen Lagerstandort neu aufzumachen fast unmöglich weil Gemeinden sagen Naja, also jetzt hier so eine Riesenfläche versiegeln.
00:47:42: Damit ihr hier so ein Lager hinauen könnt in meiner Gemeinde dann habe ich Hundertfünfzig Trillionen LKWs die durchfahren und ihr schafft noch nicht mehr Arbeitsplätze weil das mittlerweile alles automatisiert geht.
00:47:52: Keine Lust!
00:47:53: Und wir werden im Grunde genommen wie so eine Art Schlüsselöffner gesehen Türöffner um auch Baugenehmigungsverfahren zu beeinflussen.
00:48:00: Weil wir eben mit den Punkten die Nachhaltigkeit, die Frische des Produkts, Arbeitsplätzen die wir schaffen usw.. Das Bauprojekt attraktiver machen, sodass ein Bürgermeister auch hinsetzt.
00:48:11: Wir haben die größte Farben Europas eröffnet und das macht dann Bürgereister Freude wenn er da die rote Schleife durchschneiden kann, wenn es gebaut wird.
00:48:21: Also das ist ein Thema was da rein spielt, hat das andere Thema auch im Grunde genommen gewisse Nachhaltigkeitsziele mittlerweile verankert sind in den Konzernstrategien, die erreicht werden müssen CO²-Ausstoße zum Beispiel.
00:48:40: Und wir ermöglichen, also hätten wir eine Farm auf so einem Lager bauen.
00:48:43: beispielsweise können wir wenn wir die Abwärmen nutzen dieser Farm ein CO² Zertifikat dem Erzeuger erstellen über die Abwerme die wir nutzen was dann in die Bilanz mit rein spielt.
00:48:54: Also es gibt verschiedene Sachen die da total spannend sind.
00:48:57: Wenn man das macht nebst dem Aspekt dass man eben das Produkt herstellen kann zu einem Preis der zum Teil niedriger ist als wenn er irgendwo aus dem Ausland kommt
00:49:07: Würden hier auch, würde hier Regulierung auch helfen wollen indem die Anforderungen noch höher werden an dem wie CO² eingespart werden muss.
00:49:14: Würde euch das in die Hände spielen?
00:49:16: Auf jeden Fall!
00:49:16: Ich meine es gibt ja... Das wäre eine Möglichkeit das zu machen.
00:49:20: Regulierung ich bin jetzt kein großer Fan von Regulieren weil ich schon auch Marktwirtschaft mag.
00:49:26: aber die Schweiz macht zum Beispiel gut.
00:49:28: Die sagen wir importieren nicht Produkte, wenn sie hier hergestellt werden können.
00:49:35: Also Lebensmittel zum Beispiel.
00:49:36: Wenn du jetzt klar, wenn du nicht genug Äpfel hast dann sagt die Schweiz erholt ihr Äpfeln von wo auch immer.
00:49:41: aber wenn Sie hier zu dem Zeitpunkt noch verfügbar sind da müssen erstmal die Äpfle gekauft werden.
00:49:46: also das ist ja eine Art wie man auch den Markt schützen kann
00:49:49: was heißt dass die müssen erst mal hier gekauft wären?
00:49:50: Nämlich
00:49:51: im Endeffekt, wenn ein Produkt nehmen wir mal an Die Schweiz stellt Basilikum her und sagt Lass mal mit die Schweiz weg.
00:49:59: Also wie Länder das machen könnten, wäre im Grunde um, dass man sagt sofern Lebensmittel hergestellt werden können in dem Land
00:50:07: müssen
00:50:07: sich aus diesem Land...
00:50:07: Weil die Bedingungen dafür vorherrschen?
00:50:09: ... weil die Bedenken dafür vorhärschen dann gehen die in den Markt und erst wenn das nicht mehr der Fall ist aufgrund von Winter oder was auch immer kauft man sozusagen aus dem Ausland die Lebensmittel dazu.
00:50:22: damit schützt man den Markt den Bauern oder den Lebensmittelhersteller, der wirklich seine Produkte auch nicht so sehr in der Konkurrenz sehen muss.
00:50:30: Wie andere Produkte?
00:50:30: Das funktioniert natürlich nicht wenn dann plötzlich das Produkt doppelt oder dreifach oder vierfach so teuer ist.
00:50:35: Das darf da nicht sein.
00:50:37: aber man kann natürlich auch Mechanismen implementieren die das verhindert und ja so ein bisschen die Lebensproduktion damit schützt.
00:50:47: also als wichtige Industrie, als Schlüsselindustrie vielleicht auch Schluss müssen wir alle drei mal am Tag essen idealerweise Und das auch zukünftig.
00:50:55: Ja, und es würde den CO²-Ausstoß deutlich reduzieren?
00:50:58: Ja
00:50:59: absolut!
00:51:02: Komplett aus eigenem Interesse.
00:51:03: eine Frage gibt's auch die Möglichkeit Kartoffeln anzubauen?
00:51:07: Weil ich das so als ein Grund Nahrungsmittel sehe...
00:51:09: Also ich sehe ja schon noch auch bei Kartoffel zum Beispiel unsere Lebensmittelproduktionen.
00:51:14: Wir produzieren sehr viele Kartoffele in Deutschland.
00:51:16: Das funktioniert als Begrundstein der Nahrungsbereitstellung, also das heißt die klassische Landwirtschaft ist noch ein wichtiger Faktor für uns und die soll da sein.
00:51:27: Also ich rede jetzt nicht von den Hightech-Systemen für alles und Kartoffeln lassen sich auch lange lagern.
00:51:34: Die sollen schon auf den Feldern produziert werden.
00:51:36: Die funktionieren schlecht in Systemen.
00:51:38: wir haben mal so einen Kartoffelsystem als Prototyp vor drei zehn Jahren oder sowas ausprobiert.
00:51:42: vielleicht sind andere mittlerweile erfolgreich mit so was.
00:51:44: Ich habe es noch nicht gehört.
00:51:45: bei uns war das nicht so erfolgreich.
00:51:47: Also die Kartoffel ist auch gar keine, bei der ihr jetzt überhaupt reingehen müsstet.
00:51:50: Weil sie wird ... Die Landschaft funktioniert?
00:51:53: Genau und weil die Kartofeln im Kronung um eigentlich jegliches Wurzelgemüse braucht Erde als unter der Erde wächst.
00:51:59: Und das kannst du sehr schwer ...
00:52:02: Das kannst du schwer anders simulieren!
00:52:04: Genau richtig.
00:52:04: Ja also wir haben mal Karotten beispielsweise hydroponisch hergestellt, die sind in alle Richtungen gewachsen.
00:52:11: Ist doch aufgrund der Schwerkraft, die sehen lustig aus Ich glaube mir, die kannst du nicht schälen.
00:52:15: Du kannst sie nicht schädeln?
00:52:17: Die sahen lustig aus!
00:52:18: Das
00:52:19: andere ist das, dass im Supermarkt auch ganz oft so eine Konformität erwartet wird und dann können auch nicht Karotten... Also wenn es jetzt nicht zum Biomarkt ist, werden ja auch ganz auf Gurken nicht so gerne genommen, wenn die jetzt auch krumm in alle Richtungen wachsen und so.
00:52:32: Da hat der Kunde Vorstellung und der Verkäufer um eine Preiskonformität haben wir auch.
00:52:38: Das stimmt, also es gibt natürlich ne?
00:52:39: Also wenn ich in der Gurke so ein bisschen verformt ist kann ich meines Erhrens noch super verkaufen werden.
00:52:44: aber glaube die Karotten die wir hergestellt haben...wenn du die irgendwie in irgendeiner Weise hättest schälen wollen das hätte nicht funktioniert.
00:52:48: Es war einfach eine gute Idee!
00:52:51: Die waren mehr Kunst als Nahrungsartikel.
00:52:52: Ja tatsächlich.
00:52:53: Sehr schön.
00:52:54: Auch gut.
00:52:54: Ich habe mal eine Frage zur Aquaponie.
00:52:56: Der habt ihr ja früher auch betrieben.
00:52:58: Das war ja ein Kreislaufmodell dass Du vorhin erklärt hast Dass er durchaus sehr viel Sinn ergeben hat den ich glaube was vielen ja gar nicht bewusst ist, dass zum Beispiel in Exkremente von Fischen genutzt werden können um zu düngen wenn ich das jetzt richtig wiedergebe.
00:53:12: Das System hatte aber auch so seine Kritik.
00:53:14: Ich bin da durchaus auf das gestoßen wo an der Haltung der Fische eine Kritik geäußert wurde.
00:53:21: Willst du darauf mal ganz kurz eingehen was das Problem war?
00:53:25: Wir können auch gerne darüber sprechen und das war eigentlich gar nicht das Problem.
00:53:28: In Aquaculturen gibt es Ein Grundsätzliches Problem.
00:53:32: Du kannst in Kreislaufsystemen, es gibt erst mal verschiedene Aquakulturen, ne?
00:53:35: Aquakultur ist ja ein sehr weiter Begriff also Fischproduktion wenn du so willst.
00:53:39: Es gibt Aquakaturen im Fjorden, im Meer Es gibt aquakulture in Seen und es gibt Aquaculture in den Kreislauferlagen.
00:53:47: Das ist das was ich sozusagen bei einer Aquaponik mache.
00:53:52: Die Kritik die damals kam war von Peter beziehungsweise es war eigentlich auch keine Kritik sondern Durch einen befreundeten Unternehmer, der rief mich an und meinte, wir haben eine Pressemitteilung auf unserem Tisch liegen.
00:54:05: Dass Strafanzeigen gestellt wurden und da bist du auch drauf wegen schlechter Tierhaltung usw.
00:54:11: Gegen
00:54:11: den Geschäftsführer?
00:54:13: Genau
00:54:14: gegen den Geschäftshörer!
00:54:15: Und ich hab gedacht was ist das denn also... Wir waren zu dem Zeitpunkt in der Heinrich-Böll-Stiftung als gutes Beispiel wie man das macht.
00:54:22: Greenpeace Magazin hatte damals über uns geschrieben Ich war total so verwürdig.
00:54:26: Hier war ja niemand ... Wie kann denn jemand sagen, dass bei uns die Fische schlecht gehalten werden und sonstiges?
00:54:33: Und ich hab damals, da war das ja sozusagen erst, ging diese Pressemitteilung raus in die Redaktion.
00:54:41: Also ihr habt über eine Pressemitteilungen gemacht?
00:54:43: Bevor es überhaupt raus war, Peter hat eine Presseminteilung gemacht und ich habe aus einer Redaktione heraus, hat mich ein Freund angerufen und mir gesagt, hey was sind das!
00:54:51: Und ich habe dann Peter angerufen und gesagt, Entschuldigung.
00:54:53: Ich hab hier gehört dass da irgendwie anscheinend was über mich geschrieben wird und ob ich damit mal mit jemandem sprechen dürfte weil ihr könnt gerne vorbeikommen oder ich will verstehen wieso das geschrieben wird.
00:55:08: Und dann haben wir die erste Reaktion so ja wir wissen jetzt nicht wovon ich rede usw.
00:55:13: aber sie gucken wir und ich so naja also mir wurde es gesagt.
00:55:16: also ich denke mal dass das schon stimmt Und habe ich tatsächlich einen Rückruf bekommen, damals sehr zurückhalten weil sie jetzt dachten was weiß ich.
00:55:25: Ich werde da jetzt sauer oder sonstiges und ich hab halt gesagt kommt doch einfach vorbei.
00:55:28: Ich verstehe nicht wieso ihr das macht ohne jemals in meiner Produktion gewesen zu sein.
00:55:36: also kommt vorbei Das machen sie nicht.
00:55:41: Für mich war mein Satz, wenn ich dann sage es gibt guten Journalismus und schlechten Journalismus das ist anscheinend schlechter Journalismus.
00:55:46: also wenn ihr noch nicht mal eine Einladung von mir an nehmt euch meine Produktionen anzusehen.
00:55:52: Man muss dazu sagen die haben das glaube ich deckend gemacht dieses Strafanzeigen.
00:55:56: ich wusste auch nicht wie sowas funktioniert die werden gar nicht verfolgt beziehungsweise werden im Fall gelassen weil ja also kommt dann irgendwann mal der Veterinär vorbei und sagt bei euch alles in Ordnung gut
00:56:07: Was waren denn die genauen Kritikpunkte?
00:56:08: Die Kritikpunkt ist eigentlich, dass wenn man in einer Kreislaufanlage arbeitet natürlich erstmal da keine Natur nähe per See ist.
00:56:17: Also die Definition das es jetzt kein Teich oder keine Erde irgendwie auf dem Boden ist, ist das eine und das andere ist, dass man jetzt kommt.
00:56:26: eine theoretisch berechtigte Kritik, die nicht auf mich zugetroffen hat... ...die Besatzdichte.
00:56:31: Du kannst in Kreisdauerlagen besatzdichten hochfahren und sehr, sehr viel produzieren.
00:56:36: Und wenn du jetzt rein kapitalistisch denkst sagst, na gut ich habe einen Becken Ich kann aus dem Becken eine Tonne Fische im Jahr nehmen oder fünf Tonnen Fisch.
00:56:43: Das hängt davon ab wie viele Fische ich da reintour und wie der Fisch sich wohlfühlt.
00:56:48: Und jede Fischsorte die man macht oder die man produziert hat eine Wunschbesatzdichte den er sich wohl fühlt.
00:56:56: also man macht sich bei Fischen natürlich ein Instinkt zu nutze, dass sie gerne ein Schwarm um Sicherheit zu haben ausbilden.
00:57:06: Und man kann in einem Rundenbecken wunderbar einen Schwarm ausbilden.
00:57:08: Das heißt der Fisch fühlt sich wohl.
00:57:11: Wenn allerdings die Fische zu eng beieinander sind dann fühlen Sie sich nicht mehr wohl Dann fühlen sie sich momentan mal.
00:57:15: das ist jetzt hier zu eng und da haben sie Stress.
00:57:18: und wenn sie Stress haben dann geht das Immunsystem runter dann werden sie krank.
00:57:21: Da muss man Medikamente geben damit die sozusagen weiter wachsen usw.
00:57:25: Aber Fische essen auch nicht mehr wenn sie kranks sind und man will ja wenn man Fisch produziert dass sie schnell groß werden und Gewicht haben.
00:57:34: Aber wenn man die Fische diese optimale Besatzdichte gibt, dann geht es nicht gut.
00:57:39: Die wachsen gut.
00:57:40: Es gibt Fischsorten, die überhaupt keine Verbindung mit dem Boden haben.
00:57:45: Also die nicht im Boden wühlen unter Spielen oder sonstiges.
00:57:49: Es sind Fisch-Sorten die das nie in ihrem Leben machen.
00:57:51: Und ist das ein Fisch, den ihr
00:57:53: eingesetzt habt?
00:57:53: Genau!
00:57:54: Wir haben Bundwasche produziert.
00:57:57: Aktuell produzieren wir gar nicht mehr.
00:57:59: Und wir hatten damals auch, es war super spannend.
00:58:01: War das Naturland?
00:58:03: Es waren Zertifizierer bei uns mit auch Veterinären die alle immer sagten Wir haben noch nie so schöne Fische gesehen wie bei euch vom Finnbild und so weiter.
00:58:12: Das gibt Indikatoren ob's zum fisch gut geht oder oder schlecht geht.
00:58:15: das kann man sehen.
00:58:19: und da war ich beim Vortrag von der Veterinärin die sagte naja also Ich gebe euch mal eine Perspektive auf einen Bio-Fisch, der in Deutschland produziert wurde.
00:58:28: In einem Teich.
00:58:30: Dieser Fisch oder der Fisch wird diesen Fisch produziert hat überhaupt keinen Blick darauf ob es den Fisch gut geht oder nicht.
00:58:38: Der Teich ist grün die Sommer sind warm der Fische hat kein Sauerstoff im Wasser der ist kurz vorm Abnippeln und der Fischer zieht eigentlich.
00:58:45: nur habe ich eine Krankheit oder sonstiges im Wasser wenn die Fische oben schwimmen.
00:58:49: das heißt dieser Fisch Natürlich Epredatoren, Reier sonstiges.
00:58:53: Die piken den Fisch die haben Wunden, die verpilzen und so weiter all das ist ein Biofisch.
00:58:59: Dieser Fisch hat wesentlich mehr Stress Und dem geht es wesentlich schlechter als einen Fisch der bei uns in einer Kreisaufanlage schwimmt.
00:59:06: Bei der idealen Temperatur Der liebt von zwanzig Grad.
00:59:09: wir stellen fünfzwanzig grad ein.
00:59:10: Wir können ja weil das Wasser klar ist sehen oder unten schwimmten Fisch dem jetzt nicht gut.
00:59:15: wir können handeln.
00:59:16: Wir können frühzeitig, bevor hunderttausend Fische krank werden, einzelne Fische isolieren.
00:59:24: Wir können gezielt füttern und sehen, nimmt der Futter auf oder nicht auf.
00:59:29: Es war spannend, dass die Veterinären sagen, dem Fisch geht es gut!
00:59:34: Meinte das ist eine anthroposophische Sicht.
00:59:37: Wir sind Landtiere, wir brauchen riesige Weite für so ein Fisch.
00:59:41: Der Fisch schwimmt in einer Strömung Der ist sozusagen dauerhaft am Schwimmen.
00:59:46: Der würde auch, wenn er jetzt im Fluss wäre nicht drei Kilometer den Fluss hochschwimmen weil dann eine schöne Weide ins Wasser hängt sondern der will essen, der will idealerweise nicht gefressen werden und wächst so auf.
00:59:58: ja
00:59:59: Ich könnte mir vorstellen dass Wenn man die Anlage sieht Und man weiß und ich glaube es gibt auch andere Dinge die kritisiert wurden Es wurde auch teilweise wording kritisieren.
01:00:09: Achso Ihr sprecht zum Beispiel von Ernte.
01:00:11: Es ist ja ein Fisch.
01:00:12: Und es wurde kritisiert, das ist keine Pflanze.
01:00:14: Ihr sprecht aber trotzdem von der Ernte und setzt den Fisch sozusagen mit einer Pflanzen gleich.
01:00:20: Ich glaube, dass für manche Menschen befremdlich ist, dass das Lebewesenheit oder Fisch gleichgesetzt wird mit ner Pflanz, die man einfach dann aberntet.
01:00:31: Das war befremdlich.
01:00:33: Das andere was ich gesehen hatte auch der Produktnahmehaupt... Das Barsch wurde kritisiert.
01:00:37: Ich weiß gar nicht, was der genaue Kritikpunkt war.
01:00:40: Aber ich glaube es ist das der letzten Endes, dass der Fisch zu so einer Art Pflanze und Produkt wurde die geerntet wurde.
01:00:46: Und ich glaube, wenn man sehr tiernah ist, dass es dann aufstoßen kann, dass man das Gefühl hat ... Der schwimmt jetzt nicht in einem schönen Tümpel rum.
01:00:55: Genau wie vielleicht diese Vorstellung von der Pflanzen steckt jetzt nicht an der Erde sondern die ist auf dem Tisch.
01:01:03: Dadurch ist sie vielleicht nicht so gut wie du gesagt hast, verhältnismäßig industriell hergestellt wird, dass es immer was im Kopf mit dem Menschen ja auch macht.
01:01:12: Es ist lustig das du sagst ich komme ja gar nicht aus der Lebensmittelproduktion und sehr gar nicht was sich gelernt hat mich mein Stecken fährt und das ist hier auch schon sehr lange her und Ich habe immer andere Wörter benutzen.
01:01:23: ich wurde immer sozusagen korrigiert dass man von erntes spricht.
01:01:26: deshalb hab ich sozusagen mir das angewürzt.
01:01:29: ich hatte früher auch andere worte.
01:01:30: ich habe gesagt wir schlachten die Tiere Und ernten sie nicht.
01:01:35: Das war im Grunde noch ein erlerntes Verhalten von mir aus der Zeit, ja?
01:01:40: Ja es glaub ich hat damit zu tun dass man einfach wenn man in einem anderen Kreis sich auffällt wo man einfach sehr tiernah ist dann findet man diese Begriffe einfach befremdlich.
01:01:50: Ich glaube das ist aber dann auch genauso natürlich.
01:01:53: Peter des oberste Ziels Tierwohl.
01:01:57: Also ich meine Tierwohl ist oberstes gut logisch also in der Tierproduktion Und da geht... Also ich finde, dass das sehr viel noch gemacht werden kann und gemacht werden muss.
01:02:09: Und reguliert werden muss!
01:02:11: Auch bei Aquakulturen finde ich, dass da einiges gemacht werden sollte.
01:02:15: Ihr macht das jetzt aber gar nicht mehr?
01:02:17: Habe ich das richtig verstanden?
01:02:17: Genau Wir haben aktuell keine Aquakultur in Betrieb.
01:02:22: liegt daran, dass im Grunde genommen der Fisch sich nicht so gut verkauft hat.
01:02:28: wir konnten ihn.
01:02:30: Es war sehr teuer, für uns den Fisch zu produzieren.
01:02:32: Das ist ein sehr erklärungsbedürftiges Produkt und der Deutsche ist nicht so fischerfin.
01:02:36: also die Lebensmitteleinzelhändler bauen alle ihre Fischsticken ab.
01:02:41: ich glaube hier in der Region bei Wilwe gibt es nur noch im ganzen Ostwürfel... Ich
01:02:43: kann sehr viele Fischticken in den letzten zehn, fünfzehn Jahren verschwinden sehen!
01:02:47: Absolutes
01:02:47: Sterben.
01:02:48: und dementsprechend für so einen Produkt was ja wirklich toll ist.
01:02:52: das ist der frischeste Fisch dem man eigentlich haben kann.
01:02:55: Den willst du eigentlich nicht verpacken, abschweißen und in so eine Stolpertruhe von einem Marklinge verkauft er sich nicht gut.
01:03:04: Das war das was wir gesehen haben.
01:03:05: Wir haben gemerkt, wir haben tolle Fische verkauft aber dann haben die sich nicht verkauft.
01:03:09: Und das ist für mich erschrecken weil ich möchte kein Fisch töten der nicht verkaufen wird sondern der dann weggeschmissen wird weil er schlecht wurde.
01:03:16: Dann haben mir die Reisleine gezogen und gesagt dass funktioniert es noch
01:03:19: nicht.
01:03:19: Ja!
01:03:20: Das liegt vielleicht auch an der Fischsorte und vielleicht ein bisschen an dem fehlenden Mut da umzusteigen.
01:03:26: Nicht auf unserer Seite, ich hätte gerne Seibling oder Forelle gemacht – da sehe ich einen Markt auf jeden Fall!
01:03:30: Aber das sind Projekte die wieder kommen werden.
01:03:33: Also es heißt das Thema Aquaponics momentan pausiert?
01:03:36: Oder der Fischteil in der Geschichte aber wir werden mit Sicherheit noch akkuponische Farben bauen in Zukunft.
01:03:43: Warum benutzt du den Barsch als einen Fisch, der jetzt nicht so attraktiv ist?
01:03:48: oder der falsche Fisch ist, wird er gleich gesetzt mit diesen Fischen die so irgendwie im Tümpel sich ernähren.
01:03:56: Wie nennt es sich das zum gemäligen Geschmack dann auch manchmal haben können?
01:04:01: Der Geschmacks dieser Erde geschmackt... Das ist ein Enzym was du haben kannst.
01:04:05: Das gibt's in Aquakulturen auch.
01:04:06: Das hat gar nichts mit Erde zu tun.
01:04:08: Schmeckt aber so dieser Muff.
01:04:09: Okay
01:04:09: ja genau.
01:04:13: Das Thema eigentlich ist dass der Barsch Eigentlich vergleicht wird mit einem Fisch, der aus Asien kommt und zum Teil auch sehr schlecht ist.
01:04:21: Also so ein Tilapia... Das is'n Tilapias!
01:04:23: Ein Buntbarsch ist ein Tilabia Und er hat auch einen schlechten Namen.
01:04:28: Wir haben versucht einen guten Tilapier herzustellen, einen guten Buntbarsch Der eben mit veganem Futter, mit Bio-Futter gefüttert wurde.
01:04:35: also wir haben ja viele Dinge anders gemacht.
01:04:37: Also ein wirklich sehr hochwertigen Fisch hergestellt oder ein hochwertiges Produkt wenn man das so möchte.
01:04:42: Unser Futter hat fast Vierfache kostet eines Billig-Futters.
01:04:48: Dementsprechend konnten wir niemals einen Preis erreichen, der annähernd eines Benchmerksproduktes aus Asien war was wesentlich schlechter ist.
01:04:58: Jetzt verstehe ich auch weil du vorhin schon gesagt hast es sein erklärungsbedürftiges Produkt und mich gefragt habe wie erklärung bedürftig ist als einen Barsch zu verkaufen.
01:05:06: aber wenn die Wahrnehmung natürlich ist das ist ein wenn auch aus asien diese Fische importiert werden ist es vielleicht billig
01:05:14: Fisch.
01:05:15: Ja, im Grunde genommen wird das so wahrgenommen und dementsprechend willst du keinen hohen Preis zahlen.
01:05:19: Aber der Fisch ist fantastisch gewesen.
01:05:21: Ich habe
01:05:21: den auch in der Rewe mal vorgefunden und mir ihn dann gekauft.
01:05:25: Das ist ein sehr guter Fisch gewesen.
01:05:27: aber bitte schon sagst ich bin auch auf ihn gestoßen.
01:05:30: in so einer Stolpertruhe hast du's, glaub ich, genannt.
01:05:32: Aufs Fachbegriff?
01:05:33: Da läuft man dann einfach rein ... Man geht nicht an die Fischtäge, sondern kommt im anderen Bereich wo Produkte sind dran vorbei und da liegt der Fisch in der Truhe.
01:05:40: So ein
01:05:41: lebendem Hackfleisch, oder?
01:05:42: Ja,
01:05:42: da könnte alles, aber auch irgendwo noch Tofu liegen oder sonst was
01:05:45: anderes.
01:05:46: Das ist dann bisschen Mischmasch, sodass man das irgendwie mitnimmt spontan.
01:05:51: Aber es war jetzt auch nicht in einer Art und Weise präsentiert.
01:05:54: Ich finde, eine Fishtäger hat schon andere Präsentationen.
01:05:57: Absolut!
01:05:58: mental.
01:05:59: Man zahlt jetzt ein bisschen mehr, weil frischer Fisch und man hat sofort einen Premium-Gefühl im Gegensatz zu abgepackt und jetzt ins Köln regal
01:06:06: geworfen.".
01:06:07: Genau, das ist definitiv!
01:06:08: Also ich hätte meinen Fisch auch aus einer Stolpertruhe nicht gekauft.
01:06:11: Ich muss dazu sagen, ich gehe auch nicht in den Supermarkt um Fisch zu kaufen.
01:06:15: also ich habe meine Fischtheke oder ich weiß die Produkte, ich kenne die Produzenten und lasse mir Fische von denen entweder mitbringen oder ich fahr dorthin.
01:06:24: Dementsprechend, ja das war falsch platziert.
01:06:26: Falsche Fischsorte auch ein Learning was wir gemacht haben und dementsprechens wenn wir jetzt zukünftig Aquakultur sprechen oder Aquaponics sprechen dann werden wir andere Fisch Sorten machen.
01:06:37: aber ich glaube der Deutsche kennt eine Forelle eine Regenbogenforelle.
01:06:41: die funktioniert auch in unserem System nicht ganz so gut wie im Bundbarsch weil der Bundbarschen Warmwasserfische ist eine Forellen Kaltwasserfische Und da gibt's so was wie Nitrat und Nitritbeständigkeit im Wasser.
01:06:54: Also, im Grunde genommen bei einer Aquaponik willst du viel Dünger im Wasser haben können für deine Pflanzen aber Bundbarschen macht das nichts aus, viel Dünge an Wasser zu haben und die produzieren viel und Kaltwasserfische den macht das etwas aus.
01:07:07: Das heißt, du kannst nur sehr wenig Fisch also viel weniger, die man eigentlich produzieren könnte produzieren wegen des Nitratlevels weil die nicht so beständig sind Nitrat gegenüber.
01:07:18: Aber nichtsdestotrotz, auch da gibt es Möglichkeiten das technisch zu lösen und deshalb glaube ich dass wir bald in Zukunft wieder Farmen mit Fisch haben werden.
01:07:29: Ich würde es mir wünschen!
01:07:30: Ich ernehm mich ja überwiegend vegan- und vegetarisch ab und zu Fisch.
01:07:35: Und ich bin irgendwann darauf umgestiegen zu gucken wo der Fisch genau herkommt weil ich zum Beispiel weiß jeder Fisch aus dem Meer muss man sehr vorsichtig sein was für Auswirkungen das Farming auf den Meeresboden mehr hat.
01:07:45: und wir fischen das Meer leer absolut faktisch.
01:07:49: Und deswegen bin ich dann irgendwann nur noch dazu übergegangen, dass wenn ich mal zum Beispiel im Urlaub an einem See saß, wo in Österreich die direkt dort rausgefischt haben.
01:07:57: Dann habe ich mir doch die Forelle oder den Fisch auch gerne gegönnt.
01:08:00: Ich möchte gerne wissen, wo er herkommt und ich möchte einfach wissen, dass daraus kein Kollateralschaden entsteht
01:08:05: Absolut!
01:08:06: Und der Kollaterallschaden steht ja auch häufig schon beim Futter.
01:08:11: Also die Fische werden mit Fischmehl gefüttert was aus Beifang zum Beispiel, oder Resten der Verarbeitung dann stammt.
01:08:21: Aber ja das ist nämlich auch ein Problem und das waren z.B.
01:08:24: alles die Themen, die wir damals mitgedacht haben als wir angefangen haben aquaponisch anzubauen.
01:08:30: Und irgendwann waren wir bei BioFutter gelangt und irgendwann haben wir einen Produzenten gefunden, mit dem wir Futter erstellen können, was vegan war d.h.
01:08:37: das Eiweiß wurde über Pflanzen den Futter zugesetzt und die Fische sind damit groß geworden Ein vegan ernährter Fisch, den wir am Schluss produziert
01:08:47: haben.
01:08:48: Nikky ich möchte mit dir mal ganz kurz auf dein Weg kommen.
01:08:51: Du hast gerade eben ja ganz kurz auch mal gesagt du kommst eigentlich woanders her musstest dann die Begriffe aus dem Farming lernen.
01:08:56: deswegen bist du dann umgestiegen auf der Begriff Ernte zum Beispiel.
01:09:00: Du hast International Business studiert.
01:09:03: Wie landet man denn irgendwann bei der Fischzucht?
01:09:07: Bei Basilikum in der Schöneberger Malzerei in Berlin
01:09:12: Auch wiederum wahrscheinlich eine Kette an Zufällen.
01:09:18: Ich habe mal in London studiert, International Business und Sprachen auch relativ viel im Ausland unterwegs und habe schon früh gemerkt dass ich Unternehmer bin und gerne Dinge anstoße und sehr neugierig bin und habe verschiedene Firmen im Grunde genommen schon gegründet.
01:09:35: und meine erste Firma war in Italien, da habe Wann wir die ersten der Welt, die eine AudioGuarded City Tour gemacht haben.
01:09:42: Also einen MP-III-Spiel entwickelt haben mit Satellitenempfang.
01:09:45: das was ihr jetzt jedes Handy kann, haben wir damals sozusagen gemacht.
01:09:50: in Venedig war es genau und ich habe auch gemerkt dass sich eben diesen Febel für Sinnhaftigkeit damals gab's das Wort nachhaltig noch nicht hatte und dass ich mir überlegt hab also wenn ich irgendwas tue dann möchte ich dass ein tieferen Sinn hat dass ich irgendetwas verbessere in der welt Ja, und dann bin ich irgendwann mal über nachhaltige Geschäftsmodelle gestolpert.
01:10:12: Und hab gedacht, dass ist eigentlich das was ich machen möchte... ...und in dem Zuge als ich nach Deutschland zurückgekommen bin, das war so im Jahr zwei tausend sechs nach Berlin gekommen bin, hat ein Freund von mir eine Immobilie gekauft gehabt und hatte mich gefragt, ob ich ihm helfen kann mit der Entwicklung?
01:10:29: Und eine Vision dafür entwerfen kann?
01:10:32: Das habe ich getan!
01:10:33: Dann hat er gefragt auch nicht auch in der Umsetzung teilhaben können Diese Immobilie umgebaut, ausbauen dürfen sehr nachhaltig.
01:10:41: Viele Preise auch gewonnen dafür für unser Tun
01:10:45: und... Da ging es aber damals noch einfach nur darum, das hat doch nichts mit Farming zu tun gehabt.
01:10:50: Das ist ein nachhaltiges Gebäude?
01:10:52: Genau!
01:10:52: Das war eine große Fabrik die wir umgebaut haben mit einem sehr nach haltigen Denken Also Werteschaffen, Content-driven Realistate haben wir das genannt.
01:11:01: Wir haben ersten Werte geschaffen und darum nicht einen Anchor-Meter gesucht und dann alles andern drumherum entwickelt sondern wir haben drumherom entwickelt um den besten Mieter zu finden der zu unserer Vision passt.
01:11:13: Und in dem Zuge sind wir auch über also mit der mobilen Gesellschaft, Entwicklungsgesellschaft über so ein Prototyp eines aquaponischen Systems gestolpert.
01:11:21: Das haben wir damals gekauft und haben das betrieben und es war mein Projekt, da habe ich gemerkt oh krass Das funktioniert ganz gut, beziehungsweise andersherum.
01:11:28: Es funktioniert nicht ganz gut aber es ist ein Business Case vorhanden und da habe ich mich dann reingefuchst und so ist die ECF daraus entstanden und ist auch auf dem Areal dieser alten Fabrik gebaut worden.
01:11:40: Ihr seid jetzt wie viele Mitarbeiter?
01:11:43: Ich muss mal nachzählen.
01:11:44: Wir sind jetzt mittlerweile relativ reduziert wieder, wir haben uns letztes Jahr weil unser Expansionsbestreben in der aktuellen Zeit wo nicht gebaut wird und die Nachhaltigkeit nicht mehr im Fokus leider ist in den Führungsetagen oder nicht mehr so wie noch vor fünf Jahren, haben wir uns reduziert von zwanzig auf zehn.
01:12:02: Okay also es kommt deutlich dann auch bei euch an wenn Nachhaltigkeitsaspekte gerade Nicht die urste Priorität haben.
01:12:09: Absolut!
01:12:10: Ich meine, ich arbeite ja eh viel mit dritten.
01:12:13: Als Planer machst du ja einen Brandschutz zum Beispiel nicht selbst oder sonstiges.
01:12:17: also ich kaufe viel ein.
01:12:17: das heißt wir waren immer ein sehr kleines schlagkräftiges Team.
01:12:21: aber genau expansion ist momentan bei uns auf Eis gelegt und wir betreiben momentan die zwei Farben dass eigentlich mein Haupttätigkeit in Aktuell sogar die Inbetriebnahme der Farm, das Schleifen der Prozesse.
01:12:37: Das Optimieren von den Prozessen und danach werde ich wahrscheinlich auch erst mal eine Pause machen.
01:12:44: Was heißt dann nach?
01:12:46: Ich hätte Lust, ich mache das jetzt schon seit vielen, vielen Jahren.
01:12:52: Vielleicht...
01:12:54: Du machst es jetzt über zehn Jahre oder noch deutlich länger?
01:12:57: Ich mach das deutlich länger!
01:12:58: Ich habe zweitausend elf angefangen damit.
01:13:00: Also ich mache dass jetzt seit fünfzehn Jahren Und ich würde eigentlich gerne mal eine Pause machen, eine kleine Schaffenspause
01:13:06: um
01:13:07: dann wieder mit neuer Energieexpansion für ECF neu zu betreiben bzw.
01:13:14: anzugehen und in der Hoffnung dass natürlich auch den Markt sich ein bisschen dreht und die wichtigen strategischen Themen wieder auf die Agenda kommen.
01:13:21: und das was wir machen hat eine absolute Zukunft und ist absolut wichtig für Deutschland und auch weltweit Und wir müssen da einfach schauen, dass jetzt diese wirtschaftliche Lage diesen wichtigen Themen nicht negiert und vom Tisch schiebt.
01:13:40: Sondern das die wieder auf den Tisch kommen?
01:13:43: Ja ich war kurz geschockt.
01:13:45: Ich dachte, Schaffenspause heißt ECF Farmsystems.
01:13:48: Du musst da jetzt irgendwie so ein Kapitel schließen.
01:13:50: Du brauchst aber einfach mal irgendwie... Ich weiß ja, dass die aktuelle Farm sehr viel Energie zieht.
01:13:54: Du hast mir schon paar Sachen erzählt.
01:13:55: teilweise auch für dich bedeutet es zwölf Stunden Tage Und da kann ich schon verstehen, dass man auch vielleicht für neue Ideen, für frische die Ideen einfach mal irgendwie mal recharge.
01:14:07: Absolut, absolut!
01:14:08: Findest du da überhaupt Zeit für Urlaub zurzeit?
01:14:11: Nee gerade nicht.
01:14:13: Auch Sommerurlaub war natürlich mit deinen Betriebnahmen von so einer Farbe kein wirklicher Sommerurlaub.
01:14:17: Ich habe mit meinen Kids Urlaub gemacht aber hab halt ganz normal gearbeitet.
01:14:20: Da waren die Großeltern noch dabei, dementsprechend konnten sie da auch ein bisschen was übernehmen.
01:14:25: Aber ja, nee.
01:14:26: Das ist total wichtig und aktuell ist es sehr viel weil wie uns auch den Betriebnahme der neuen Farm die wirklich Sendung mit der Mausheiteck ist etwas anders vorgestellt haben.
01:14:38: aber wir kommen.
01:14:38: vor ungefähr vier Wochen haben wir mit der Produktion gestartet noch nicht mal ganz vier wochen her und wir kommen von zu viert zwölf dreizehn Stunden am Tag um die Ernte und Aussaat und alles zu schaffen zu.
01:14:53: Wir sind mittlerweile zu zweit um zwölf Uhr fertig mit der Ernte.
01:14:57: Gut, da gibt es noch genug andere Sachen.
01:14:59: Das heißt wir sind jetzt schon in den vier Wochen, haben eine krasse Learning-Curve hingelegt aber die waren extremst intensiv diese Woche jetzt und sind auch noch weiterhin intensiv.
01:15:07: also wir sind vielleicht so bei ... ... sixty Prozent dessen wo wir sein wollen und jetzt müssen wir in den nächsten sechs Monaten sukzessive uns auf die hundert Prozent steigern.
01:15:19: Was für verschiedene Rollen gibt es dann bei euch im Team?
01:15:23: Ich finde das sehr spannend.
01:15:25: Man stellt sich, es ist eine Farm aber wir haben uns schon davon gesprochen dass sie auch sehr technisch
01:15:30: was eigentlich eine Maschine?
01:15:30: ja
01:15:32: Was für Rollen habt ihr da euch insgesamt im Team?
01:15:34: Es gibt im Grunde genommen einen Betriebsleiter der das ganze Thema der Kultursteuerung macht also der schaut dass es der Pflanze gut geht der im Grund genommen die Maschinen einstellt damit die die Pflanzen richtig behandeln.
01:15:50: und dann gibt es Helfer Einfach die bei der Ernte helfen, die über der Verpackung helfen.
01:15:56: Beziehungsweise macht das auch eine Maschine.
01:15:58: Sie müssen oder die Verpackungen nehmen und in Kisten packen und rausnehmen.
01:16:03: Also es heißt... Die Farm ist eigentlich so konzipiert dass wir eben für fünfhundert Märkte produzieren Und dass sie von zwei Mitarbeitern wirklich betrieben werden kann.
01:16:16: Natürlich haben wir mehr Mitarbeiter.
01:16:17: In der Farben sind vier Leute in der Produktion beschäftigt Aber halt weil manche krank sind und Urlaub, diese noch nicht vollzeit beschäftigt.
01:16:24: Aber damit wir auf jeden Fall immer Backup haben, dass immer mindestens zwei Leute dann in der Produktion
01:16:30: stehen.".
01:16:31: Du hattest ganz kurz die Geschäftsmodelle mal nur so ein bisschen angerissen?
01:16:37: Ich glaube ihr habt zwei verschiedene Kern-Geschäftsmodeller.
01:16:39: oder kannst du die mal ganz kurz erläutern, die ihr habt?
01:16:42: also entweder ihr baut die Farm und betreibt sie oder übergebt die Farben.
01:16:47: Sind das die zwei
01:16:48: Modelle?".
01:16:49: Ja, fast.
01:16:49: Also entweder wir planen und bauen für Dritte oder wir betreiben.
01:16:53: Und manchmal planen wir auch für uns selbst und betreiben.
01:16:56: aber eigentlich ist die jetzt ja Farmsystems, baut Pharma-Systeme konzipiert Pharma Systeme und die für schon nach GmbH betreibt Pharma.
01:17:06: Okay das sind zwei Modelle, die man dann praktisch in Anspruch nehmen
01:17:09: kann?
01:17:09: Genau!
01:17:11: Wir haben das mal für den LEH konzipieren.
01:17:14: Das ist das was wir mit der Rewe machen versucht haben zu bringen, wo wir jetzt gerade pausieren.
01:17:19: Was ich sagte ist dass wir gemerkt haben das ein Lebensbild einzelne zum Beispiel keine Farben selbst betreiben möchte.
01:17:28: Das es nicht deren Kernthema aber sie hätten gerne farmen.
01:17:31: Dementsprechend komme ich rein und ermögliche ihn, dass wir eine Farbe haben.
01:17:34: Und bringen ihm aber auch gleich die Lösung mit der Betreibergesellschaft.
01:17:39: Genau richtig!
01:17:39: Das heißt um skalieren zu können müsste eigentlich dieses Modell das wäre das Modell?
01:17:44: Das ist das Model was sich eigentlich wie gesagt in groß das Thema Lagerstandorte große Farben.
01:17:52: das ist das was ich jetzt noch weiter nach vorne bringen möchte und den nächsten Jahren sehen also umgesetzt sehen möchte in Deutschland.
01:18:00: Ich habe an der BZ ... von vom zwanzigsten, sechsten, zwanziv, fünfundzwanzig... ... ein Artikel über euch gesehen und gelesen.
01:18:07: Und fand es witzig weil ihr darin als Start-up bezeichnet werdet.
01:18:11: Empfindest du dich selbst?
01:18:12: Empfindet ihr euch als Start up?
01:18:14: Also gerade ja!
01:18:17: viel zu tun, wenig Geld und momentan sind wir definitiv so noch vom Gefühl erst Startup.
01:18:26: Jetzt rein von der Zeit die es uns auf dem Markt gibt, sind wir eigentlich schon etabliert irgendwo dazwischen?
01:18:31: Ja ich meine... Ich find's ja interessant weil ich glaube wir haben bei diesem Das auch bei dem Wort Start-up gibt es noch eine Romantisierung.
01:18:39: Und das dann immer da heißt, okay, dass ist so ne totale Anfangszeit.
01:18:43: Ich glaube aber auch, dass ich sowas über eine Dekade ziehen kann, je nachdem also wie viel Innovationskraft noch gebraucht wird um vielleicht auch das ideale Geschäftsmodell zu finden und so weiter oder um profitabel zu werden.
01:18:55: Ich meine Amazon hat zum Beispiel gesagt sie bleiben immer Start up irgendwo?
01:18:59: Ich glaub, das ist aber auch dann so eine Mentalitätsfrage.
01:19:01: Ich wollte auch gerade sagen eigentlich eher so ein Mindset, ist man Start Up?
01:19:06: Wir müssen ja immer wieder Dinge neu erfinden.
01:19:08: Die Farben, die wir jetzt in Berlin gebaut haben auf dem Rewill-Markt ist eine ganz andere Farm als die Farbe in Wiesbaden.
01:19:14: Das Level and Automation ist ein ganz anderes.
01:19:17: Die Maschinen sind ganz anderes!
01:19:19: Wir müssen Maschine erfinden damit das überhaupt funktioniert weil solche Farben gibt es nicht.
01:19:25: Wir müssen beispielsweise ein Produkt was mit vielleicht dreißig Grad aus einem Gewächshaus kommt innerhalb von zwanzig Metern vier Grad runtergekühlt haben und es muss unten in einer Verpackungsmaschine landen.
01:19:38: Und die Maschine, die's dafür in der Mitte braucht, die gibt's einfach nicht.
01:19:40: Die müssen wir dann selbst erfinden bauen und hoffen dass sie funktioniert... Sie funktioniert!
01:19:46: Das wird am offenen Herzen da operieren?
01:19:49: Ja
01:19:49: auch manchmal am offnen Herzen.
01:19:51: ja also das sind das sind.
01:19:54: deshalb ist immer noch Start-up.
01:19:56: Kannst du über den jährlichen Umsatz sprechen?
01:19:58: wie groß seid ihr?
01:19:59: Also so eine Farm an sich macht ungefähr zwischen eins und eins, fünf Millionen Euro Umsatz.
01:20:05: Im Jahr?
01:20:05: Genau das ist der Jahresumsatz.
01:20:07: Und ist jetzt der Farmsystems eigentlich bootstrapped?
01:20:11: Habt ihr es aus eigener Kraft oder habt ihr mal Investoren reingeholt?
01:20:14: Wir haben Investoren rein geholt damals.
01:20:16: Wir haben praktisch Private Equity Investoren, Family Office, haben wir drauf.
01:20:22: Niki ich geb dir jetzt ne Zeitmaschine und du reißt einfach mal zurück an den Anfang von ECF Farmsystems.
01:20:28: Gibt's irgendwas, was du vor zehn Jahren oder jetzt ... Du sagst ja eigentlich steckst du seit Zwei-Tausendelf drin?
01:20:32: War das schon ECF Farm Systems?
01:20:35: Nee damals noch nicht.
01:20:35: Damals war es noch als Projekt sozusagen stand, dass da ich glaub, Farmssystems war ab Zweitausendviertzehn.
01:20:42: Okay.
01:20:43: Aber sozusagen zum Beginn der nachhaltigen Lebensmittelentwicklung gibt's irgendwas was du super gerne am Anfang schon gewusst hättest und deinem früheren Ich vielleicht schon verraten hättet.
01:20:54: Naja, ich glaube Ich hätte vielleicht etwas anders gemacht und ich hätte mich da entgehen beraten, dass wir waren immer sehr humble.
01:21:06: Immer sehr bescheiden während alle rausgegangen sind und viel Kapital aufgenommen haben und groß gewachsen sind ohne Geschäftsmodelle zu haben.
01:21:13: Haben wir damals gesagt nein, wir versuchen das so und nicht zu viel versprechen was wir dann vielleicht nicht halten können usw.
01:21:23: Wir waren oder sind die einzigen, die tatsächlich ein Business Case hatten und haben.
01:21:29: Sehen wir an den Farmen der wirklich auch funktioniert.
01:21:33: Und ich glaube, ich hätte mir gesagt, sei nicht so bescheiden geh auch raus hol dir die finanziellen Möglichkeiten und skaliere größer dann wären wir jetzt nicht in der Größe wie wir sie sind sondern werden wahrscheinlich auch die schwierige Phase überstanden Tatsächlich hätten mehr Impact und wären unserem Ziel näher, Produkte herzustellen.
01:21:56: Die besser sind zu einem attraktiven Preispunkt.
01:22:00: Interessant, dass du das sagst?
01:22:01: Weil die zwei Gründergeschwister, die ich vorhin schon erwähnt hatte von Raseko, haben dasselbe gesagt.
01:22:08: Sie haben gesagt, wenn sie nochmal der Ratschlag von ihnen wäre früher das Geld aufnehmen um schneller zu skalieren gerade bei man in einem Bereich ist wo man wirklich eine eine krasse Competition hat und vor allen Dingen mit gut finanzierte Competition.
01:22:25: Also wenn man natürlich mit der Rasierindustrie das aufnimmt, weiß ja auch wer die Player sind.
01:22:29: Nicht so viele.
01:22:30: Zwei drei große Player von Konzernen um schneller zu skalieren.
01:22:35: hätten sie sich gewünscht es früher zu machen?
01:22:38: Ich hätte nicht vieles anders gemacht weil ich glaube Dinge die auch schief gelaufen sind die waren wichtig für unsere Entwicklung.
01:22:45: also ich finde Die Fehler die wir gemacht haben Die waren notwendig, um uns da hinzubringen wo wir jetzt sind.
01:22:53: Dass wir eben solche Systeme auf Supermarktächern überhaupt planen bauen und betreiben können.
01:22:58: aber genau das Deskalierungsgedanke der Das war damals eine sehr sehr gutes Marktumfeld.
01:23:05: Wettbewerber von mir sind groß geworden.
01:23:09: Gut die gibt es alle nicht mehr Aber sie haben bis zu einer halben Milliarde an finanziellen Mitteln aufgenommen wenn ich jetzt ein införm denke zum Beispiel Und wir haben zugleich in Zeit angefangen.
01:23:19: Das war
01:23:21: eine absolute Hypezeit, genau und das ist auch das was es uns so schwer gemacht hat.
01:23:24: jetzt im Nachhinein nebst der einfach der wirtschaftlichen Lage dass so viele diesen Hype geritten haben die tatsächlich keine guten Geschäftsmodelle hatten die alle jetzt in der Energiekrise krachen gegangen sind.
01:23:40: Und jetzt ist natürlich schwierig für mich, als jemand, der sagt, warte mal also wir haben aber hier ein gutes Business-Modell und wir sind die einzigen, die hier noch stehen.
01:23:45: Wir sagen ja, wir haben uns so mit Actec die Finger verbrannt da investieren wir jetzt aktuell nicht.
01:23:52: Also das haben wir total gemerkt in den letzten zwei Jahren, als wir gesagt haben, jetzt wollen wir mal groß werden.
01:23:57: Schlechtes Timing.
01:23:59: Also vielleicht einen Ratschlag.
01:24:01: man sollte doch drüber nachdenken wenn es eine Hypephase ist.
01:24:04: Vielleicht den Rückenwind mitzunehmen?
01:24:05: Absolut!
01:24:06: Und das Investment einzusammeln Und dann aber auch abzuliefern.
01:24:10: Das Abliefern
01:24:10: ist ...
01:24:13: Ich hoffe, dass jeder das zumindest möchte.
01:24:15: Aber wenn man ein wirklich gutes Geschäftsmodell hat, dann ist das auf jeden Fall etwas, was ich jemand empfehlen würde zu sagen, wenn der Hype da ist, greif zu!
01:24:27: Okay... Gehen wir in die Zukunft?
01:24:28: Niki du hast vorhin schon gesagt, du würdest gerne mal wieder so'n bisschen Kraft schöpfen können für frische Ideen.
01:24:34: Gibt's irgendwas, wo du sagst Du hast schon im Hinterkopf so eine kleine Idee.
01:24:39: Ich hab ständig Ideen.
01:24:41: Das glaub ich sofort, gibts irgendwas wo du sagst... Nach dem großen REWE-Projekt jetzt in Berlin Langwitz, da hättest du richtig Zeit, oder du hättst Ressourcen?
01:24:49: Alle anderen kümmern sich um alles anderes.
01:24:51: Da stürzt du dich jetzt drauf und hättste Bock drauf!
01:24:54: Ich habe schon zwei drei Ideen mal gespielt.
01:24:57: Aktuell ist keine davon spruchreif.
01:24:59: aber ich glaube was ich total spannend wäre ist immer etwas zu machen einfacher ist als das was ich mache.
01:25:07: Wir waren immer Pioniere in dem Bereich, Aquaponics
01:25:09: usw.,
01:25:12: und mussten immer sehr viel lernen und hatten niemanden den wir wirklich anschauen können.
01:25:15: wie machen die das denn eigentlich?
01:25:17: Und vielleicht dazu sage ich nicht mal ein Modell was einfach ist.
01:25:19: und guck mal... Ich meine wir sehen alle was KI macht und wie sehr es unsere Landschaft verändern wird und auch schon tut und was für einen großen Einfluss auf Jobs das hat.
01:25:33: Und ich sehe Industrien, die da total betroffen sind.
01:25:37: Aber andere wie zum Beispiel die ganze Handwerkerlandschaft, die nicht betroffen ist und ich sehe gleichzeitig dass super viele Handwerksbetriebe zu machen keine Nachfolge haben.
01:25:51: Ich baue ja auch.
01:25:52: dementsprechend habe ich auch Kontakte zu Leuten die Gaswasserheizung machen und sagen Nikkie ich hab gerade noch meine Firma zu.
01:25:58: ich habe hier einen tollen Kundenstamm usw.
01:26:00: aber keiner will meine Firma haben.
01:26:01: ich würde sie verschenken Und in die Richtung zu gehen und mit modernen Mitteln zu schauen, wie kriegt man das Handwerk wieder attraktiv zu machen?
01:26:10: Und eine Pooling-Firma zu machen, wo man mit modernster Technik und auch KI und allem was dazugehört handwerker vermittelt.
01:26:21: Das wäre etwas, was mir glaube ich Spaß machen
01:26:23: würde.
01:26:23: Du bist ja selbst auch jemand der gerne handwerklich
01:26:26: ... Oder?
01:26:27: Ja, das sieht man meistens an meinen Händen und Fingernäkern usw.
01:26:30: Das kann ja jetzt von vielen kommen vielleicht vom Farming aber ich weiß so schraubst du auch gerne mal an Fahrzeugen und anderen Dingen
01:26:38: hören
01:26:38: also bist ja auch jemand den es schon auch interessiert dieses Handwerkliche.
01:26:42: Ja absolut!
01:26:43: Ich meine das ist ein Handwerk wenn du einen Farmen baust.
01:26:46: das ist das was jetzt gerade auch noch passiert.
01:26:48: Also es kann durchaus passieren dass war gestern der Fall um siebzehn Uhr geht ein Förderband kaputt dann
01:26:55: Stehst du da mit dem Schraubendreher?
01:26:56: Dann stehe ich da und haue einen Motor von der Welle.
01:26:58: Und bau einen anderen Motor dran, ja!
01:27:01: Oh cool... Also ich glaube wenn Du gesagt hast KI hat noch nicht so die Auswirkung auf den handwerklichen Betrieb.
01:27:09: KI verlässt ja gerade sozusagen den digitalen Raum und wird immer physischer in Form von Robotik.
01:27:14: Könnte sein das in den nächsten zehn Jahren da.
01:27:15: was passiert dann?
01:27:16: vielleicht bist Du ja dann zur Stelle.
01:27:17: Ja vielleicht Und schraubst einem Roboter, der dann an dem Haus schraube.
01:27:21: Oder der die Welle... Also den Motor wieder auf die Wellen drückt?
01:27:25: Auch
01:27:25: das wäre vielleicht ganz cool!
01:27:27: Nicky, ich danke dir echt vielmals für die ganze Journey.
01:27:30: Ich dank dir, dass du mit mir durch so viele Themen heute gegangen bist von deiner Farm über Herausforderungen mit Aquapronik bis hin zu Infos über dein Team und Nachhaltigkeit, Souveränität.
01:27:44: Vielen Dank, dass Du heute da warst.
01:27:46: Ja vielen Dank an dich.
01:27:47: Hat Spaß gemacht
01:27:48: Dankeschön.
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